Langfristig betrachtet war ein Investment in Mercedes-Benz und davor in Daimler beziehungsweise zeitweise in Daimler-Chrysler ein Flop. Denn in den letzten rund 30 Jahren seit 1997 kam die Aktie per Saldo nicht vom Fleck.
Im selben Zeitraum ist der Dax - inklusive Dividenden - um rund 500 Prozent gestiegen. Und genau da müssen Anleger bei der Aktie von Mercedes-Benz genauer hinsehen. Denn der Autobauer bietet seit vielen Jahren Dividenden oft weit über fünf Prozent im Jahr. Aktuell, auf Basis der geschätzten Dividende für 2026, liegt die Dividendenrendite bei Mercedes-Benz bei etwa 7,5 Prozent.
Und hier muss man in Hinblick auf die Performance von Mercedes-Benz ansetzen. Rechnet man nämlich die gezahlten Dividenden beim Autobauer aus Stuttgart in den letzten 30 Jahren zur Nullsummenperformance hinzu, so ergibt sich bei geschätzten durchschnittlichen Dividendenrenditen im Jahr um sechs Prozent eine Gesamtrendite von ebenfalls etwa 500 Prozent.
Das ist auch der Grund, weshalb die Aktie von Mercedes-Benz seit 30 Jahren nicht vom Fleck gekommen ist. Die Zahlung von hohen Dividenden zehrt an der Substanz - und letztlich geht es an der Börse um Substanz. Und um Wachstum.
Aber Wachstum sehen Anleger bei Mercedes-Benz seit vielen Jahren per Saldo auch nicht. 2015 produzierten die Schwaben im ersten Quartal 459'000 Autos, im ersten Quartal 2026 waren es etwa 420'000. Immerhin gab es in der Regel schöne Gewinne und entsprechend nachhaltig und zuverlässig hohe Dividenden.
Was wenig attraktiv klingt, ist für Trading-orientierte Anleger doch ein Grund zum Einstieg. Der Kauf der Aktie wäre zwar sicher für ganz konservative Anleger interessant – aus Gründen der hohen Dividende. Doch mehr Spannung bieten Calls auf das Dax-Mitglied. Denn schon kurzfristig könnte der Kurs um 20 Prozent und mehr zulegen.
Seit vielen Jahren läuft die Aktie von Mercedes-Benz in einer Trading-Range zwischen 50 und 75 Euro. Nach einem Rücksetzer auf die untere Begrenzung der Handelsspanne ging es dabei in den letzten Jahren oft innerhalb weniger Monate wieder in Richtung obere Begrenzungslinie.
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Risikofreudige Anleger setzen bei erwarteten Kurssteigerungen von Mercedes-Benz nicht auf mögliche Gewinne von etwa 15 oder 20 Prozent bei der Aktie, sondern legen sich einen Call ins Depot und hebeln dadurch Kursgewinne auf ein Vielfaches.
Ein Call mit konstantem 6er-Hebel (ISIN: CH1543905462) könnte sich bei einem zügigen Rebound von Mercedes-Benz von der Unterstützung bei 50 Euro auf ein erstes Kursziel von 60 Euro oder um 20 Prozent mehr als verdoppeln. Ein etwas riskanteres Zertifikat mit 14er-Hebel (ISIN: CH1452471134) würde sich dann sogar mehr als verdreifachen. Wer davon ausgeht, dass die Unterstützung im Bereich von 50 Euro nicht weiter unterschritten wird, der legt sich sogar einen Call mit hochspekulativem 25er-Hebel (ISIN: CH1564087398) ins Depot. Sollte Mercedes-Benz ohne weitere Kursverluste zügig auf 60 Euro steigen, würde dieses Zertifikat auf das Fünffache steigen.
| Produkt | Emittent | Basiswert(e) | Typ | Whg. | Risiko |
|---|---|---|---|---|---|
| CH1543905462 VT Constant Leverage Certificate (Stop Loss 44.44) |
Bank Vontobel | Mercedes-Benz Group | Bull | CHF | Gering |
| CH1452471134 UBS Long Mini-Future (Stop Loss 47.81) |
UBS | Mercedes-Benz Group | Long | CHF | Mittel |
| CH1564087398 LEON Long Mini-Future (Stop Loss 49.36) |
Leonteq Securities | Mercedes-Benz Group | Long | CHF | Hoch |
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