11:40
Die Schweizer Börse fällt gemessen am SMI um 0,46 Prozent. Der Leitindex weist aktuell 13'160 Punkte auf. Derweil fällt der SPI um 0,36 Prozent auf 18'614 Punkte.
Nach den vier freundlichen Handelstagen der Vorwoche geht es damit erstmals wieder bergab. Dabei hatte sich das Sentiment schon am Freitag eingetrübt, die starken Schwergewichte Nestlé und Roche hielten den Gesamtmarkt vor dem Wochenende aber noch knapp im Plus. Der Start in die neue Woche wird einerseits von weiter gestiegenen Ölpreisen geprägt und andererseits von den steigenden Renditen auf Staatsanleihen, denn die jüngsten Inflationsdaten haben die Ängste vor steigenden Zinsen wieder angefacht. Der rasche Ausverkauf von Staatsanleihen in wichtigen Ländern wie etwa den USA oder in Japan und der damit verbundene Anstieg der Zinsen seien derzeit die dominante Geschichte und gleichzeitig der wichtigste Treiber der Märkte, heisst es denn auch in einer Einschätzung der Onlinebank Swissquote.
Aus dem Nahen Osten gibt es derzeit kaum erfreuliche Nachrichten zu melden. Das Gipfeltreffen vor dem Wochenende zwischen den USA und China wurde insbesondere mit Blick auf den Iran-Krieg mit Enttäuschung aufgenommen. Und am Wochenende polterte US-Präsident Donald Trump erneut mit Drohungen in Richtung Iran, die Gegendrohungen folgten auf dem Fuss.
Der Ölpreis als Sorgenbarometer hat sich derweil übers Wochenende weiter verteuert, allerdings noch nicht auf ein dramatisches Niveau. Derzeit liegt der Preis für ein Fass der Sorte Brent bei gut 110 US-Dollar, womit er immerhin wieder etwas günstiger ist als in der Spitze mit 112 Dollar. Am Freitag notierte er mehrheitlich noch unter 110 Dollar.
Die grössten Verluste erleiden aktuell Holcim (-2,5 Prozent oder -1,78 Fr.), wobei der Titel Ex-Dividende von 1,70 Fr. gehandelt wird. Am vergangenen Freitag waren die Aktien aufgrund der sich verstärkenden Konjunktursorgen bereits um über 5 Prozent eingebrochen.
Weitere baunahe oder sonst konjunktursensitive Werte wie Amrize (-1,9 Prozent), Geberit (-1,4 Prozent), Sika (-1,6 Prozent) oder Richemont (-1,6 Prozent) sowie Kühne+Nagel (-1,9 Prozent) werden ebenfalls verkauft.
Lonza (-0,8 Prozent) befinden sich nur noch knapp über dem Jahrestief bei 454,60 Franken vom März. Mit den Aktien geht es seit rund vier Wochen mehrheitlich abwärts. Eine bestätigte Kaufempfehlung durch die Deutsche Bank hilft derzeit kaum.
Die besten SMI-Werte sind Swiss Re (+0,7 Prozent) und Zurich (+0,5 Prozent). Beide Versicherer knüpfen damit an den nach einer schwächeren Phase zuletzt positiven Trend an. Im SLI ziehen auch Helvetia Baloise (+0,1 Prozent) etwas an, wogegen Swiss Life (-0,3 Prozent) leicht zurückfallen, sich damit aber ebenfalls besser als der Gesamtmarkt halten. Swiss Life wird noch in der laufenden Woche über das erste Quartal berichten.
Die ebenfalls im SLI gelisteten Sonova (+2,7 Prozent) sind derzeit am stärksten gesucht, dies nach der Publikation der Jahreszahlen 2025/26. Die Analysten loben in ersten Kommentaren vor allem die Entwicklung im Kerngeschäft mit Hörgeräten und die Margenentwicklung im zweiten Halbjahr. Auch der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr kommt bei den Experten gut an.
Im breiten Markt verlieren Bystronic (-3,3 Prozent) deutlich. Die Aktie befand sich allerdings schon davor auf einem Mehrjahrestief.
Weitere Industrieaktien wie Skan (-3,1 Prozent), Montana Aerospace (-3,1 Prozent) oder SIG (-2,7 Prozent) stehen ebenfalls auf den Verkaufslisten.
