Wegen der Kosten für den Börsengang ging die Profitabilität im Vergleich zum Vorjahr allerdings zurück. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtsquartal um 30 Prozent auf 136,8 Millionen Euro, wie das St. Galler Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das Wachstum sei dabei in allen Geschäftssegmenten und allen Regionen robust gewesen. Allein in den USA haben sich die Verkäufe auf 48,5 Millionen im Vergleich zur Vorjahresperiode mehr als verdoppelt.

Der adjustierte Betriebsgewinn (EBITDA) stieg im Vergleich zum Umsatz unterproportional um gut einen Fünftel auf 20,9 Millionen Euro, womit sich die entsprechende Marge um einen Prozentpunkt auf 15 Prozent abschwächte. Sportradar macht dafür die im dritten Quartal zusätzlich angefallenen Kosten für den Börsengang verantwortlich. Ohne diese hätte die Marge einen Wert von 20 Prozent erreicht.

Für das Gesamtjahr 2021 stellt das Unternehmen einen Umsatz im Bereich von 553 bis 555 Millionen Euro in Aussicht sowie einen adjustierten Betriebsgewinn zwischen 99,5 und 101,5 Millionen.

In einer weiteren Mitteilung gibt Sportradar eine umfassende und mehrjährige Partnerschaft mit der amerikanischen National Basket Association (NBA) bekannt. Ab der Saison 2023/24 wird Sportradar die Daten der NBA sowohl in der Männer- als auch der Frauenliga aufbereiten, ebenso diejenigen der NBA G-Liga. Sportradar ist dabei der Distributor sowohl der offiziellen Wettdaten der NBA als auch der Live Game Videos.

Die NBA erhält im Gegenzug eine Beteiligung an Sportradar. Das Abkommen weitet eine Vereinbarung zwischen Sportradar und der NBA aus dem Jahr 2016 aus.

Die Sportradar-Aktien wurden Mitte September erstmals an der US-Technologiebörse Nasdaq gehandelt. Die Titel hatten allerdings einen holprigen Start und beendeten den ersten Handelstag klar unter dem Ausgabepreis von 27 Dollar. Derzeiot notieren sie unter 22 US-Dollar.

(AWP/cash)