So strebt Adidas bis 2028 weitere Zuwächse bei Umsatz und Gewinn an, wie das Unternehmen am Mittwoch in Herzogenaurach mitteilte. Im laufenden Jahr soll der Umsatz währungsbereinigt im hohen einstelligen Prozentbereich steigen. In absoluten Zahlen wäre dies ein Plus von 2 Milliarden Euro.
2025 waren die Erlöse der Marke Adidas währungsbereinigt um 13 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis soll sich von knapp 2,1 Milliarden auf rund 2,3 Milliarden Euro verbessern. Das lag unter den Erwartungen der Analysten. Allerdings dürften Zölle und Währungseffekte den Gewinn mit 400 Millionen Euro belasten.
Adidas setzte sich zudem mittelfristige Ziele und geht von einem starken strukturellen Wachstum der Sportartikelbranche aus. Bis 2028 soll der Umsatz daher pro Jahr währungsbereinigt ebenfalls im hohen einstelligen Prozentbereich steigen und das Betriebsergebnis sich im Schnitt im mittleren Zehner-Prozentbereich pro Jahr verbessern.
Aktionäre können sich über höhere Rückflüsse in Form von höheren Dividenden und weiteren Aktienrückkäufen freuen. So sollen 2027 und 2028 jeweils Papiere im Wert von bis zu einer Milliarde Euro zurückgekauft werden, wenn die Bedingungen es zulassen, so Adidas. Für das laufende Jahr hat Adidas bereits ein Programm in dieser Höhe angekündigt.
Wechsel im Aufsichtsrat
Der ägyptische Unternehmer Nassef Sawiris soll im Mai neuer Aufsichtsratschef von Adidas werden. Der 65-Jährige wurde als Nachfolger des scheidenden Bertelsmann-Chefs Thomas Rabe nominiert, der sein Amt zur Hauptversammlung am 7. Mai aufgibt, wie Adidas am Mittwoch mitteilte. Sawiris sitzt seit 2016 im Aufsichtsrat des fränkischen Sportartikelriesen und ist seit dem vergangenen Jahr offiziell Stellvertreter Rabes. Über seine Familienholding NNS hält Sawiris nach LSEG-Daten 3,13 Prozent an Adidas.
Rabe hatte seinen Rückzug in Herzogenaurach eigentlich schon für 2025 angekündigt, dann aber noch einmal um ein Jahr verlängert - gegen den Widerstand zahlreicher Grossaktionäre, die ihm vorwarfen, die Suche nach einem Nachfolger verschleppt zu haben. Für Rabe soll ein weiterer Medienmanager in den Adidas-Aufsichtsrat einziehen: Axel-Springer-Vorstandschef Matthias Döpfner.
Der von Rabe vor gut drei Jahren als Nachfolger von Kasper Rorsted vom Rivalen Puma geholte Vorstandschef Björn Gulden bekommt einen neuen Fünf-Jahres-Vertrag. Seine Bestellung sei bis Ende 2030 verlängert worden, teilte das Unternehmen weiter mit. «Unter seiner Leitung hat Adidas in einem herausfordernden Umfeld grossartige operative und finanzielle Fortschritte erzielt und ein starkes Fundament für zukünftiges nachhaltiges Umsatz- und Gewinnwachstum gelegt», erklärte Rabe.

