Die italienische Bank UniCredit hat ihren Bestand ⁠an Derivaten (Total Return Swaps) auf Commerzbank-Aktien auf 8,88 Prozent ‌aufgestockt, für die ein Barausgleich vorgesehen ‌ist, wie aus ​einer am Montag veröffentlichten Stimmrechts-Mitteilung hervorgeht. Diese Absprache mit der Gegenpartei kann aber in der Regel leicht geändert werden, so dass UniCredit darüber auch Commerzbank-Aktien ‌erwerben könnte. Laut der Unterlage zum laufenden Aktientausch-Angebot an die Commerzbank-Aktionäre hatte UniCredit solche Total Return Swaps ​vor allem mit der japanischen Bank ​Nomura vereinbart.

UniCredit hält direkt ​weiterhin 26,77 Prozent an der Commerzbank, die sich gegen ‌eine Übernahme durch die Italiener wehrt. Über Derivate kann UniCredit bis auf 29,99 Prozent aufstocken. Das Übernahmeangebot ​ermöglicht ​es UniCredit-Chef Andrea Orcel, ⁠die Schwelle von 30 ​Prozent zu überschreiten, ⁠ohne ein teureres Pflichtangebot unterbreiten zu müssen. Das ‌noch bis Mitte Juni laufende Tauschangebot ist in der ersten Woche nur für 0,006 ‌Prozent der Commerzbank-Aktien angenommen worden.

(Reuters)