US-Firmen dürfen das Gold demnach importieren, in den Vereinigten Staaten raffinieren und anschliessend weiterverkaufen oder exportieren. Verträge müssen jedoch dem US-Recht unterliegen, zudem gelten Berichtspflichten für die Unternehmen. Die Genehmigung umfasst Geschäfte mit dem staatlichen venezolanischen Bergbauunternehmen Minerven. Die Lizenz erlaubt keinen Goldabbau oder Investitionen in die Goldproduktion in Venezuela.

Die USA hatten den venezolanischen Goldsektor in den vergangenen Jahren mit Sanktionen belegt, um die Regierung des gestürzten autoritären Präsidenten Nicolás Maduro von Deviseneinnahmen abzuschneiden. Venezuela verfügt über bedeutende Goldreserven in den Beständen seiner Zentralbank und grosse Vorkommen im Süden des Landes. Der Sektor ist aber von illegalem Bergbau, Militärnetzwerken und bewaffneten Gruppen geprägt, weshalb die Produktion lange begrenzt blieb.

Venezuela befindet sich nach Maduros Sturz im Umbruch

Das südamerikanische Land befindet sich seit dem Sturz Maduros Anfang des Jahres in einer Phase des politischen Umbruchs. Die USA und die Übergangsregierung unter der früheren Vizepräsidentin Delcy Rodríguez vereinbarten inzwischen die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen, um wirtschaftliche Erholung und politische Stabilisierung zu unterstützen.

Neben Gold verfügt Venezuela auch über die grössten nachgewiesenen Erdölreserven der Welt. US-Regierungsvertreter und venezolanische Behörden sprechen seit Wochen über eine stärkere Zusammenarbeit beim Ausbau der Öl- und Rohstoffproduktion. US-Präsident Donald Trump will die riesigen Ölvorkommen Venezuelas zugunsten der USA nutzen. Dazu gehört auch die Kontrolle über den Rohöl-Verkauf./ppz/DP/jha

(AWP)