«Eine Diversifizierung weg von Amerika ist unmöglich», sagte Ermotti am Dienstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos im Interview mit Bloomberg TV. «Die USA sind die stärkste Wirtschaft der Welt.»

Der dänische Pensionsfonds AkademikerPension, der etwa 100 Millionen Dollar in US-Staatsanleihen hält, will diese bis Ende des Monats abbauen. Obwohl der Schritt angesichts des Volumens nur von marginaler Bedeutung ist, lenkt er die Aufmerksamkeit auf ein mögliches neues Konfliktfeld in der sich rapide verschlechternden transatlantischen Beziehung.

Die USA haben acht europäischen Ländern — darunter Deutschland, Frankreich und Grossbritannien — mit Strafzöllen gedroht, weil sie Trumps Plänen zur Übernahme Grönlands widersprachen. Damit droht ein schwerwiegender Handelskrieg.

Europäische Länder halten US-Anleihen und -Aktien im Wert von Billionen Dollar, ein Teil davon in öffentlichen Fonds. Das nährt Spekulationen, sie könnten solche Vermögenswerte als Reaktion auf Trumps erneuten Zollkrieg verkaufen, was angesichts der Abhängigkeit der USA von ausländischem Kapital die Finanzierungskosten erhöhen und Aktien belasten könnte.

Der französische Präsident Emmanuel Macron kritisierte Trumps Handelstaktik scharf und sagte, Europa brauche mehr Souveränität, um «Vasallentum und Blutpolitik» zu vermeiden. Der kanadische Premierminister Mark Carney erklärte, die regelbasierte internationale Ordnung sei «faktisch tot».

Investoren, die auf den sogenannten «Sell America»-Trade setzten, sorgten am Dienstag dafür, dass US-Staatsanleihen, Aktien und der Dollar nachgaben.

Im frühen Mittwochshandel lag das asiatische Börsenbarometer MSCI Asia-Pacific 0,7 Prozent im Minus. Futures auf den amerikanischen Aktienindex S&P 500 indessen notierten 0,3 Prozent im Plus. Gold und Platin markierten neue Rekordstände. Silber lag nahe dem Allzeithoch.

(Bloomberg/cash)

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