«Wir wollen ⁠die Pattsituation mit der Commerzbank durchbrechen», sagte Unicredit-Chef Andrea Orcel ‌am Mittwoch bei einer Bankenkonferenz. ‌Im Falle eines ​konstruktiven Dialogs mit der Commerzbank, in dem auch gemeinsame Ziele formuliert werden könnten, könnten auch die Bedingungen des Angebots verändert werden. Bis Juni könnte ‌es Klarheit geben.

Die Unicredit, die knapp 30 Prozent an dem Frankfurter Institut hält, hatte am ​Montag ein Übernahmeangebot für die Commerzbank in ​eigenen Aktien angekündigt, um ​die 30-Prozent-Hürde zu überspringen und die Commerzbank-Führung und die Bundesregierung ‌zu Verhandlungen zu zwingen.

Die Commerzbank hatte in der Vergangenheit Gespräche mit ihrem Grossaktionär Unicredit über ​eine ​mögliche Fusion mit ⁠dem Argument abgelehnt, es liege ​kein konkretes Übernahmeangebot ⁠vor. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hatte das angekündigte freiwillige Übernahmeangebot ‌unter anderem als zu niedrig kritisiert. Die Offerte bewertet die Commerzbank mit ‌knapp 35 Milliarden Euro.

(Reuters)