09:40
Der SMI steht 0,44 Prozent höher bei 14'581 Punkten. Zugleich steigt der SPI um 0,41 Prozent auf 20'537 Zähler.
Dem Schweizer Aktienmarkt kommt seine defensive Ausrichtung zum Wochenschluss einmal mehr gelegen. Alle drei Schwergewichte sind im Gewinnerfeld zu finden und schieben den Leitindex SMI nach oben. Generell sei aber die Luft für diese Woche raus - auch wenn am Nachmittag mit dem monatlichen US-Arbeitsmarktbericht auf Datenseite noch der wohl wichtigste Termin für diese Woche ansteht, so ein Händler.
Die geopolitischen Unwägbarkeiten im Nahen Osten blieben einfach zu gross, «auch weil die gegenseitigen Forderungen der Kriegsparteien eine Lösung weiter erschweren», fasst ein Börsianer zusammen. «Das spiegelte sich bereits im gestrigen Handel durch erneut anziehende Rohölpreise wider.» Der Nahostkonflikt bleibe der grösste Bremsklotz für die globale konjunkturelle Entwicklung in den kommenden Monaten. Zwar deute sich eine Erholung in den grössten Wirtschaftsräumen an, aber diese hänge am seidenen Faden der Energiepreise.
Bei den 20 SMI-Werten sind die Verlierer (12) in der Überzahl. Klarer Ausreisser sind mit -8,5 Prozent Amrize. Der auf Baustoffe in Nordamerika spezialisierte Konzern hat im zweiten Quartal 2026 den Umsatz und auch den Gewinn gesteigert. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wurde leicht erhöht, diejenige für den operativen Gewinn etwas reduziert.
Dem stehen Kursgewinne von 1,9 Prozent auf 371,60 Franken beim Schwergewicht Roche gegenüber. Morgan Stanley hat das Rating auf «Overweight» erhöht und das Kursziel um mehr als ein Drittel auf 410 Franken nach oben geschraubt. Auch Konkurrent Novartis (+0,9 Prozent) gehört zu den Favoriten, während Nestlé (+0,1 Prozent) den Markt stützen.
Allerdings dürften die Unternehmenszahlen im Handelsverlauf dann in den Hintergrund rücken, denn in den USA stehen am Nachmittag die monatlichen Arbeitsmarktdaten auf der Agenda. Sie haben das Potenzial, die Zinserwartungen und das Marktgeschehen zu beeinflussen, auch weil es immer wieder Überraschungen gegenüber der Konsensschätzung gibt.
+++
09:10
Der SMI schüttelt die vorbörslichen Verluste ab. Er steht 0,4 Prozent höher bei 14'571 Punkten.
+++
08:20
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
- Stadler Rail: JPMorgan erhöht auf 22,00 (19,40) Fr. – Underweight
- Zehnder: Jefferies senkt auf 72 (76) Fr. – Hold
- Ypsomed: CFRA startet mit Hold - Ziel 427 Fr.
- Holcim: JPMorgan erhöht auf 87 (84) Fr. – Overweight
- Adecco: Bernstein SG erhöht auf 29 (26) Fr. – Outperform
- Lonza: Barclays erhöht auf 680 (670) Fr. – Overweight
- Zurich: Royal Bank of Canada senkt auf 650 (670) Fr. – Outperform
- Tecan: Deutsche Bank erhöht auf 176 (151) Fr. – Hold
+++
08:05
Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,23 Prozent tiefer.
Unter Druck steht vor allem Amrize. Die Titel stehen nach der Zahlenvorlage vom Donnerstagabend 5 Prozent tiefer.
Am breiten Markt, der 0,12 Prozent zurückgeht, fallen alle Titel in etwa im Einklang mit dem Gesamtmarkt.
