+++Coronavirus-Update+++ - Coronavirus: 92 neue Infektionen in der Schweiz - BAG überprüft Passagierlisten auf Einhaltung der Quarantänepflicht – Seuchenexperte Fauci fordert einheitliche Masken-Regelung in den USA

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
17.07.2020 20:55
US-Virologe Anthony Fauci.
US-Virologe Anthony Fauci.
Bild: imago images / ZUMA Wire

Zum Coronavirus-Update von cash.ch für den Samstag, 18. Juli, geht es hier

18:27

In den USA schaltet sich Seuchenexperte Anthony Fauci in den Streit über eine Maskenpflicht ein. Der Regierungsberater fordert führende Politiker einzelner Bundesstaaten und Städte auf, ihre Bürger so nachdrücklich wie möglich zum Tragen von Masken zu drängen. Trotz Rekord-Neuinfektionen finden die USA beim Mund- und Nasenschutz bisher keine gemeinsame Linie. Derzeit gilt in etwa der Hälfte der Bundesstaten eine Maskenpflicht, und innerhalb der Bundesstaaten gibt es Streit darüber: So verklagte der Gouverneur von Georgia, Brian Kemp, die Bürgermeisterin der Hauptstadt Atlanta, Keisha Lance Bottoms, weil diese eine Maskenpflicht erlassen hatte.

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18:10

Königin Elizabeth II. hat den 100-jährigen Kriegsveteranen Tom Moore für seinen Spendenlauf in der Corona-Krise zum Ritter geschlagen. Moore hatte am Rollator 100 Runden im eigenen Garten zurückgelegt und damit umgerechnet fast 36 Millionen Euro (33 Millionen Pfund) Spenden eingesammelt. Das Geld kam Mitarbeitern des Gesundheitssystems zugute, und Moore wurde mit seinem Durchhaltevermögen für viele Briten zum Vorbild in der Krise. Die 94-jährige Queen nutzte bei der Zeremonie auf Schloss Windsor das traditionell für den Ritterschlag vorgesehene Schwert.

 

 

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17:35

Die Europäische Union verhandelt Insidern zufolge mit mehreren Pharma- und Biotech-Unternehmen über Vorkaufsrechte für potenzielle Impfstoffe gegen Covid-19. Es handelt sich um Moderna, Sanofi, Johnson&Johnson sowie die Biotechfirmen BioNtech und CureVac, wie aus den EU-Kreisen verlautet. Die EU-Kommission habe die EU-Gesundheitsminister bei ihrem Treffen am Donnerstag in Berlin darüber informiert.

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16:55

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat angekündigt, die Einhaltung der Quarantänepflicht von Einreisenden stichprobenartig zu kontrollieren. Pro Woche werden die Passagierlisten von 20 bis 30 in der Schweiz ankommenden Flügen überprüft.

"Das BAG sorgt für eine gewisse Qualitätskontrolle bei der Quarantänepflicht und stellt die triagierten Informationen den Kantonen zu", sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG, am Freitag in Bern vor den Bundeshausmedien. Damit könnten auch die Kantone mit Stichproben kontrollieren, ob sich die Personen bei den kantonalen Stellen gemeldet haben und ob sie sich in Quarantäne befinden.

Den ausführlichen Beitrag finden Sie hier.

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15:45

Nach einem starken Anstieg der Corona-Infektionen setzt die israelische Regierung erneut auf Lockdown-Massnahmen. Einem Beschluss des Kabinetts zufolge gelten die Regelungen künftig landesweit an Wochenenden. Ausgangsbeschränkungen soll es vorerst nicht geben, dafür müssen aber Geschäfte, Einkaufszentren, Freiluftmärkte, Büchereien, Museen und Touristenattraktionen geschlossen bleiben. Ausgenommen sind Lebensmittelläden und Apotheken. Ab kommendem Wochenende dürfen auch Strände nicht mehr betreten werden.

