Meine Empfehlung von Tesla Ende März bringt in nur zwei Monaten ein Plus von 20 Prozent. Die damals ebenfalls empfohlenen Calls auf den Tech-Konzern haben sich zum Teil vervielfacht.

Das zeigt das enorme Gewinnpotential von Hebelprodukten. Je nach Risikoneigung können Anleger mit einem Call bei steigenden Kursen auch schon Kursgewinne des Basiswerts von wenigen Prozent auf ein Vielfaches, teils um das Zehnfache und mehr, nach oben treiben. Anleger benötigen dafür natürlich – ebenso wie für den Aktienkauf – eine Zielvorstellung.

Wie weit kann die Aktie steigen und wie weit kann sie im erwarteten Spekulationszeitraum maximal fallen? Bei einem Call ist dabei der jeweils zugrunde liegende Knockout die entscheidende Schwelle. Fällt die Aktie unter diesen vordefinierten Kurs, dann ist die Spekulation zu Ende und Anleger bekommen nur noch einen mehr oder weniger kleinen Teilbetrag zurückgezahlt. Der Handel des Produkts an der Börse wird dann eingestellt.

Liegt der Knockout bei einem Call relativ weit unter dem aktuellen Kurs der Aktie, dann sind die Risiken, dass die Aktie entsprechend stark fällt, zwar geringer oder auch sehr gering. Diesen Risikopuffer bei fallenden Kursen bezahlen Anleger dann aber auch mit einem relativ geringeren Hebel.

Das bedeutet: Sollte die Aktie wie erwartet steigen, ist der Faktor, mit dem die Kursgewinne bei der Aktie vervielfacht werden, niedriger. Bei hohem Hebel und damit einem relativ nah am aktuellen Aktienkurs befindlichen Knockout des Calls ist das Risiko entsprechend höher, aber der Hebel, der mögliche Kurssteigerungen der Aktie verstärkt, ist möglicherweise ein Vielfaches eines Calls mit weit entferntem Knockout und geringem Risiko.

Anleger benötigen immer ein Anlageziel. Wohin soll sich der Kurs in welcher Zeit entwickeln? Bei Tesla könnte es kurzfristig weiter nach oben gehen. Und wer kurzfristig spekulieren will, der greift in der Regel zu einem höheren Hebel. Zwar ist das Risiko in Form eines Knockout, der dann näher am aktuellen Kurs liegt, grösser. Aber der Zeithorizont, in dem sich der Kurs – hoffentlich in die gewünschte Richtung nach oben bewegt – ist auch kürzer und damit sind die Kursausschläge auch eher überschaubar.

Tesla auf jeden Fall wird jetzt spannend. Für den 12. Juni ist der Börsengang des Musk-Unternehmens SpaceX an der Nasdaq angekündigt. Zwar ist der Anteil von Tesla an SpaceX mit weniger als einem Prozent gering und mögliche Kurssteigerungen nach dem IPO von SpaceX dürften sich rein rechnerisch kaum auf den Wert und damit den Kurs von Tesla auswirken. Aber vermutlich wird bei einem erfolgreichen IPO von SpaceX auch die Aktie von Tesla verstärkt in den Fokus von Börsianern rücken.

Letztlich ist der IPO von SpaceX nichts weiter als eine grosse Marketingshow für Musk und vermutlich für auch Tesla. Dass SpaceX erfolgreich ablaufen wird, halte ich für sehr wahrscheinlich. Mit einem Emissionsvolumen von 75 Milliarden Dollar ist SpaceX der grösste Börsengang aller Zeiten - und insgesamt bringt es SpaceX nach dem IPO auf einen geschätzten Börsenwert von etwa 2 Billionen Dollar. Bei dieser Grösse können sehr viele Fonds weltweit gar nicht anders, als SpaceX in ihr Portfolio einzukaufen.

Denn SpaceX dürfte mit diesem gigantischen Börsenwert an der Nasdaq oder etwa auch im MSCI World aus dem Stand eine grosse Rolle spielen. Wer diese Indizes abbildet, kommt an SpaceX dann einfach nicht vorbei und muss die Aktie kaufen.

Dürfte damit schon der IPO von SpaceX auch Tesla noch stärker in den Fokus der Börsianer rücken, so ist Tesla jetzt auch aus charttechnischer Sicht interessant. Die Aktie des E-Autobauers hat jetzt wie im Dezember, im Januar und jetzt im Mai wieder den starken Widerstand um 450 Dollar erreicht. Mit Rückenwind von SpaceX könnte Tesla nun endlich wieder über diese Hürde nach oben ausbrechen.

 

Passende Partner-Produkte zu Tesla (Calls)

Risikofreudige Anleger setzen jetzt nicht auf Tesla direkt, sondern greifen zu einem Call und vervielfachen erwartete Kurssteigerungen des E-Autobauers. Sollte der Widerstand bei 450 Dollar im Umfeld des SpaceX-IPOs fallen, sind bei Tesla wieder Kurse um 470 Dollar drin.

Wären Kurssteigerungen bei Tesla von 5 Prozent fast schon eher langweilig, so bringt ein Call mit noch sehr moderatem 4er-Hebel (ISIN: CH1479768314) viel mehr Spass. Dieses Produkt könnte bei einem Kursanstieg von Tesla von fünf Prozent nämlich schon um etwa 20 Prozent zulegen. Das Risiko ist bei diesem Produkt aber bei einem Knockout von etwa 328 Dollar noch überschaubar. Denn erst wenn Tesla auf diese Marke fällt – ein Kurseinbruch um etwa 25 Prozent –, würde dieser Call ausgestoppt, die Spekulation hätte dann ein Ende mit Verlust.

Da der IPO von SpaceX bereits in weniger als zwei Wochen zu erwarten ist, greifen viele Anleger sogar zu einem Call mit deutlich höherem Hebel. Ein Zertifikat mit 6er-Hebel (ISIN: CH1551983500) könnte bei einem Tesla-Kurs von 470 Dollar rund 30 Prozent zulegen. Trotz des höheren Hebels und des grösseren Gewinnpotentials liegt auch hier der Stopp-loss, der Knockout mit rund 368 Dollar noch weit unter dem aktuellen Tesla Kurs.

Angesichts des kurzen Anlagehorizonts von etwa zwei Wochen bis zum SpaceX-IPO könnte sogar ein Call mit deutlich höherem 14er-Hebel (ISIN: CH1569885028) noch den erwünschten Erfolg bringen. Bei einem Kursanstieg von Tesla um fünf Prozent würde dieses Zertifikat etwa um 70 Prozent hochschiessen.

Zwar liegt hier der Knockout mit etwa 426 Dollar schon relativ nah am aktuellen Tesla-Kurs. Doch warum sollte Tesla jetzt kurz vor dem SpaceX-IPO bis auf diesen Bereich abtauchen? Ich sehe gute Erfolgschancen.

 
Produkt Emittent Basiswert(e) Typ Whg. Risiko
CH1479768314
UBS Long Mini-Future (Stop Loss 327.90)
UBS Tesla Inc. Long CHF Gering
CH1551983500
LEON Long Mini-Future (Stop Loss 367.74)
Leonteq Securities Tesla Inc. Long CHF Mittel
CH1569885028
VT Long Mini-Future (Stop Loss 426.28)
Bank Vontobel Tesla Inc. Long CHF Hoch

 

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