Für das im Januar 2027 endende Geschäftsjahr erwartet Dell laut einer Mitteilung einen Umsatz von rund 167 Milliarden Dollar, darunter 60 Milliarden Dollar aus dem Verkauf von KI-Servern. Zuvor hatte das Unternehmen aus Texas einen Umsatz von etwa 140 Milliarden Dollar prognostiziert. Das neue Ziel liegt auch über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 142,1 Milliarden Dollar, wie von Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen.

Dells Server für KI-Workloads werden zum einen von Unternehmen wie CoreWeave und Nscale gekauft, die Rechenleistung vermieten. Zum anderen gehen sie an Firmenkunden und andere grosse KI-Anbieter. Im Quartal bis zum 1. Mai verbuchte der Konzern im KI-Segment Aufträge im Wert von 24,4 Milliarden Dollar. Mit KI-Servern erzielte er einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar. «Die KI-Chance zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung», erklärte Chief Operating Officer Jeff Clarke.

Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel zeitweise auf 443,86 Dollar, nachdem sie den regulären Handel bei 317,05 Dollar beendet hatte. Dells Servergeschäft gilt in diesem Jahr als Profiteur des KI-Booms. Bis zum Handelsschluss am Donnerstag hatte die Aktie bereits mehr als 150 Prozent zugelegt.

Bereits am Donnerstag legten die Aktien von Snowflake nach überzeugenden Zahlen um fast 50 Prozent zu - mehr dazu hier.

Breiter aufgestelltes Wachstum

Im ersten Geschäftsquartal ist der Umsatz um 88 Prozent auf 43,8 Milliarden Dollar gestiegen. Analysten hatten im Durchschnitt mit 35,5 Milliarden Dollar gerechnet.

Neben KI-Produkten profitierte das Unternehmen auch von einer starken Nachfrage nach klassischen Servern mit Zentralprozessoren. Der Umsatz dieser Sparte hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelt und 8,5 Milliarden Dollar erreicht.  Dell beendete das Quartal mit einem Auftragsbestand für KI-Server von 51,3 Milliarden Dollar, wie Clarke in einer Telefonkonferenz mit Analysten nach der Veröffentlichung der Zahlen sagte.

Da Kunden ihren Schwerpunkt zunehmend von der Entwicklung von KI-Modellen auf deren Nutzung verlagern, ergeben sich für Dell Chancen über das Geschäft mit KI-Servern hinaus. «Das sorgt für ein breiter aufgestelltes und langfristig nachhaltiges Wachstum für uns», sagte Finanzchef David Kennedy im Interview mit Bloomberg TV.

Der Hardwarehersteller arbeitet daran, Kosten zu begrenzen und die Margen zu verbessern, während die Preise für Speicherchips rasch steigen. Der Gewinn je Aktie ohne bestimmte Sondereffekte lag im Quartal bei 4,86 Dollar. Analysten hatten im Durchschnitt 2,99 Dollar erwartet.

Die Geschäftseinheit für Personal Computer steigerte ihren Umsatz um 17 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar, angeführt von Verkäufen an Unternehmen. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 12,9 Milliarden Dollar gerechnet.

(Bloomberg/cash)

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