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15:30

Die Reproduktionsrate in der Bretagne hat sich innerhalb weniger Tage stark erhöht. Daten der Regierung zufolge stieg die Rate zwischen dem 10. und 14. Juli in der bei Touristen beliebten Region auf 2,62 von zuvor 0,92.

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14:30

Angesichts der immer dramatischeren Tageszahlen an Corona-Infizierten in den USA hat der führende Gesundheitsexperte Anthony Fauci dringend zum Tragen einer Maske aufgerufen.

Die Lage sei mit Zuwächsen von täglich mehr als 60'000 Infizierten ernst und müsse sehr überzeugend angegangen werden, sagte er in einem Videochat mit Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Donnerstag (Ortszeit). Wenige Stunden später gab die Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Freitagmorgen (MESZ) mit rund 77'300 gemeldeten Fällen einen neuen Höchststand an Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden bekannt.

Mehr zum Thema gibt es hier.

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14:00

Der Kanton Zürich greift durch. Wer Ferien in einem Coronavirus-Risikogebiet macht, muss sich bei der Rückkehr via Online-Formular bei der Zürcher Gesundheitsdirektion melden und für zehn Tage in Quarantäne. Bei Verstössen werden bis zu 10'000 Franken fällig.

Die Gesundheitsdirektion rät Zürcherinnen und Zürchern davon ab, in Risikogebiete zu reisen, wie der Kanton am Freitag mitteilte. Erklärungen zur Quarantäne und das Online-Formular sind auf Deutsch, Englisch, Albanisch, Serbisch und Spanisch aufgeschaltet.

Damit die Quarantäne auch eingehalten wird, kontrolliert die Gesundheitsdirektion die gemeldeten Personen stichprobenartig. Ausserdem geht sie eingegangenen Meldungen zu vermuteten Quarantäneverstössen nach.

Den ausführlichen Beitrag finden Sie hier.

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13:35

Bei einer Stichprobe von Atemschutzmasken sind über 60 Prozent der getesteten Produkte durchgefallen. Die Schweizerische Unfallversicherung (Suva) und die Schweizerische die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) eröffnen nun Verfahren gegen Importeure und Händler.

Bei der Untersuchung ging es um die an ihrer gewölbten Form erkennbaren FFP-Atemschutzmasken. Diese schützen Personen vor Stäuben, Gasen, Dämpfen oder Aerosolen, die gesundheitsschädliche Stoffe oder Mikroorganismen enthalten. Die Masken werden im Bau, in der Landwirtschaft, im Gesundheits- aber auch im Hobbybereich verwendet.

Die Atemschutzmasken dürften nicht mit den rechteckigen Hygienemasken verwechselt werden, hiess in einer gemeinsamen Mitteilung von Suva und BfU vom Freitag. Für deren Kontrolle sei das Heilmittelinstitut Swissmedic zuständig.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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12:20

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb eines Tages 92 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden.

Am Donnerstag waren 142 neue bestätigte Fälle gemeldet worden, am Mittwoch 132, am Dienstag 70, am Montag 63, am Sonntag 85 und am Samstag 108. Insgesamt gab es bisher 33'382 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das BAG am Freitag mitteilte.

Bisher starben gemäss den Angaben 1688 Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet worden waren. Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gerechnet entspricht das 19,6 Opfern. Das BAG bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis am Freitagmorgen übermittelt haben. Insgesamt mussten seit Beginn der Pandemie 4116 Personen hospitalisiert werden, im Vergleich zum Vortag sind das vier mehr.

In Isolation aufgrund der Kontaktrückverfolgung waren mit Stand Freitagmittag 630 Personen, wie das BAG weiter mitteilte. In Quarantäne sassen 2328 weitere Menschen. Die Zahlen stammen aus 25 der 26 Kantone und aus dem Fürstentum. Das Bundesamt aktualisiert sie mindestens am Mittwoch und Freitag.

Nach einer wöchentlichen Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA aufgrund der Daten auf den Internetseiten der Kantone starben in Zusammenhang mit Covid-19 bis am Freitagmittag 1969 Menschen, drei mehr als in der Vorwoche. Neunzehn Kantone hatten ihre Daten jedoch zuletzt am Donnerstag oder noch früher aktualisiert. Mit dem Coronavirus infiziert waren gemäss diesen Daten 33'221 Personen.

