Sportartikel - Nike schlägt sich in Coronakrise besser als gedacht

Der weltgrösste Sportartikelhersteller Nike hat die Coronakrise in China dank eines boomenden Online-Handels besser weggesteckt als erwartet.
25.03.2020 11:34
Nike-Store in Lyon, Frankreich.
Nike-Store in Lyon, Frankreich.

Der Umsatz stieg in den drei Monaten bis Ende Februar weltweit um fünf Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar, obwohl die Umsätze in China angesichts der erzwungenen Schliessung der meisten Läden zum ersten Mal seit sechs Jahren um fünf Prozent schrumpften. Dank Zuwächsen von mehr als 30 Prozent im Internet-Handel dämpfte Nike die Einbussen im stationären Handel ab.

Von Ende Januar an waren zeitweise drei Viertel der Sportartikel-Läden in China geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Inzwischen seien 80 Prozent wieder offen, erklärte Nike. Der Weltmarktführer erwartet für das laufende vierte Quartal (März bis Mai) in China stabile Umsätze.

"In Zeiten wie diesen werden starke Marken noch stärker", sagte der neue Nike-Chef John Donahoe. "Nachdem wir den Beginn einer Erholung in China sehen, ist niemand besser gerüstet für das gegenwärtige Klima als Nike." Allerdings sind nun alle Nike-Läden in Europa und Nordamerika - wie auch bei den Konkurrenten Adidas und Puma - geschlossen, weil nun dort die Virus-Pandemie grassiert.

Eine Prognose für die weitere Entwicklung des Geschäfts wollte Donahoe deshalb nicht abgeben. Er setzt aber weiter auf den Online-Verkauf, der im vergangenen Jahr rund ein Zehntel des Umsatzes ausmachte und im dritten Quartal weltweit um 36 Prozent anzog.

Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 847 Millionen (Vorjahr: 1,1 Milliarden) Dollar. Grund für den Rückgang um 23 Prozent war neben den Folgen der Ladenschliessungen in China die Umstellung auf ein Händlermodell in Südamerika, die eine Rückstellung von 400 Millionen Dollar für künftig zu erwartende Wechselkursschwankungen erforderte. Der Gewinn fiel aber höher aus als Analysten gedacht hatten.

China ist für die Sportbranche nicht nur einer der grössten, sondern dank hoher Margen auch der lukrativste Markt. Die Bruttomarge ging im dritten Quartal auf 44,3 von 45,1 Prozent zurück. Die Zahlen trieben die Nike-Aktie nachbörslich um elf Prozent nach oben. 

(Reuters)

 

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