Die Aktien des IT-Dienstleisters Also sind am Mittwoch unter Druck. Während der Swiss Performance Index (SPI) rund 1 Prozent verliert, sacken die Also-Papiere um über 5,8 Prozent ab - zeitweise waren sie sogar etwa 9 Prozent im Minus.

Grund für den Rückschlag ist eine Neueinschätzung der UBS. Der Analyst der Grossbank hat die Bewertung des IT-Dienstleisters von «Buy» auf «Neutral» gesenkt. Das Kursziel stutzte er um fast die Hälfte, von 310 Franken auf 170 Franken.

Dem UBS-Experten scheint nach den Jahresergebnissen 2025 von Mitte Februar nun doch der Geduldsfaden gerissen zu sein. Er revidiert seine knapp einjährige Kaufempfehlung, die noch vom 01. April 2025 stammt. Mit dieser Kurszielanpassung folgt er jedoch lediglich der Marktentwicklung, denn seit Juli 2025 geht es mit der Also-Aktie meist bergab. Nach einem Kurseinbruch von über 21 Prozent im Zuge der Zahlenpublikation am 16. Februar notiert der Titel aktuell zwischen 150 und 160 Franken.

Die Neueinschätzung begründet der UBS-Experte mit den enttäuschenden Ergebnissen - mehr dazu hier. Obwohl die Aktie deutlich gefallen sei und derzeit klar tiefer bewertet werde, sehe er dennoch weiterhin Risiken, die eine Erholung belasten könnten. So sei einerseits ein zunehmender Wettbewerb durch US-Distributoren zu beobachten, die ihre Aktivitäten in Europa ausbauen. Aber auch höhere Speicherpreise, die möglicherweise zu einem Anstieg der PC-Preise um 25 bis 30 Prozent im Jahresvergleich führen könnten, stelten ein Risiko dar.

Mit der Herabstufung ist Christopher Tong von der UBS der erste Analyst, der eine vorsichtigere Haltung einnimmt. Die tiefe Bewertung bleibt scheinbar für viele Experten verlockend: Von sieben Experten empfehlen sechs zum Kauf, wie Daten von LSEG zeigen. Das durchschnittliche Kursziel liegt dabei bei 281 Franken - ein Aufwärtspotenzial von über 80 Prozent. Interessanterweise haben die Kaufempfehlungen in den letzten zwölf Monaten trotz der Kursverluste sogar tendenziell zugenommen.

(cash/AWP)