Die Zahl der durchgeführten Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger von Covid-19, beläuft sich bisher auf insgesamt 715'487. Bei 5,6 Prozent dieser Tests fiel das Resultat positiv aus.

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11:00

Nach einem starken Anstieg der Corona-Infektionen hat die israelische Regierung in der Nacht zum Freitag eine Reihe von Schutzmassnahmen wieder eingeführt. Unter anderem wurden Versammlungen von mehr als zehn Personen in geschlossenen Räumen und mehr als 20 Personen im Freien verboten. Ob sich dies auch auf Religionsgemeinschaften bezieht, konnte vorerst nicht geklärt werden, wie unter anderem die "Times of Israel" berichtete. Ministerien schliessen für den Publikumsverkehr, Kontakte sind demnach nur noch Online möglich.

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09:00

Der grösste Betreiber einer Flotte von Boeing 747, British Airways, zieht das legendäre Flugzeug aus dem Verkehr. Der so genannte Jumbo-Jet, der erstmals 1970 flog und mehrfach überarbeitet wurde, rentiert sich angesichts der schweren Airline-Krise als Folge der Coronavirus-Pandemie nicht mehr. "Es ist unwahrscheinlich, dass unsere wundervolle 'Königin der Lüfte' jemals wieder kommerzielle Flüge absolvieren wird", teilte die Airline mit, die zum Luftfahrtkonzern International Consolidated Airlines Group (IAG) gehört. 

British Airways hat noch 31 Jumbos in der Flotte. Das Flugzeug verband London mit den grossen Metropolen der Welt. Andere Airlines wie Qantas und KLM habe ihre Boeing 747 ebenfalls vor kurzem ausser Dienst gestellt. In der Schweiz schaffte die Swissair das Flugzeug schon 1998 ab. Nachdem die Nachfrage nach dem grossen, vierstrahligen Flugzeug schon seit Jahren schwach ist, wird Boeing die Produktion des Flugzeuges wohl einstellen. Auch der Konkurrent von Airbus, der A380, wird nicht mehr gebaut.

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06:55

Die Grenzen der USA mit Mexiko und Kanada sollen bis mindestens zum 20. August wegen der Corona-Krise weitgehend geschlossen bleiben. Das teilten die US-Botschaften in beiden Nachbarländern am Donnerstag mit. Auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau twitterte, eine Verlängerung der Beschränkungen um weitere 30 Tage sei vereinbart worden. Mexikos Aussenministerium hatte bereits zwei Tage zuvor erklärt, dem nördlichen Nachbarland diesen Schritt mit Blick auf die aktuelle Entwicklung bei der Ausbreitung des Coronavirus vorgeschlagen zu haben.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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06:40

Wie die Tageszeitung Blick hier berichtet, droht Schweizer Touristen bei 29 Ländern eine Quarantäne bei der Rückkehr. Darunter sind die USA, Südafrika, Kosovo oder Schweden.

Wenn ein Land 60 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner in den letzten zwei Wochen hat, kommt es auf die Risiko-Liste des Bundes. Auf diesen Grenzwert haben sich der Bundesrat und das Bundesamt für Gesundheit geeinigt.

Wer dort trotz Corona Urlaub macht, muss, sobald wieder zurück in der Schweiz, zehn Tage in Quarantäne.

Anfang August könnte die Liste nun noch länger werden. Dann wird die Risiko-Einschätzung aktualisiert. Für 15 Länder sieht es momentan nicht gut aus, wie das SRF hier berichtet. Unter den Risiko-Kandidaten befinden sich folgende Länder: Äquatorialguinea, Bosnien und Herzegowina, Costa Rica, Ecuador, Guatemala, Jungferninseln (USA), Kasachstan, Kirgistan, Luxemburg, Puerto Rico, Malediven, Mexiko, Montenegro, Seychellen, Vereinigte Arabische Emirate.

