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An dieser SMI-Aktie beisst sich selbst die UBS die Zähne aus

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Die UBS zeigt bei Logitech und Georg Fischer, wie sehr sie mit ihren Umstufungen die Kurse bewegen kann. Eine Aktie aus dem SMI fällt allerdings aus dem Muster.

aktualisiert um 11:48
Von cash Insider
Alcon-CEO David Endicott.

Alcon-Chef David Endicott.

Quelle: zVg

Der cash Insider berichtet auch im Insider Briefing jeweils vorbörslich von brandaktuellen Beobachtungen rund um das Schweizer Marktgeschehen und ist unter @cashInsider auch auf X/Twitter aktiv.

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Am letzten Freitag berichtete ich beinahe schon poetisch, dass die UBS immer öfter die «Aktienkurse tanzen lässt». Ich spielte damit einmal mehr auf die geballte Marktmarkt an, über welche die grösste Schweizer Bank spätestens seit der Rettung und Integration der Credit Suisse verfügt. Sprechen die hauseigenen Analysten eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung aus, dann ist der betroffenen Aktie eine grössere Kursbewegung so gut wie sicher.

Das zeigt sich auch am heutigen Mittwoch wieder. Im Zuge einer Heraufstufung von «Sell» auf «Neutral» - wenn auch bei einem tieferen Zwölf-Monats-Kursziel von 44 (zuvor 47) Franken sorgt der UBS-Analyst Joern Iffert bei den Aktien von Georg Fischer für Rückenwind. Zeitweise notieren die Valoren des Schaffhauser Industrie-Urgesteins vier Prozent höher. Die Aktien von Logitech geben nach einer Herunterstufung von «Buy» auf «Neutral» bei einem Zwölf-Monats-Kursziel von 80 (zuvor 88) Franken durch denselben Experten zur Stunde um fast sechs Prozent nach. Iffert warnt vor einer Übersättigung im lukrativen Markt für Gaming-Zubehör genauso wie vor steigenden Promotionskosten.

An gewissen Tagen reicht sogar bloss eine Kurszielanpassung durch die UBS aus, um die Aktienkurse zu bewegen. Mich beeindruckt diese Marktmacht immer wieder aufs Neue...

Gerade an Alcon beisst man sich bei der Grossbank allerdings gehörig die Zähne aus. Seit Jahren lässt der Londoner Analyst Graham Doyle – zumindest gefühlt – keine Gelegenheit aus, um seiner Kaufempfehlung für die Aktien des Ophthalmologieunternehmens Nachdruck zu verleihen. Und das meist mit ziemlich überblickbarem Erfolg, wenn es darum geht, den Valoren endlich wieder Leben einzuhauchen.

Für die Logitech-Aktien geht es am Mittwoch kräftig nach unten (Quelle: www.cash.ch)

Auch die neuste Unternehmensstudie aus der Feder Doyles, sie ist immerhin 19 Seiten stark, liest sich wieder wie eine Liebeserklärung ans Unternehmen. Darin räumt der Analyst zwar ein, dass die Enttäuschung über die zweimalige Reduktion der letztjährigen Finanzziele aus Anlegersicht noch immer tief sitzt. Mit Blick auf die nächsten 18 Monate geht er nun aber von einer Mischung aus positiven Zahlenüberraschungen sowie einer Erhöhung der diesjährigen Finanzziele genauso wie der Mittelfristziele aus. Doyle macht dabei gleich mehrere potenzielle Wachstumstreiber aus und fühlt sich sowohl in seiner Kaufempfehlung als auch im 95 Franken lautenden Zwölf-Monats-Kursziel bestärkt. Er wähnt Alcon unter den grosskapitalisierten Medizinaltechnikunternehmen denn auch in der Favoritenrolle.

Dass diese Worte der Aktienkursentwicklung herzlich wenig helfen, dürfte einerseits mit der hartnäckigen Schwäche bei den Medizinaltechnikvaloren, andererseits aber auch mit der gescheiterten Übernahme der amerikanischen Lensar zu tun haben. Zu gross war der Widerstand der dortigen Wettbewerbshüter selbst knapp ein Jahr nach Bekanntwerden der Transaktion. Es ist nach Staar Surgical bereits die zweite Niederlage für das Unternehmen – wenn auch aus anderen Gründen.

Regelmässige Leserinnen und Leser meiner Kolumne dürften sich vermutlich noch erinnern, dass die UBS im Januar letzten Jahres schon einmal mit einer Alcon-Studie für Gesprächsstoff sorgte. Hohe Wellen warf damals insbesondere eine Aussage, wonach der Autor den Aktien des Ophthalmologieunternehmens bis in 12 Monaten um 50 Prozent höhere Kurse und bis in 24 Monaten sogar um 70 Prozent höhere Kurse zutraue.

Die Aktienkursbilanz der letzten 12 Monate bei Alcon ist ernüchternd (Quelle: www.cash.ch)

Da der Unternehmensstudie eine taktische Kaufempfehlung aus den Handelsräumen der Grossbank vorausging, begegnete ich diesen Aussagen einst mit folgenden Worten:

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass die taktische Kaufempfehlung schon kurze Zeit später bei Kursen um die 80 Franken mit einem überschaubaren Gewinn von gerade einmal etwas mehr als sechs Prozent wieder glattgestellt würde.

In den letzten Tagen waren die Aktien von Alcon zeitweise sogar für weniger als 60 Franken zu haben. Die zahlreichen Enttäuschungen der vergangenen 12 Monate haben tiefe Spuren in der Kursentwicklung hinterlassen. Mittlerweile lehnt sich der UBS-Analyst bei seinen Kursprognosen für die einstige Novartis-Tochter denn auch nicht mehr ganz so weit aus dem Fenster...

Der cash Insider nimmt Marktgerüchte sowie Strategie-, Branchen- oder Unternehmensstudien auf und interpretiert diese. Marktgerüchte werden bewusst nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Gerüchte, Spekulationen und alles, was Händler und Marktteilnehmer interessiert, sollen rasch an die Leser weitergegeben werden. Für die Richtigkeit der Inhalte wird keine Verantwortung übernommen. Die persönliche Meinung des cash Insiders muss sich nicht mit derjenigen der cash-Redaktion decken. Der cash Insider ist selber an der Börse aktiv. Nur so kann er die für diese Art von Nachrichten notwendige Marktnähe erreichen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen an die Leserschaft dar.
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