«Trotz umfangreicher Sanierungsmaßnahmen im vergangenen Jahr wurde Pharmathen von der FDA mit einem Importverbot belegt, das die Lieferungen auf den US-Markt einschränkt», erklärte Partners Group Private Equity am Freitag. «Aufgrund der aktualisierten Prognose ist es unwahrscheinlich, dass der Unternehmenswert ausreicht, um die bestehenden Schulden des Unternehmens zu decken. Die Investition wurde daher auf null abgeschrieben.»
Pharmathen mit Sitz in Griechenland unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung und Herstellung komplexer Generika mithilfe von Technologien wie Depotinjektionen, Retardtabletten und Augenbehandlungen.
Die Partners Group hatte 2021 die Übernahme des Unternehmens von BC Partners vereinbart. Der Unternehmenswert von Pharmathen wurde damals auf rund 1,6 Milliarden Euro geschätzt. Die Kreditsparte von CVC Capital Partners half bei der Finanzierung des Deals, wie es in einer damaligen Erklärung hiess.
Bain Capital Specialty Finance ist ebenfalls Kreditgeber von Pharmathen, wie aus einer SEC-Meldung hervorgeht. Die Partners Group erwägt ausserdem eine Kapitalspritze für den französischen Immobiliendienstleister Emeria SASU, ein wichtiges Portfoliounternehmen, das derzeit mit einer hohen Verschuldung zu kämpfen hat, wie Bloomberg News am 9. Juni berichtete.
Der in Zürich börsennotierte alternative Vermögensverwalter stand in den letzten Wochen unter Druck, da Zweifel an der Bewertung seiner Portfoliounternehmen aufkamen. Ein Leerverkaufsangriff im April und die Entscheidung, die Auszahlungen aus einem grossen Fonds in der vergangenen Woche zu begrenzen, trugen zu einem anhaltenden Kursverfall bei. Die Aktie ist in diesem Jahr um 29 Prozent gefallen.
(Bloomberg/cash)