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05:30

In Deutschland steigt die Zahl der festgestellten Infektionen um 583 auf 200'843, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um vier auf 9082 zu.

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04:30

Die US-Regierung will europäische Studierende von den Corona-Reisebeschränkungen ausnehmen. Das gibt das amerikanische Aussenministerium bekannt. Zudem solle es Ausnahmen für einige Au-pairs und Familienmitglieder von Visa-Inhabern geben. Der Schritt ist Teil der US-Bemühungen, den internationalen Reiseverkehr nach den massiven Beschränkungen wegen der Corona-Krise wieder allmählich zu öffnen. US-Präsident Donald Trump hatte im März die Einreise von Personen aus den meisten europäischen Ländern wegen der steigenden Zahl an Neuinfektionen untersagt.

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03:30

Die Vereinten Nationen (UN) fordern in der Coronakrise weitere Milliarden-Hilfen von reichen Ländern. Die bisherige Unterstützung für arme Staaten sei bislang "äusserst unangemessen und kurzsichtig" gewesen, erklärte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock. Die G20-Länder sollten jetzt mehr auf den Tisch legen, sonst müssten sie später einen hohen Preis zahlen. Die Pandemie drohe Konflikte, Hunger, Armut und andere schwere Krankheiten weiter zu verschärfen. Bislang hätten die UN lediglich 1,7 Milliarden Dollar erhalten. Sie brauchten jedoch für die Corona-Hilfe in armen Ländern im laufenden Jahr rund 10,3 Milliarden Dollar. Mit dem Geld sollen Gesundheitsprojekte und andere humanitäre Programme vor allem in Afrika und Südamerika finanziert werden.

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03:00

Das mexikanische Gesundheitsministerium bestätigt innerhalb eines Tages 6406 Neuinfektionen und 668 weitere Todesfälle. Insgesamt sind in Mexiko nach offiziellen Angaben 324'041 Menschen mit dem Virus infiziert und 37'574 Personen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Regierung in Mexiko-Stadt geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Erkrankten wahrscheinlich deutlich höher liegt als die bestätigten Fälle.

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02:40

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen in den USA steigt nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters auf einen Rekordwert. Demnach wurden am Donnerstag 75'255 neue Fälle registriert. Der bisherige Höchstwert betrug 69'070 am vergangenen Freitag. Im Juni legten die täglichen Neuinfektionen im Durchschnitt um 28'000 zu. Im Juli waren es bereits 57'625. Der US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci hatte vor kurzem davor gewarnt, dass die USA die Schwelle von 100'000 täglichen Neuinfizierten mit dem Coronavirus überschreiten könnten, sollten die Amerikaner keine Masken tragen und keinen Mindestabstand halten.

Einen umfangreichen Bericht finden Sie hier.

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02:20

China meldet zehn neue Covid-19-Erkrankungen. Neun davon seien auf Einreisende aus Übersee zurückzuführen, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Für den Vortag hatten die Behörden nur eine Infektion gemeldet. In Peking habe sich den elften Tag in Folge niemand infiziert. Die Gesamtzahl der Covid-19-Fälle in China liegt nun bei 83'622, während die Zahl der Todesfälle unverändert bei 4634 bleibt.

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02:00

Die US-Seuchenbehörde CDC verlängert das Verbot für Kreuzfahrtschiffe. Die Massnahme solle nun bis Ende September gelten, teilt die CDC mit. Mitte März hatte die Behörde das Auslaufen der Touristenschiffe zunächst bis zum 24. Juli untersagt. Mit dem Schritt soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden. Die Corona-Krise trifft die Kreuzfahrtindustrie hart.

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00:50

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 45'403 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 2,012 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 1322 auf 76'688 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

Einen vollständigen Bericht finden Sie hier.

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Die Übersicht der Johns-Hopkins-Universität zu der weltweiten Verbreitung der Coronavirus-Fälle findet sich hier.

 

(cash/Reuters/SDA/AWP/Bloomberg)