Nach fast drei Handelsstunden klettern die Titel von LEM um 16 Prozent auf 329.50 Franken. Damit sind sie aber immer noch weit von den Kursniveaus aus dem vergangenen Sommer bei rund 900 Franken entfernt. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI fällt derweil um 0,7 Prozent.

LEM zeigt nach Monaten rückläufiger Geschäfte erste Stabilisierungstendenzen. Obwohl der Umsatz nach neun Monaten nominal um 5,4 Prozent auf 218,4 Millionen Franken sank, lag er zu konstanten Wechselkursen sogar leicht im Plus. Entscheidender ist jedoch der deutliche Aufschwung beim Auftragseingang, der um 14,3 Prozent auf 215,5 Millionen zulegte.

Die ZKB bleibt insgesamt skeptisch. So habe LEM bei der wichtigsten Zahl, dem Auftragseingang, die Erwartungen verfehlt. Und auch im wichtigsten Markt China gebe es weiterhin keine Anzeichen für eine starke Erholung und Lem befinde sich mit der dortigen Konkurrenz wohl weiterhin in einem Preiskampf, aus dem sich das Unternehmen nur schwer befreien könne. Die Experten honorieren aber mit Blick auf die EBIT-Marge im dritten Quartal, dass das «Fit for Growth»-Programm offenbar Früchte trage. 

LEM lasse das Tal hinter sich, titelt auch der zuständige Vontobel-Analyst Arben Hasanaj. Die Kostenoptimierung zeige Wirkung und der Lagerabbau ende. Nun könne sich das Unternehmen wieder auf Wachstum konzentrieren. Zwar müsse Lem noch schrittweise das Vertrauen wiedergewinnen, die jüngsten Verbesserungen seien aber sehr ermutigend. Zudem preise der aktuelle Kurs einen sehr pessimistischen Ausblick ein.

(AWP)