Den Kursverlauf kann man als desaströs bezeichnen. Seit Anfang 2025 hat die Aktie von Partners Group 40 Prozent an Wert verloren und notiert im Bereich ihres Fünfjahrestiefs. Zum Allzeithoch Ende 2021 hat sich das SMI-Mitglied bereits halbiert. Und gerade in den letzten vier Wochen hat sich der Niedergang beschleunigt.

Rein fundamental scheint der massive Kursverfall erstaunlich. Zu Zeiten des Allzeithochs 2021 schrieb der Finanzdienstleister einen Jahresüberschuss von 1,5 Milliarden Franken. An die Anleger wurden 33,0 Franken Dividende für 2021 ausgezahlt. Der Kurs lag damals im Hoch bei 1655 Franken.

Für 2025 meldet der Vermögensverwalter aus Baar einen Nettogewinn von 1,3 Milliarden Franken und plant eine Dividende von 46,0 Franken je Aktie. Während das Gewinnniveau also nicht weit unter Spitzenzeiten liegt, gibt es bei der Dividende sogar ein Plus von 40 Prozent.

Obendrein bestehen gute Perspektiven. Konnte Partners Group im vergangenen Jahr mit einem Zufluss an neuen Kundengeldern von 26 Milliarden Dollar einen neuen Rekord in seiner 30jährigen Firmengeschichte ausweisen, so sollen die neuen Zuflüsse in diesem Jahr sogar zwischen 26 und 32 Milliarden Dollar liegen.

Betrachtet man allerdings die Peer Group von Partners Group, zeigen sich auch bei den Konkurrenten ähnliche Kursverläufe. Blackstone etwa hat in diesem Jahr 30 Prozent an Wert verloren. Grund ist die Angst der Börsianer, Vermögensverwalter wie Partners oder Blackstone könnten mit ihren Investments in Softwarefirmen Probleme haben, was die Performance des Portfolios belasten könnte. Auslöser dieser Sorgen ist KI und die Annahme, das künstliche Intelligenz Softwarefirmen zusehends Konkurrenz machten könnte. Der Kursverlauf einer SAP oder von Oracle spiegeln diese Sorgen wider. Beide haben in den letzten Monaten 20, 30 Prozent und mehr an Wert verloren.

Bei Partners Group scheint diese Angst aber kaum angebracht. Das Unternehmen hat vor längerem begonnen, Investments im Softwaresektor zurückzufahren und hat dort inzwischen einen geschätzten Anteil am verwalteten Vermögen von weniger als fünf Prozent.  

Der dramatische Kursverfall könnte also bei Partners Group eher eine Art von Sippenhaft und damit unbegründet sein. Risikofreudige Anleger werten den jüngeren Kursverfall der Aktie deshalb als eine gute Gelegenheit zum Einstieg und setzen auf einen Call. Immerhin ist Partners Group nach dem Absturz auch charttechnisch vielversprechend.

Passende Partner-Produkte zu Partners Group (Mini Future)

Die Aktie notiert an der unteren Begrenzung des Abwärtstrends aus 2024. Von dort konnte der Titel in den letzten zwei Jahren schon mehrfach schnell und deutlich – jeweils um zehn Prozent und mehr – nach oben abprallen. Zum anderen hat das SMI-Mitglied nun die starke Unterstützung bei der psychologischen Marke nahezu erreicht. Von ging es mit dem Titel seit 2019 schon mehrmals 20, 30 Prozent und mehr nach oben.

Ein Call mit 6er-Hebel (ISIN: CH1534235101) könnte bei einem Kursanstieg von Partners Group von zehn Prozent etwa 60 Prozent steigen. Ein Produkt mit 8er-Hebel (ISIN: CH1538126009) würde 80 Prozent zulegen. Ein noch spekulativeres Zertifikat auf Partners Group mit hohem 20er-Hebel (ISIN: CH1527885250) verspricht bei Kurssteigerungen der Aktie von zehn Prozent Kurssteigerungen auf das Dreifache.

 
Produkt Emittent Basiswert(e) Typ Whg. Risiko
CH1534235101
VT Call-Warrant (Stop Loss )
Bank Vontobel Partners Group Hldg. AG Call CHF Gering
CH1538126009
UBS Call Warrant (Stop Loss )
UBS Partners Group Hldg. AG Call CHF Mittel
CH1527885250
LEON Call Warrant (Stop Loss )
Leonteq Securities Partners Group Hldg. AG Call CHF Hoch

Wichtiger Hinweis:

Sämtliche Darstellungen und andere Veröffentlichungen in diesem [Trading-Ideen-]Artikel dienen ausschliesslich der Information. Insbesondere stellen die "Passende Produkte" weder eine Aufforderung, noch eine Empfehlung zum Erwerb resp. zu Veräusserung von Finanzinstrumenten dar, und können somit nicht als Anlageberatung oder als sonstige Entscheidungsgrundlage erachtet werden. Jedes "passende Produkt" in diesem Trading-Ideen Artikel gibt lediglich die Meinung und persönliche Entscheidung des jeweiligen Autors wieder.