Der Verpackungshersteller schnitt beim organischen Wachstum und vor allem bei der Marge im ersten Quartal deutlich besser ab als erwartet. So hatten die Analysten gemäss dem AWP-Konsens mit einer EBIT-Marge von lediglich 12,1 Prozent gerechnet, tatsächlich sind es nun 13,4 Prozent geworden. Statt einer Verschlechterung gab es also eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.
Die erzielten Resultate seien durchs Band über den Erwartungen ausgefallen, schreibt Vontobel-Analyst Manuel Lang in einem ersten Kommentar. Getragen worden sei dies von Timing-Effekten in Asien und Vorbestellungen in Nahost, zudem hätten sich die operativen Massnahmen begonnen auszuzahlen.
Die Zürcher Kantonalbank begrüsst die verstärkte strategische Ausrichtung auf das aseptische Kartongeschäft. Der Strategie bezüglich der Bag-in-Boxen und Standbeutelverpackungen gegenüber bleibt die Bank jedoch weiterhin kritisch eingestellt, wie sie in einer Einschätzung schreibt. Insgesamt bezeichnet sie die Zahlen aber ebenfalls als solid und auf Stufe Profitabilität als deutlich über den Erwartungen.
Gut kommt am Markt ausserdem die bestätigte Guidance an. Im Vorfeld habe es nämlich Befürchtungen gegeben, dass diese wegen der Rohstoffinflation gesenkt werden müsse, heisst es bei Barclays. «Daher gehen wir davon aus, dass die Aktie heute gut abschneiden wird.»
Ausblick
2026 wird gleichwohl ein Übergangsjahr. In diesem erwartet die Gruppe weiterhin ein Umsatzwachstum (währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen) von 0 bis 2 Prozent. Ausserdem wird eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 15,7 und 16,2 Prozent angepeilt. Zum Vergleich: 2025 lag die EBIT-Marge bereits bei 15,7 Prozent.
Mittelfristig strebt das Schaffhauser Unternehmen ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent und eine bereinigte EBIT-Marge von über 16,5 Prozent an.
(AWP)