+++
07:40
Der Dax wird am Freitag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit wenig Bewegung in den Handel starten. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex knapp im Plus bei 26'140,13 Punkten geschlossen. Für gute Stimmung an den europäischen Börsen sorgten vor allem positiv aufgenommene Konzernbilanzen.
An der Wall Street ging es hingegen nach unten. Im Mittelpunkt zum Wochenschluss steht der US-Arbeitsmarktbericht für Juli. Experten erwarten ein Plus von 80'000 Stellen, nach 57'000 im Juni. Werte weit unter 100'000 gelten für die USA als sehr niedrig. Die US-Notenbank, die für Vollbeschäftigung und Preisstabilität sorgen soll, achtet genau auf diese Entwicklung.
In Deutschland zeigen wichtige Konjunkturdaten, wie sich die Wirtschaft zum Ende des ersten Halbjahrs geschlagen hat. Für die Produktion im Juni erwarten von Reuters befragte Experten ein kleines Plus von 0,1 Prozent. Im Mai hatte es noch einen Zuwachs von 0,9 Prozent gegeben. Auch bei den Exporten dürfte die Wachstumsdynamik im Juni nachgelassen haben.
Auf der Unternehmensseite warten Anleger unter anderem auf die Bilanzen von Daimler Truck, Münchener Rück, Porsche SE, Lanxess und der Allianz. Ebenfalls am Freitag entscheidet die Hauptversammlung von Thyssenkrupp über die Abspaltung der Werkstoff-Handelstochter tk accelis. Die Zustimmung gilt als Formsache.
+++
06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,19 Prozent tiefer bei 14'510 Punkten.
+++
06:10
+++
04:55
Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Freitag vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten uneinheitlich gezeigt. Anleger erhoffen sich von dem später am Tag erwarteten US-Arbeitsmarktbericht Hinweise auf die künftige Zinspolitik der US-Notenbank (Fed). Experten rechnen für Juli mit 80.000 neuen Stellen nach 57.000 im Juni und einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent. «Da Anleiherenditen und Inflation die grössten Risiken für Aktien bleiben, gehen wir davon aus, dass gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt an den Börsen negativ aufgenommen werden», sagte Michael Feroli, Chefvolkswirt für die USA bei JPMorgan. Ein starkes Beschäftigungsplus würde die Erwartung längerfristig hoher Zinsen untermauern und für weiteren Aufwärtsdruck bei den Zinsen sorgen. Ob es im kommenden Monat zu einer Zinserhöhung kommt, gilt an den Märkten derzeit als völlig offen.
Der japanische Nikkei-Index gab um 0,9 Prozent nach. Verluste bei KI- und Chip-Aktien machten breitere Kursgewinne am Markt zunichte. Der breiter gefasste Topix legte dagegen leicht um 0,04 Prozent auf 4057,47 Zähler zu. Auf Wochensicht hat der Nikkei damit 1,2 Prozent gewonnen, der Topix 1,3 Prozent.
Auch die Aktien der SoftBank Group gaben nach, obwohl das Unternehmen die Markterwartungen für das erste Quartal übertroffen hatte. Die Titel der SoftBank Group fielen am Freitag um 4,3 Prozent. Der Technologieinvestor hatte am Donnerstag für das erste Quartal einen Gewinnrückgang um 18 Prozent gemeldet, der damit geringer ausfiel als erwartet. «Das Ergebnis hat den Marktkonsens übertroffen, lieferte aber keine Impulse, die den Aktienkurs hätten beflügeln können», sagte Naoki Fujiwara, leitender Fondsmanager bei Shinkin Asset Management.
Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans trat auf der Stelle. Der südkoreanische Kospi verlor 0,5 Prozent und verzeichnete damit die siebte Verlustwoche in Folge, während der chinesische CSI-300-Index um 0,2 Prozent zulegte.