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09:45
Die Schweizer Börse sinkt gemessen am SMI um 0,73 Prozent. Der Leitindex steht bei 13'124 Punkten. Unterdessen nimmt der Swiss Performance Index (SPI) 0,59 Prozent auf 18'570 Punkte ab.
Sowohl die Vorgaben von den US-Börsen vom Freitag als auch aus Asien zum Wochenstart sind klar negativ. Dort haben enttäuschende Konjunkturdaten aus China die eh schon eingetrübte Stimmung weiter belastet. Zuletzt haben Inflationsdaten die Ängste vor steigenden Zinsen wieder angefacht, was sich in steigenden Renditen für Anleihen niedergeschlagen hat. Der rasche Ausverkauf von Staatsanleihen in wichtigen Ländern wie etwa den USA oder in Japan und der damit verbundene Anstieg der Zinsen seien derzeit die dominante Geschichte und gleichzeitig der wichtigste Treiber der Märkte, heisst es denn auch in einer Einschätzung der Onlinebank Swissquote.
Aus dem Nahen Osten gibt es derzeit kaum erfreuliche Nachrichten zu melden. Das Gipfeltreffen vor dem Wochenende zwischen den USA und China wurde insbesondere mit Blick auf den Iran-Krieg mit Enttäuschung aufgenommen. Und am Wochenende polterte US-Präsident Donald Trump erneut mit Drohungen in Richtung Iran, die Gegendrohungen folgten auf dem Fuss.
Der Ölpreis als Sorgenbarometer hat sich derweil übers Wochenende weiter verteuert. Derzeit liegt der Preis für ein Fass der Sorte Brent bei gut 111 US-Dollar, in der Spitze waren es gar 112 Dollar. Am Freitag notierte er mehrheitlich noch knapp unter 110 Dollar.
Die grössten Verluste erleiden aktuell Holcim (-3,7 Prozent oder -2,64 Fr.), wobei der Titel Ex-Dividende von 1,70 Fr. gehandelt wird. Am vergangenen Freitag waren die Aktien aufgrund der sich verstärkenden Konjunktursorgen bereits um über 5 Prozent eingebrochen.
Weitere baunahe Werte wie Amrize (-1,8 Prozent), Geberit (-1,8 Prozent) oder Sika (-1,1 Prozent) werden ebenfalls verkauft.
Nach unten geht es auch für die Schwergewichte Nestlé (-0,9 Prozent) und - wenn auch moderat - Roche (-0,3 Prozent), welche am Freitag den Gesamtmarkt noch gestützt hatten.
Gegen den Trend legen dafür Sonova (+4,0 Prozent) im SLI zu. Der Hörsystemhersteller hatte am Morgen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 vorgelegt. Analysten finden überwiegend wohlwollende Worte. Gelobt werden unter anderem die weiteren Marktanteilsgewinne bei den Hörgeräten.
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09:10
Der SMI sinkt 0,78 Prozent auf 13'117 Punkte.
Unter Druck stehen insbesondere die Bau-Werte Sika (-1,1 Prozent), Amrize (-1,8 Prozent), Geberit (-1,9 Prozent) und Holicm (-4 Prozent), wobei Holcim auch aufgrund des Dividendendabschlags (1,70 Franken) tiefer gehandelt wird. Dem gegenüber hält sich Swiss Re knapp über der Nulllinie (+0,08 Prozent).
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Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
- Julius Bär: Royal Bank of Canada erhöht auf 72 (70) Fr. – Outperform
- Schindler: Barclays erhöht auf 320 (315) Fr. – Overweight
- SGS: Kepler Cheuvreux nimmt mit Buy – Ziel 102 Fr. wieder auf
- Lonza: Deutsche Bank geht auf 656 (695) Fr. – Buy
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08:05
Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,61 Prozent tiefer.
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07:45
Aus dem Nahen Osten gibt es derzeit kaum erfreuliche Nachrichten zu melden. Am Wochenende polterte der US-Präsident erneut mit Drohungen Richtung Iran, die Gegendrohungen aus dem Iran folgten auf dem Fuss. Der zwischenzeitlich grosse Optimismus, dass der Konflikt nachhaltig vorbei sei, sei in den letzten Tagen wieder ausgeprägten Sorgen gewichen, heisst es entsprechend in einer Markteinschätzung der Commerzbank.
