Noch vor einem Jahr hätte das niemand gedacht. Der Chipkonzern Intel - der Marktführer schlechthin noch vor rund 20 Jahren - war damals nur noch auf Schlingerkurs. Die Produkte waren nicht mehr sonderlich begehrt, der Vertrieb lief nicht so recht, die Kosten hoch. Nur kurz nach seinem Amtsantritt im März 2025 hatte der Intel-CEO Lip-Bu Tan gesagt, Intel wäre in wichtigen Tech-Bereichen dermassen weit hinter der Konkurrenz zurück, das könne niemals wieder aufgeholt werden.
Aber, und das ist nicht neu oder ungewöhnlich, auch ein CEO kann sich täuschen. Intel bekam unerwartet Starthilfe durch US-Präsident Donald Trump. Zuerst hatte Trump Tan stark kritisiert, um dann aber dennoch schon kurz danach ein Treffen von Mitgliedern der US-Regierung mit Intel-Verantwortlichen aufzugleisen.
Das war im vergangenen Sommer. Schon kurz danach kamen Meldungen über einen Einstieg des Tech-Giganten Nvidia bei Intel und über eine Kooperation der beiden Unternehmen. Und seither ist die Intel-Aktie nicht mehr zu bremsen. Seit August hat sich der Kurs des Nasdaq-Mitglieds verdoppelt. Ein damals an dieser Stelle von mir empfohlener Call (ISIN: CH1408370778) ist seither, in nur fünf Monaten, um 400 Prozent gestiegen, hat sich damit also verfünffacht. Die Aktie steht nun auf einem Zwei-Jahres-Hoch.
Die Initialzündung für die Kursexplosion war und ist einfach die Zusammenarbeit mit Nvidia. Erst durch diesen Deal wird Intel in der Branche und vor allem auch bei Anlegern wieder ernst genommen. Das Sentiment, die Stimmung zum Tech-Konzern aus Santa Calara in Kalifornien, hat sich dadurch komplett ins Positive verändert.
Die Zahlen zum dritten Quartal waren bereits der erste Erfolg. Umsatz und vor allem der Gewinn des Prozessorherstellers lagen über der Erwartung. Das Ergebnis je Aktie lag mit 0,23 Dollar Lichtjahre über der Konsensschätzung der Analysten. Diese hatten nur mit einem Ergebnis von 0,01 Dollar gerechnet.
Anleger sind jetzt schon mehr als gespannt auf die Zahlen zum vierten Quartal. Intel wird diese am 22. Januar vorlegen. Manager Tan hat für das Schlussquartal einen Gewinn von 0,08 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt. Mit einem Gewinn von 0,31 Dollar je Anteil im zweiten Halbjahr würde Intel den Turnaround dann ganz klar vorweisen.
Nachdem Intel aber bereits im dritten Quartal weit über der Schätzung der Analysten lag, gehe einige Abalysten davon aus, dass auch das vierte Quartal weit über dem Konsens gelegen hat.
Die Aktie von Intel hat nach den Kurssteigerungen der letzten Wochen den Widerstand bei der psychologischen Hürde von 50 Dollar praktisch erreicht. Fällt die Marke, sind kurzfristig möglicherweise auch wieder Kurse um 60 Dollar und sogar darüber drin.
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Risikofreudige Anleger setzen auf diesen Kursanstieg von Intel um 20 Prozent und das schon relativ kurzfristig nach Vorlage der Jahreszahlen nächste Woche. Ein Call mit sehr konservativem 2er-Hebel (ISIN: CH1476972901) könnte dann fast 50 Prozent zulegen.
Ein Zertifikat mit moderatem 4er-Hebel (ISIN: CH1519477801) würde deutlich stärker um etwa 80 Prozent klettern. Ein noch etwas spekulativerer Call mit 6er-Hebel (ISIN: CH1511793098) könnte sich mehr als verdoppeln.
| Produkt | Emittent | Basiswert(e) | Typ | Whg. | Risiko |
|---|---|---|---|---|---|
| CH1476972901 UBS Long Mini-Future (Stop Loss 20.74) |
UBS | Intel Corp. | Long | CHF | Gering |
| CH1519477801 VT Long Mini-Future (Stop Loss 36.30) |
Bank Vontobel | Intel Corp. | Long | CHF | Mittel |
| CH1511793098 LEON Long Mini-Future (Stop Loss 41.11) |
Leonteq Securities | Intel Corp. | Long | CHF | Hoch |
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