Neu entfachte Zinsspekulationen nach dem Scheitern der US-Iran-Friedensgespräche und dem anschliessenden Ölpreissprung beflügeln die US-Devise. Der Dollar-Index rückte am Montag um rund ein halbes Prozent auf 98,963 Punkte vor. Im Gegenzug gaben Gold, Silber sowie Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether zwischen einem und zwei Prozent nach. «Sobald die Ölpreise über 100 Dollar steigen, richtet sich die Aufmerksamkeit schnell auf mögliche Zinserhöhungen der Zentralbanken, um die Inflation einzudämmen», erläuterte Tim Waterer, Chefanalyst beim Broker KCM.
Die Erwartung höherer Zinsen macht es für globale Investoren attraktiver, ihr Geld in den USA anzulegen. Dafür müssen sie US-Dollar kaufen, was dessen Wert steigert. Zugleich investieren sie eher in verzinste Anlagen, statt Gold und Bitcoin zu kaufen, die keine Zinsen abwerfen. Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee und US-Leichtöl WTI verteuerten sich am Montag um jeweils rund acht Prozent und machten damit den Grossteil ihrer Verluste aus der vergangenen Woche wett. Nach oben trieb die Preise die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, nach den gescheiterten Friedensgesprächen den Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus von und zu iranischen Häfen zu unterbinden.
(Reuters)
