Für das vierte Quartal gab der spanische Telekom-Konzern Telefonica jedoch einen Anstieg des Betriebsergebnisses bekannt. Hier profitierte er von einem starken Spanien- und Brasiliengeschäft. Die Deutschland-Tochter litt dagegen erneut unter der Abwanderung von Kunden des deutschen Mobilfunkers 1&1.
Dadurch schrumpfte der Gesamtumsatz von Telefonica Deutschland nach Angaben vom Dienstag um 3,8 Prozent auf 8,17 Milliarden Euro. Die Service-Erlöse hätten um 5,7 Prozent auf 5,48 Milliarden Euro nachgegeben. In der Folge sei der operative Gewinn um 8,8 Prozent auf 2,48 Milliarden Euro geschrumpft.
1&1, die Tochter von United Internet, hatte sich vor einigen Jahren von Telefonica getrennt. Der Mobilfunker nutzt in den Gebieten, in denen er bislang über kein eigenes Netz verfügt, mittlerweile die Sendemasten von Vodafone. Inzwischen kursieren jedoch Gerüchte über eine Fusion von Telefonica Deutschland mit 1&1. 1&1-Chef und -Mehrheitsaktionär Ralph Dommermuth hat diesen Spekulationen in einem Zeitungsinterview unlängst eine Absage erteilt.
Im vierten Quartal steigerte Telefonica den operativen Konzerngewinn währungsbereinigt um 2,8 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Das Geschäft auf dem spanischen Heimatmarkt habe sich so stark entwickelt wie zuletzt 2018. Die Brasilien-Tochter sei um 7,1 Prozent gewachsen. Für 2026 stellte Telefonica einen Anstieg des Betriebsergebnisses um 1,5 bis 2,5 Prozent in Aussicht. Der Free Cash Flow, der als Gradmesser für die Dividendenhöhe gilt, werde um 45 Prozent auf rund drei Milliarden Euro wachsen.
«Wir haben 2025 geliefert und werden dies 2026 fortsetzen», sagte Konzernchef Marc Murtra. «Wir befinden uns inmitten einer Transformation und sehen heute erste Ergebnisse, die uns optimistisch stimmen.» Bei Anlegern kam der Ausblick gut an. Telefonica-Aktien stiegen an der Börse Madrid um 2,6 Prozent.
(Reuters)

