Die Aktie von Swissquote hat in dieser Woche über 12 Prozent verloren, wie Daten von Bloomberg zeigen. Damit schneidet der Titel der Online-Bank nur minimal besser als die Aryzta-Aktie, die 13 Prozent nachgegeben hat (Stand: Freitagmittag).

Alleine am Mittwoch gab die Aktie von Swissquote 14 Prozent nach. Anlass war die Bekanntgabe der Halbjahreszahlen, welche die Investoren auf den falschen Fuss erwischte. Dabei zeigte sich, dass der Aufbau des Kryptogeschäftes bei Swissquote auch seine Schattenseiten hat, wenn bei Cyberdevisen Flaute herrscht.

Die Einnahmen aus dem Kryptogeschäft brachen im ersten Semester 2026 um zwei Drittel auf noch 14,6 Millionen Franken ein. Auch für das Gesamtjahr stellt sich die Online-Bank auf eine anhaltende Schwäche ein und senkte ihre Jahresziele. 

«Wir gehen von einer ähnlich tiefen Volatilität im Kryptomarkt aus wie im ersten Halbjahr», sagte Swissquote-Chef Marc Bürki. Das Krypto-Geschäft hatte 2025 noch rund 12 Prozent zum Gesamtertrag beigetragen, nun sind es noch 4 Prozent.

Die UBS senkte am Freitag das Kursziel für Swissquote auf 39 von 42,50 Franken. Die Einstufung lautet weiterhin «neutral». Die zuständige Analystin reduzierte ihre Prognosen bezüglich Gewinn pro Aktie für 2026 bis 2028 um etwa 7 bis ca. 9 Prozent.

Mittelfristig bleibt die Analystin vorsichtig. Begründet wird dies mit der begrenzten Visibilität bei der Umsatzentwicklung, inklusive der Erträge aus dem Krypto-Handel. Das durchschnittliche Bloomberg-Kursziel der Analysten für die Swissquote-Aktie liegt bei 45,72 Franken.

Beste Aktie der Woche im Swiss Performance Index ist derweil Komax mit einem Zuwachs von 39 Prozent, im Swiss Market Index ist es Kühne+Nagel mit 6 Prozent plus. Die rote Laterne tragen Geberit und Givaudan (je 3 Prozent minus).

Daniel Hügli
Daniel HügliMehr erfahren