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07:40
Der Dax wird am Montag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex 2,1 Prozent tiefer bei 23.950,57 Punkten geschlossen.
Nach unten ging es auch an der Wall Street. Für schlechte Stimmung an den Börsen sorgte das Ausbleiben einer Annäherung im Iran-Konflikt nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in China. Das Rätseln der Anleger über die Lage im Nahen Osten dürfte auch in der neuen Woche für schwankende Aktienkurse sorgen. US-Präsident Trump hat dem Iran mit Konsequenzen gedroht, sollte die Führung nicht rasch handeln. «Für den Iran tickt die Uhr», schrieb er am Sonntag in einem Beitrag auf Truth Social. Der Iran wird indes nach Angaben eines ranghohen Parlamentariers in Kürze einen Mechanismus zur Durchquerung der Strasse von Hormus vorstellen.
Zudem reist Bundesfinanzminister Lars Klingbeil am Montag zu einem zweitägigen G7-Treffen der Finanzminister und Notenbankgouverneure nach Paris. Hauptthemen sind die aktuelle Lage der Weltwirtschaft, die Unterstützung der Ukraine sowie globale Ungleichgewichte.
Bei den Unternehmen wird die neunköpfige Jury in dem Zivilprozess des Techmilliardärs Elon Musk gegen den ChatGPT-Entwickler OpenAI voraussichtlich über ihr Urteil beraten. Zudem wollen Dell-Chef Michael Dell und Nvidia-Chef Jensen Huang auf der Veranstaltung «Dell Technologies World» eine Rede halten. Der Vortrag dürfte Einblicke in die wachsende Partnerschaft zwischen Dell und Nvidia geben.
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06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,56 Prozent tiefer bei 13'143 Punkten.
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06:10
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05:15
Anhaltende Spannungen im Nahen Osten und enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China haben die asiatischen Aktienmärkte am Montag auf Talfahrt geschickt. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,9 Prozent auf 60.843,09 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notierte 0,8 Prozent niedriger bei 3834,10 Zählern. Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 4137,49 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,2 Prozent auf 4851,66 Punkte fiel. Der südkoreanische Kospi verlor 0,1 Prozent und der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans sank um 0,9 Prozent.
In Tokio drückten Sorgen über den Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran auf die Stimmung. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg auf 2,8 Prozent – den höchsten Stand seit Oktober 1996. Grund sind Pläne der Regierung, zur Abfederung der kriegsbedingten Energiekosten neue Schulden aufzunehmen. «Die Schwierigkeiten bei den Waffenruheverhandlungen zwischen den USA und dem Iran bleiben ein Grund zur Sorge», sagte Nomura-Strategin Maki Sawada. Zu den grössten Verlierern an der Börse Tokio zählten die Marui Group mit minus 9,7 Prozent, die Mizuho Financial Group mit einem Abschlag von 7,5 Prozent und JGC Holdings , die 7,3 Prozent verloren.
In China wuchs die Industrieproduktion im April nur um 4,1 Prozent, die Einzelhandelsumsätze legten lediglich um 0,2 Prozent zu. Zudem fielen die Autoverkäufe um 21,6 Prozent und die Anlageinvestitionen schrumpften um 1,6 Prozent. Gegen den regionalen Trend stiegen in Südkorea die Aktien von Samsung Electronics um 3,5 Prozent, während der Leitindex zeitweise um 1,5 Prozent nachgab. Zuvor hatte Präsident Lee Jae Myung in den drohenden Tarifstreit eingegriffen und betont, Managementrechte müssten ebenso respektiert werden wie Arbeitsrechte, was die Streiksorgen der Anleger linderte.
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03:45
Am Währungsmarkt profitierte der Dollar als sicherer Hafen von der Risikoaversion der Anleger. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 158,89 Yen und legte leicht auf 6,8152 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7870 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1616 Dollar und zog leicht auf 0,9141 Franken an. Das britische Pfund lag bei 1,3311 Dollar und litt weiter unter der politischen Instabilität in Grossbritannien.
