18 Europa-Aktien für das Jahr 2014

Eine grosse und einflussreiche US-Bank nennt ihre europäischen Aktienfavoriten für die kommenden zwölf Monate. Aus der Schweiz hat es ein Unternehmen auf die Liste geschafft.
09.12.2013 04:00
Von Lorenz Burkhalter
Novartis schafft es als einziges Schweizer Unternehmen unter die europäischen Aktienfavoriten der Citigroup.

Kaum eine andere Bank zeigt sich derart optimistisch für das nächste Jahr wie Citigroup: 2014 rechnen deren Analysten für Europa mit einem Gesamtmarkt, der abermals gegen 20 Prozent zulegen könnte.

Die Grossbank argumentiert diese Annahme gleich mit vier Argumenten: Anhaltendes Wirtschaftswachstum in Europa, wachsende Unternehmensgewinne, "supergünstige" Aktien in Relation zu anderen Anlageklassen, sowie eine weiterhin steigende Nachfrage nach Dividendenpapieren.

Aus diesem Grund hat Citigroup eine Liste mit Titeln zusammengestellt, mit denen Anleger von der nächsten Kursrally am besten profitieren können. "18 Aktien, die man 2014 haben muss", lautet das Fazit der Aktienanalysten im Bericht. 

Mit Novartis findet allerdings nur gerade ein einziges Schweizer Unternehmen Einzug in die Liste. Positiv wird beim Pharma-Riesen bewertet, dass die Pipeline aus Sicht der Citigroup vom Markt unterbewertet werde. Insbesondere das Potenzial des LCZ696, das sich in Phase-III-Tests befindet und gegen chronisches Herzversagen wirksam sein soll, schätzt Citigroup deutlich höher als der Markt ein. Und als dritten Grund gibt die Bank den neuen VR-Präsidenten Jörg Reinhardt an. Er soll das laut Citigroup längst fällige Reinemachen im Verwaltungsrat vorantreiben.

Allesamt Unternehmen mit soliden Bilanzen

Neben Novartis setzt sich die Preferred-Stocks-Liste von Citigroup zusammen aus dem Getränkehersteller ABInbev, den Finanzinstituten Axa, Barclays, BNP Paribas, ING und Danske Bank sowie den Unternehmen Adidas, Aviva, BG Group, Continental, Essilor, Linde, Kering, Renault, Rio Tinto, Shire und Siemens.

Dass die Citigroup auf Aktien von Unternehmen mit einer soliden Bilanz setzt, hat einen Grund: Sie sieht darin einen Vorteil bei der Schaffung von Aktionärswerten. Die noch immer tiefen Zinsen erlaube es den Unternehmen, günstig neues Fremdkapital aufzunehmen und dieses über Dividenden oder Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückzuführen. Die US-Bank sieht auch die Möglichkeit von Aktionärswerte schaffenden Firmenübernahmen.

Auch die auf den Bereichen Banken, Versicherungen, Reise/Freizeit, Automobile und Technologie liegenden Branchenpräferenzen lässt die Citigroup in die Wahl der Aktienfavoriten einfliessen. Diese Bereiche würden im kommenden Jahr vom freundlicheren Wirtschaftsumfeld profitieren und dadurch in den Genuss eines überdurchschnittlich hohen Gewinnwachstums kommen, so ist sich die US-Bank sicher.

Risiken sieht die Citigroup einzig in Form eines schneller als befürchteten Zinsanstiegs oder eines erneuten Rückschlags in eine Rezession.