Und plötzlich fährt der Tesla 129 Kilometer weniger weit: Das ist einem Gebrauchtwagenkäufer in den USA passiert. Der E-Auto-Hersteller hat dem Mann nachträglich 30 Prozent Reichweite von seinem Model S genommen.

Anschliessend verlangte Tesla 4500 Dollar, etwa 4284 Franken, für die Rückgabe der vollen Batteriekapazität, wie das Online-Magazin "t3n" schreibt.

Tesla-Werkstatt macht Geschichte publik

Der Besitzer des Wagens suchte daraufhin eine unabhängige Tesla-Werkstatt. Dort machte der Leiter der Werkstatt, Jason Hughes, den Fall auf Twitter publik.

Tesla habe den Mann eigentlich bestohlen und fordere nun "Lösegeld".

Hughes schreibt weiter, dass er selbst das Problem nur für kurze Zeit beheben könne. 

— Jason Hughes (@wk057) July 25, 2022

Dafür stelle er das Modell auf S 90 mit einer weiteren Reichweite zurück. Doch kurze Zeit später setze ein Tesla-Bot die Einstellungen wieder auf S 60 mit 129 Kilometer weniger Reichweite zurück. 

Das Problem: Der Kunde sei der dritte Besitzer eines Model S 60 mit Baujahr 2013.

Bevor er das Fahrzeug gekauft hat, wurde die Batterie als Garantieleistung mit dem 90er-Batteriepack ausgestattet – weil zu diesem Zeitpunkt kein 60er-Batteriepack zur Verfügung stand.

Doch der Käufer hat den Wagen als 90er-Modell mit einer 90er-Reichweite erstanden.

Im Zuge eines Updates bemerkte Tesla nun den Konfigurationsfehler. Die Lösung für Tesla: Das Auto per Fernsteuerung auf ein S-60-Niveau zu drosseln.

Twitter-Post regten Tesla zum Handeln an

Jason Hughes hat mit seiner Schilderung auf Twitter für viel Aufmerksamkeit gesorgt. So teilte Tesla kurze Zeit später mit, dass man an einer Lösung arbeite.

Am Mittwoch teilte Hughes schliesslich mit, dass der Tesla-Besitzer nun seine volle Reichweite zurückhabe.

Ein weiterer Kunde in einer ähnlichen Situation stehe auch in Kontakt mit Tesla und sollte bald eine Lösung erhalten.

Dieser Artikel erschien zuerst im Digitalangebot der "Handelszeitung" unter dem Titel: "Tesla drosselt Reichweite und verlangt für Freischaltung 4500 Dollar"