06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,56 Prozent tiefer bei 13'143 Punkten.

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06:10

Ein Euro kostet 91,44 Rappen (plus 0,01 Prozent). Der Dollar ist 78,66 Rappen wert (minus 0,02 Prozent).

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05:15

Anhaltende Spannungen im Nahen Osten und enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China haben die asiatischen Aktienmärkte am Montag auf Talfahrt geschickt. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,9 Prozent auf 60.843,09 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notierte 0,8 Prozent niedriger ‌bei 3834,10 Zählern. ⁠Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 4137,49 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,2 Prozent auf 4851,66 ⁠Punkte fiel. Der südkoreanische Kospi verlor 0,1 Prozent und der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans sank um 0,9 Prozent.

In Tokio drückten Sorgen über den Krieg zwischen den ‌USA, Israel und dem Iran auf die Stimmung. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg auf 2,8 ‌Prozent – den höchsten Stand seit Oktober 1996. Grund sind Pläne der Regierung, ​zur Abfederung der kriegsbedingten Energiekosten neue Schulden aufzunehmen. «Die Schwierigkeiten bei den Waffenruheverhandlungen zwischen den USA und dem Iran bleiben ein Grund zur Sorge», sagte Nomura-Strategin Maki Sawada. Zu den grössten Verlierern an der Börse Tokio zählten die Marui Group mit minus 9,7 Prozent, die Mizuho Financial Group mit einem Abschlag von 7,5 Prozent und JGC Holdings , die 7,3 Prozent verloren.

In China wuchs die Industrieproduktion im April nur um 4,1 Prozent, die Einzelhandelsumsätze ‌legten lediglich um 0,2 Prozent zu. Zudem fielen die Autoverkäufe um 21,6 Prozent und die Anlageinvestitionen schrumpften um 1,6 Prozent. Gegen den regionalen Trend stiegen in Südkorea die Aktien von Samsung Electronics um 3,5 Prozent, während der Leitindex zeitweise um 1,5 Prozent nachgab. Zuvor hatte Präsident Lee Jae Myung in ​den drohenden Tarifstreit eingegriffen und betont, Managementrechte müssten ebenso respektiert werden wie Arbeitsrechte, was die Streiksorgen der Anleger ​linderte.

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03:45

Am Währungsmarkt profitierte der Dollar als sicherer Hafen von der Risikoaversion der Anleger. ​Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 158,89 Yen und legte leicht auf 6,8152 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7870 Franken vor. Parallel dazu ‌blieb der Euro fast unverändert bei 1,1616 Dollar und zog leicht auf 0,9141 Franken an. Das britische Pfund lag bei 1,3311 Dollar und litt weiter unter der politischen Instabilität in Grossbritannien.

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02:30

Neue Drohnenangriffe im Nahen Osten und die Schliessung der Strasse von Hormus trieben die Ölpreise massiv in die Höhe. ​Am Rohstoffmarkt verteuerte ​sich die Rohölsorte Brent aus der Nordsee um 1,9 Prozent auf 111,35 ⁠Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 2,2 Prozent fester bei 107,74 Dollar. Analysten ​von Capital Economics warnten, die Schliessung ⁠der Meerenge erschöpfe die weltweiten Ölvorräte schnell. Der Goldpreis gab derweil um 0,2 Prozent auf 4527 Dollar pro Feinunze nach, da das Edelmetall von ‌den Investoren bislang kaum als Schutz vor Inflationsrisiken gesucht wurde.

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01:00

Die wieder anziehenden Ölpreise hatten am Freitag Inflationsängste geschürt und damit die US-Börsen belastet. Die Renditen am Anleihemarkt kletterten in die Höhe, was den jüngsten Rekordlauf an der Wall Street abrupt beendete. Allgemein wurden die Ergebnisse des Gipfeltreffens zwischen den USA und China mit Blick auf den Iran-Krieg mit Enttäuschung aufgenommen. Es bleibt jetzt dabei, dass die für den Welthandel wichtige Strasse von Hormus faktisch geschlossen ist.

Die zuletzt noch im Zuge der Euphorie rund um Künstliche Intelligenz besonders stark gestiegenen, aber auch sehr konjunktursensiblen Technologiewerte verzeichneten nun Verluste. So fiel der Tech-Index Nasdaq 100 um 1,54 Prozent auf 29.125,20 Punkte.

Das breit gefasste Börsenbarometer S&P 500 verlor 1,24 Prozent auf 7.408,50 Zähler. Der Leitindex Dow Jones Industrial büsste 1,07 Prozent auf 49.526,17 Punkte ein. Auf Wochensicht ergibt dies ein Minus von 0,17 Prozent.

Neben dem erneuten Anstieg des Rohölpreises hätten auch die in dieser Woche veröffentlichten Preisdaten die Furcht vor Inflation geweckt, sagte Matt Maley, Chef-Marktstratege bei Miller Tabak + Co. Der Experte verwies darauf, dass die langfristigen Renditen derzeit auf dem höchsten Niveau seit rund zwölf Monaten notieren. Dadurch sind Anleihen gegenüber Aktien attraktiver geworden. Dies hat Maley zufolge Anleger dazu veranlasst, nach der enormen sechswöchigen Aufwärtsbewegung am Aktienmarkt einige Gewinne mitzunehmen.

Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners ergänzte, auch beim Handel seien einige Vereinbarungen zwischen Washington und Peking hinter den hochgesteckten Erwartungen zurückgeblieben. So hat China nach Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump nicht wie erhofft H200-Chips von Nvidia gekauft, die speziell für generative KI entwickelt wurden. Die Chinesen hätten sich dagegen entschieden, sie wollten ihre eigenen Chips entwickeln, sagte der US-Präsident. Die Aktien von Nvidia fielen am Dow-Ende um 4,4 Prozent.

Die Titel von Applied Materials gerieten mit einem Minus von knapp ein Prozent letztlich nicht ganz so stark unter Druck wie der Gesamtmarkt. Analysten hatten den Quartalsbericht und den Ausblick des Anlagenherstellers für die Halbleiterindustrie gelobt.

In dem schwachen Umfeld gaben die Anteilscheine von Cerebras Systems um fast 13 Prozent auf knapp 280 US-Dollar nach. Am Donnerstag hatten sie inmitten des KI-Booms einen fulminanten Börsenstart hingelegt. Die Aktien des Rechenzentren-Betreibers und Chipherstellers für KI-Anwendungen hatten knapp 70 Prozent über ihrem Ausgabepreis von 185 Dollar geschlossen.

Gegen den Trend gewannen Microsoft am Freitag mehr als 3 Prozent. Der Hedgefonds Pershing Square des Investors Bill Ackman hatte eine neue Beteiligung an dem Software-Konzern aufgebaut. Ackman sagte, Microsoft sei stärker und widerstandsfähiger, als die Anleger glaubten. Der cloudbasierte Abo-Dienst Microsoft 365, zu dem die Office-Programme Word und Excel gehören, sowie der Clouddienst Azure seien «zwei der wertvollsten Geschäftsbereiche im Bereich der Unternehmenstechnologie».

Die Aktien von Figma schnellten gar um gut 13 Prozent nach oben. Das Kreativ-Softwareunternehmen hatte mit seinem ersten Quartal die Erwartungen übertroffen und seine Jahresziele angehoben. Laut Analysten sind mit den Zahlen Bedenken hinsichtlich KI-bedingter Verwerfungen gemildert worden.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Reto Zanettin
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