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02:30
Neue Drohnenangriffe im Nahen Osten und die Schliessung der Strasse von Hormus trieben die Ölpreise massiv in die Höhe. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohölsorte Brent aus der Nordsee um 1,9 Prozent auf 111,35 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 2,2 Prozent fester bei 107,74 Dollar. Analysten von Capital Economics warnten, die Schliessung der Meerenge erschöpfe die weltweiten Ölvorräte schnell. Der Goldpreis gab derweil um 0,2 Prozent auf 4527 Dollar pro Feinunze nach, da das Edelmetall von den Investoren bislang kaum als Schutz vor Inflationsrisiken gesucht wurde.
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01:00
Die wieder anziehenden Ölpreise hatten am Freitag Inflationsängste geschürt und damit die US-Börsen belastet. Die Renditen am Anleihemarkt kletterten in die Höhe, was den jüngsten Rekordlauf an der Wall Street abrupt beendete. Allgemein wurden die Ergebnisse des Gipfeltreffens zwischen den USA und China mit Blick auf den Iran-Krieg mit Enttäuschung aufgenommen. Es bleibt jetzt dabei, dass die für den Welthandel wichtige Strasse von Hormus faktisch geschlossen ist.
Die zuletzt noch im Zuge der Euphorie rund um Künstliche Intelligenz besonders stark gestiegenen, aber auch sehr konjunktursensiblen Technologiewerte verzeichneten nun Verluste. So fiel der Tech-Index Nasdaq 100 um 1,54 Prozent auf 29.125,20 Punkte.
Neben dem erneuten Anstieg des Rohölpreises hätten auch die in dieser Woche veröffentlichten Preisdaten die Furcht vor Inflation geweckt, sagte Matt Maley, Chef-Marktstratege bei Miller Tabak + Co. Der Experte verwies darauf, dass die langfristigen Renditen derzeit auf dem höchsten Niveau seit rund zwölf Monaten notieren. Dadurch sind Anleihen gegenüber Aktien attraktiver geworden. Dies hat Maley zufolge Anleger dazu veranlasst, nach der enormen sechswöchigen Aufwärtsbewegung am Aktienmarkt einige Gewinne mitzunehmen.
Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners ergänzte, auch beim Handel seien einige Vereinbarungen zwischen Washington und Peking hinter den hochgesteckten Erwartungen zurückgeblieben. So hat China nach Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump nicht wie erhofft H200-Chips von Nvidia gekauft, die speziell für generative KI entwickelt wurden. Die Chinesen hätten sich dagegen entschieden, sie wollten ihre eigenen Chips entwickeln, sagte der US-Präsident. Die Aktien von Nvidia fielen am Dow-Ende um 4,4 Prozent.
Die Titel von Applied Materials gerieten mit einem Minus von knapp ein Prozent letztlich nicht ganz so stark unter Druck wie der Gesamtmarkt. Analysten hatten den Quartalsbericht und den Ausblick des Anlagenherstellers für die Halbleiterindustrie gelobt.
In dem schwachen Umfeld gaben die Anteilscheine von Cerebras Systems um fast 13 Prozent auf knapp 280 US-Dollar nach. Am Donnerstag hatten sie inmitten des KI-Booms einen fulminanten Börsenstart hingelegt. Die Aktien des Rechenzentren-Betreibers und Chipherstellers für KI-Anwendungen hatten knapp 70 Prozent über ihrem Ausgabepreis von 185 Dollar geschlossen.
Gegen den Trend gewannen Microsoft am Freitag mehr als 3 Prozent. Der Hedgefonds Pershing Square des Investors Bill Ackman hatte eine neue Beteiligung an dem Software-Konzern aufgebaut. Ackman sagte, Microsoft sei stärker und widerstandsfähiger, als die Anleger glaubten. Der cloudbasierte Abo-Dienst Microsoft 365, zu dem die Office-Programme Word und Excel gehören, sowie der Clouddienst Azure seien «zwei der wertvollsten Geschäftsbereiche im Bereich der Unternehmenstechnologie».
Die Aktien von Figma schnellten gar um gut 13 Prozent nach oben. Das Kreativ-Softwareunternehmen hatte mit seinem ersten Quartal die Erwartungen übertroffen und seine Jahresziele angehoben. Laut Analysten sind mit den Zahlen Bedenken hinsichtlich KI-bedingter Verwerfungen gemildert worden.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

