Dabei profitiert Roche indirekt von dieser Zulassung. Denn Foundayo wurde von Chugai, dessen Hauptaktionär Roche ist, entwickelt und 2018 an Eli Lilly verkauft. Folglich wird Chugai und damit auch Roche Lizenzgebühren auf die Foundayo-Umsätze erhalten, wie Stefan Schneider, Analyst der Bank Vontobel, erklärt.
Experten gehen davon aus, dass Foundayo 2032 einen Umsatz von 20 Milliarden Franken generieren wird, was in etwa der Schätzung des Spitzenumsatzes entspricht. Schneider rechnet mit einer Lizenzgebühr von 12 Prozent für Chugai, wovon Roche 60 Prozent erhalten werde. Demnach werden Roche in der Spitze rund 1,5 Milliarden Franken an Lizenzeinnahmen zufliessen, so die Kalkulation des Vontobel-Experten.
Foundayo von Eli Lilly ist ein oral verabreichte Pille zur Gewichtsredukton und steht in direkter Konkurrenz zu Novo Nordisks Wegovy Oral. Damit erhält der dänische Pharmakonzern eine neue Chance am hart umkämpften Markt für Abnehmprodukte. Denn Wegovy Oral hatte sich im direkten Vergleich mit Foundayo als wirkungsvoller erwiesen, weshalb Novo Nordisk hier voraussichtlich die Nase vor Eli Lilly hat. Die Bewährungsprobe folgt nun.
Zuvor war es umgekehrt. Die injizierbare Form von Wegovy hätte immer mehr Marktanteile an Zepbound von Eli Lilly verloren.
Somit zeigt sich, dass die FDA-Zulassung von Foundayo den Pharmamarkt in einem wesentlichen Bereich, den Abnehmmedikamenten, neu mischt - und Roche wiederum einen Fuss in der Tür hat, nachdem das in Basel ansässige Pharmaunternehmen im Wettbewerb mit den Schlankmachern ins Hintertreffen geraten war.
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