Die Aktie des italienischen Biopharmaunternehmens Newron hat bewegende Monate hinter sich. Nach dem Achtjahreshoch im Dezember bei 19,38 Franken hat der Titel seither über 37 Prozent an Wert eingebüsst. Am Dienstag notieren die Valoren bei 14,70 Franken, ein Minus von 1,61 Prozent und das in einem insgesamt freundlichen Markt. Der SPI legt leicht zu (+0,34 Prozent auf 17'733,57 Punkte).

Doch während der Kurs fällt, bleibt die Analystengemeinde zuversichtlich. Vier Analysten empfehlen die Titel zum Kauf, vier zum Halten, keiner rät zum Verkauf. Und die Kursziele stehen in deutlichem Widerspruch zum aktuellen Kursniveau: Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel der Analysten liegt bei 46,60 Franken, was ein Aufwärtspotenzial von über 216 Prozent bedeutet.

Trotz roten Zahlen zuversichtlich

Vor Wochenfrist hatte Newron die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 präsentiert. Der Verlust von 13,2 Millionen Euro fiel dabei weniger überraschend aus als es auf den ersten Blick scheint: Das Vorjahresergebnis, ein Gewinn von 15,8 Millionen, war durch eine Einmalzahlung aus dem Lizenzvertrag mit EA Pharma verzerrt. 2025 flossen Newron insgesamt 19,1 Millionen Euro aus Lizenzeinnahmen und Umsatzbeteiligungen zu, bei Forschungs- und Entwicklungskosten von 15,1 Millionen Euro.

Finanziell sieht sich das Unternehmen vorerst abgesichert: Mit liquiden Mitteln von 28,9 Millionen Euro per Ende 2025 und einer seit Jahresbeginn gesicherten Kapitalerhöhung von bis zu 38 Millionen Euro, gezeichnet von bestehenden und neuen Aktionären aus Europa und Asien – soll der Betrieb bis weit ins Jahr 2027 finanziert werden.

Schizophrenie-Medikament als Hoffnungsträger

Der eigentliche Kurstreiber bleibt der Schizophrenie-Hoffnungsträger Evenamide: Im vierten Quartal 2026 werden erste Ergebnisse aus der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie erwartet. Auch das vor einem Jahr in Aussicht gestellte US-Listing nimmt Gestalt an. Die Generalversammlung vom 23. April soll die statutarischen Grundlagen für eine mögliche Kotierung an NYSE oder Nasdaq schaffen.

Für geduldige Anleger könnte sich das Ausharren in Newron lohnen, vorausgesetzt, die Studienergebnisse vermögen zu überzeugen.

(cash)