+++
04:10
02:50
Die Spannungen im Nahen Osten trieben unterdessen die Ölpreise an. Nordsee-Öl der Sorte Brent verteuerte sich um 1,2 Prozent auf 83,46 Dollar pro Barrel (159 Liter), nachdem der Preis bereits am Vorabend um 3,8 Prozent zugelegt hatte. Auf Wochensicht zeichnete sich für Brent jedoch weiter ein Minus von 7,5 Prozent ab; der Preis blieb deutlich unter dem jüngsten Höchststand von 102 Dollar, den die Sorte vor zwei Wochen erreicht hatte.
Zuvor hatten jemenitische Huthi-Rebellen das wichtige Ölförderland Saudi-Arabien angegriffen. Die Regierung in Riad warnte, koordinierte Angriffe der Huthis und vom Iran unterstützter irakischer Milizen stünden unmittelbar bevor. Der Iran prüft zudem einen Gesetzentwurf, dem zufolge Schiffen unter der Flagge der USA, Israels und anderer als «feindlich» eingestufter Staaten die Durchfahrt durch die Strasse von Hormus verboten wäre. Bei Verstössen sieht der Entwurf Geldstrafen von bis zu 20 Prozent des Frachtwerts vor.
+++
01:10
Für den Nasdaq 100 ging es um 0,39 Prozent auf 29'373,33 Punkte nach unten. In der Tech-Branche gab es einige enttäuschende Unternehmensnachrichten, so dass in dem technologielastigen Index mehrere Werte mit prozentual zweistelligen Kursverlusten herausragten.
Die Titel von Honeywell Aerospace etwa sackten um gut 23 Prozent ab. Eine unerwartete Senkung der Prognose hatte die Anleger nur wenige Wochen nach dem Start des Zulieferers der Luftfahrt- und Rüstungsindustrie als eigenständiges Unternehmen aufgeschreckt.
Applovin, Betreiber einer Plattform für Marketing, mobile Werbung und App-Monetarisierung, hatte mit seinem Umsatz und seinem Margenausblick enttäuscht. Dies straften die Anleger mit einem Kursverlust in Höhe von fast 20 Prozent ab.
Die Aktien von Datadog büssten nach ihrer jüngsten Rally 19 Prozent ein. Hier wiesen Analysten anlässlich der Geschäftszahlen auf die hohen Erwartungen der Anleger im Vorfeld der Ergebnisse sowie auf die verhaltene Prognose des Softwareunternehmens für den Rest des Jahres hin.
Western Digital war mit seiner Prognose für den Umsatz im laufenden Quartal hinter der Markterwartung zurückgeblieben, sodass die Papiere um 13 Prozent fielen. Das Unternehmen stellt Geräte und Komponenten zur Datenspeicherung her.
Die Anteilscheine von Motorola Solutions hingegen zogen um gut acht Prozent an. Der Hersteller sogenannter intelligenter Kameras hatte die Ziele für Umsatz und Gewinn in diesem Jahr nach oben geschraubt.
Derweil stabilisierten sich die Aktien der Weltraum- und KI-Firma SpaceX nach ihrem Kursrutsch zur Wochenmitte und stiegen um gut sechs Prozent. Damit verdauten die Anleger eine nun erfolgte, erste Freigabe von Papieren aus einer gestaffelten Haltefristvereinbarung, die Insider zuvor am Verkauf der Titel gehindert hatte. Bei dieser Anlegergruppe handelt es sich vor allem um Altaktionäre und bestimmte Mitarbeiter, die so eine plötzliche Überflutung des Marktes mit Wertpapieren verhindert hatten.
Ausserhalb der Tech-Branche legten die Anteilscheine von ConocoPhillips um anderthalb Prozent zu. Der Öl- und Gasproduzent hatte im zweiten Quartal dank hoher Energiepreise deutlich mehr verdient als von Analysten im Mittel erwartet. Die Papiere von Ralph Lauren gewannen vier Prozent. Das Modeunternehmen hatte mit seinem bereinigten Gewinn je Aktie positiv überrascht.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

