Die Empfehlung ging voll auf. Mitte November hatte ich an dieser Stelle Swatch zum Kauf empfohlen. Damals zeichnete sich operativ ein massiver Turnaround ab und die Aktie war aus dem Abwärtstrend nach oben ausgebrochen. Diese Melange zog dann den Kurs des Uhrenherstellers in den folgenden Monaten wie erwartet stark nach oben. Anfang Juni wurde ein Zweijahreshoch erreicht und die Aktie brachte es auf ein Plus von 25 Prozent. Die im November ebenfalls empfohlenen Hebelzertifikate auf das SMI-Mitglied hatten sich sogar vervielfacht mit Kursgewinnen von weit über 100, ja bis zu 300 Prozent.
Zwar verbuchte Swatch etwa wegen schwacher Geschäfte am wichtigen Markt China im vergangenen Jahr insgesamt einen Umsatzrückgang um 6,8 Prozent auf 6,3 Milliarden Franken – währungsbereinigt lag das Minus bei 2,2 Prozent. Doch im zweiten Halbjahr, insbesondere im Schlussquartal, ging es operativ deutlich nach oben. Swatch scheint deshalb beim Turnaround auf Kurs.
Swatch spricht von einer Beschleunigung des Geschäfts im letzten Quartal und einer Fortsetzung – und das in allen Preissegmenten – auch Anfang des Jahres. Der Gewinn in diesem Jahr dürfte massiv zulegen. Aber vom Niveau 2025 aus ist das natürlich auch dringend notwendig. Im vergangenen Jahr verbuchte Swatch einen rekordniedrigen Gewinn von 25 Millionen Franken oder etwa 0,01 Franken je Aktie.
In diesem Jahr ist wegen des offensichtlich starken Turnarounds wieder mit einem Ergebnis von 5,0 Franken je Aktie oder mehr zu rechnen. Damit kommt Swatch auch wieder auf einigermassen akzeptable Bewertungslevels. Im nächsten Jahr halte ich ein KGV im 20er-Bereich für möglich.
Könnte schon alleine der operative Aufschwung die Aktie weiter beflügeln, so ist die Charttechnik von Swatch aktuell besonders vielversprechend. Die Aktie hat Anfang Juni zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder den Widerstand bei der psychologischen Marke von 200 Franken übersprungen. Dann ging es zuerst zehn Prozent nach oben. Von diesem Zweijahreshoch hat der Titel nun aber in den vergangenen Tagen wieder etwas korrigiert.
Jetzt notiert Swatch auf der 200-Franken-Marke. Betrachtet man den Chart der letzten 30 Jahre, war es bisher immer so: Wenn Swatch die 200-Franken-Marke erreichen und knacken konnte, kam es zwar immer wieder zu einer kleinen Korrektur – wie jetzt aktuell. Aber in den folgenden Wochen oder Monaten ging es mit dem Kurs dann steil bergauf. Kursgewinne von 30 Prozent in den Bereich um 270 Franken waren jedes Mal drin.
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Nimmt man die Kurshistorie, dann dürfte Swatch in den nächsten Monaten, in diesem Jahr noch, deutlich zulegen. Risikofreudige Anleger setzen mit einem Call auf ein erstes Kursziel von 250 Franken entsprechend einem Anstieg um 25 Prozent. Ein Call mit 4er-Hebel (ISIN: CH1506128391) verspricht dann Kurssteigerungen von bis zu 100 Prozent. Ein Zertifikat mit einem etwas höheren 18er-Hebel (ISIN: CH1560407459) könnte auf das Dreifache explodieren.
Ein noch etwas riskanterer Call mit 20er-Hebel (ISIN: CH1565375842) würde sich vervierfachen. Ich sehe gute Chancen dafür, dass die Unterstützung bei 200 Franken hält und es von dort mit der Aktie steil nach oben geht. Klarer Kauf.
| Produkt | Emittent | Basiswert(e) | Typ | Whg. | Risiko |
|---|---|---|---|---|---|
| CH1506128391 UBS Long Mini-Future (Stop Loss 153.91) |
UBS | Swatch Group I | Long | CHF | Gering |
| CH1560407459 BAER Dynamic Mini Future (Stop Loss 194.88) |
Bank Julius Bär | Swatch Group I | Long | CHF | Mittel |
| CH1565375842 VT Long Mini-Future (Stop Loss 196.23) |
Bank Vontobel | Swatch Group I | Long | CHF | Hoch |
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