Der Überschuss des Geschäftsjahres 2025/2026 sei mit umgerechnet 27 Milliarden Euro der höchste eines japanischen Unternehmens überhaupt, sagte Yoshimitsu Goto, Finanzchef des Technologie-Investors, am Mittwoch. Allein im abgelaufenen Quartal habe Softbank einen Gewinn von knapp zehn Milliarden Euro verbucht, mehr als dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum.
Softbank hatte sich im vergangenen Jahr für 30 Milliarden Dollar am ChatGPT-Entwickler OpenAI beteiligt. Seither hat sich die Bewertung des auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierten Startups auf etwa 850 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Zudem steuert das Unternehmen auf einen Börsengang zu. Daneben arbeitet Softbank gemeinsam mit OpenAI und dem SAP-Rivalen Oracle am US-Projekt «Stargate», in dessen Rahmen KI-Rechenzentren im Volumen von 500 Milliarden Dollar gebaut werden sollen.
Zur Finanzierung dieser Vorhaben hat Softbank in den vergangenen Monaten Anteile am US-Mobilfunker T-Mobile und dem Chipkonzern Nvidia verkauft, Anleihen ausgegeben sowie Kredite aufgenommen. Die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) prüft inzwischen eine Herabstufung der Bonität der Beteiligungsgesellschaft. Der Umfang der Wette auf ein weiteres Wachstum des KI-Entwicklers OpenAI sei angesichts des verschärften Wettbewerbs mit Google und Anthropic eine Gefahr für die Kreditwürdigkeit von Softbank.
(Reuters)

