Ob es am aktuell von politischer und konjunkturell geprägter Unsicherheit liegt oder an der charttechnischen Konstellation, das ist hier zuerst einmal Nebensache. Der SMI konnte in den letzten Tagen, auf Wochensicht, deutlich stärker zulegen als die wichtigen Vergleichsindizes weltweit wie der Dow Jones, der EuroStoxx 50 und der DAX. Der Performanceunterschied zu den anderen genannten Indizes beträgt innerhalb weniger Tage zwei, drei und vier Prozentpunkte.
Vermutlich hat es auf jeden Fall auch etwas mit Unsicherheit zu tun. Iran und die Strasse von Hormus sind noch lange nicht abgehakt, zwischen Russland und Ukraine tobt der Krieg weiter und konjunkturell sieht es insbesondere in Europa ziemlich düster aus.
Die Schätzungen für das Wirtschaftswachstum auf dem Kontinent liegen im Bereich um knapp 1,0 Prozent für dieses Jahr. Die EU soll nur mit etwa 0,5 bis 0,8 Prozent wachsen und Deutschland in etwa im gleichen Tempo. Also eine Stagnation. Möglicherweise wird noch nicht einmal das erreicht.
Deutschland steckt hausgemacht in einer ganz tiefen Krise drin, und die erwarteten Wachstumsraten sind vermutlich viel zu optimistisch. Die Nachbarn verlieren zehntausende Arbeitsplätze in der Industrie pro Monat, es gibt eine Flut an Firmenpleiten und viele Industriekonzerne wandern ins Ausland ab. Woher da selbst ein mickriges Wachstum von 0,5 Prozent kommen soll, ist fraglich. Selbst trotz der gewaltigen Staatsverschuldung von 500 Milliarden Euro für Infrastrukturprojekte glaubt man in Deutschland in weiten Ökonomen- und Analysten-Kreisen eher an Schrumpfung als an Zuwächse.
Was wird aber dann erst sein, wenn die 500 Milliarden Euro Infrastrukturgelder ausgegeben sind? Dann fehlt dieser Schub und Deutschland fällt vermutlich in eine Rezession zurück.
SMI Kursentwicklung
Anders in der Schweiz. Zwar werden hier für dieses Jahr auch nur Wachstumsraten der Volkswirtschaft um etwa 1,0 Prozent vorausgesagt. Doch die Schweizer Wirtschaft ist weit stabiler als die deutsche und diejenige der EU mit den Börsenindizes DAX oder EuroStoxx 50.
Im SMI entfällt ein Drittel der Marktkapitalisierung auf die Pharmabranche. Rechnet man Gesundheits- und Medizinunternehmen hinzu, liegt der Anteil sogar bei etwa 40 Prozent. Und bekanntermassen sind Pharma und Gesundheit weit weniger störanfällig und damit schwankungsresistenter als die allermeisten anderen Branchen.
Kein Wunder also, dass der SMI in den letzten Tagen die weltweiten Leitbörsen bei der Performance übertreffen kann. Das ist die eine Seite. Die andere: Die Charttechnik. Vergangene Woche ist der Schweizerische Leitindex über den Widerstand beim Allzeithoch vom Februar und dann auch noch über die psychologische Marke von 14000 Punkten nach oben ausgebrochen.
Das war wie ein Befreiungsschlag für den Index, und so ging es mit den Schweizer Blue Chips schnell weitere Prozentpunkte nach oben. Neue Allzeithochs sind täglich drin. Der SMI hat sich in den letzten Jahren an der oberen Begrenzungslinie des Aufwärtstrends beständig und fortlaufend von einem Rekord zum nächsten hochgehangelt. Die Trendlinie des Aufwärtstrends verläuft aktuell bei etwa 14'500 Punkten.
Passende Partner-Produkte zu SMI (Calls)
Die Chancen stehen mehr als gut, dass der Index diese Linie schon kurzfristig testen kann. Risikofreudige Anleger hebeln selbst diese kleinen Steigerungen im Index von etwa zwei bis drei Prozent mit einem Call auf ein Vielfaches.
Sollte der SMI wie erwartet schon kurzfristig auf die obere Begrenzung des Aufwärtstrends aus 2015 im Bereich von 14'500 oder 14'600 Punkten steigen, verspricht ein Call mit einem moderaten 7er-Hebel (ISIN: CH1546040283) Kursgewinne von etwa 20 Prozent. Ein Zertifikat mit etwas höherem 9er-Hebel (ISIN: CH1550937366) könnte knapp 30 Prozent nach oben klettern.
Ein noch spekulativerer Call mit hohem 20er-Hebel (ISIN: CH1569452209) hätte das Potenzial auf Steigerungen im Bereich von 60 Prozent. Springt der Index auch nur knapp über den Aufwärtstrend nach oben, wäre bei diesem Call vielleicht sogar die Kursverdopplung drin. Aber bei diesem Produkt darf der SMI nicht auf den Knock-out von 13'570 Punkte fallen. Ansonsten geht die Spekulation mit deutlichem Verlust zu Ende.
| Produkt | Emittent | Basiswert(e) | Typ | Whg. | Risiko |
|---|---|---|---|---|---|
| CH1546040283 LEON Long Mini-Future (Stop Loss 12.263.70) |
Leonteq Securities | SMI | Long | CHF | Gering |
| CH1550937366 VT Long Mini-Future (Stop Loss 12.710.00) |
Bank Vontobel | SMI | Long | CHF | Mittel |
| CH1569452209 UBS Long Mini-Future (Stop Loss 13.568.00) |
UBS | SMI | Long | CHF | Hoch |
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