Banken - Rang 1 bis 80: Das sind die grössten Finanzinstitute der Schweiz

Mit einer Bilanzsumme von 1,02 Billionen Franken bleibt die Branchenführerin UBS die grösste Bank der Schweiz. Die Tabelle.
19.07.2022 10:00
Von Florian Fels, Markus Köchli und Kurt Bahnmüller
Das «Königreich der drei Schlüssel»: UBS-Logo und Schriftzug der Bank am Sitz in Frankfurt am Main.
Das «Königreich der drei Schlüssel»: UBS-Logo und Schriftzug der Bank am Sitz in Frankfurt am Main.
Bild: imago images / Norbert Neetz

Für die meisten der 228 Banken mit einer Schweizer Banklizenz war 2021 ein gutes Jahr, zumindest mit Blick auf die Bilanzsummen. Die wuchsen nämlich laut der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im Jahresvergleich insgesamt um 2,4 Prozent auf rund 3,9 Billionen Franken.

Die Hypothekarforderungen legten dabei um 3,7 Prozent zu und betrugen 1,17 Billionen Franken, während die Kundeneinlagen um kräftige 4,9 Prozent auf 2,22 Billionen kletterten. 

Raiffeisen top, BKB ein Flop

Beim Gewinn gab es Einbussen: Der Bankensektor machte zwar auf Konzernebene insgesamt 15,7 Milliarden Franken Gewinn, das waren aber 6,8 Prozent – weniger als im letzten Jahr. Das schlechte Abschneiden war aber fast ausschliesslich der Credit Suisse zuzurechnen.

Während die UBS im vergangenen Jahr ihren Gewinn erhöht hatte, musste die Credit Suisse bekanntlich nach Grosspannen und einem massiven Abschreiber einen Verlust von 1,6 Milliarden Franken ausweisen.

Top 5 und Flop 5 

Die Gewinner und Verlierer unter den Top 30. Veränderung der Bilanzsumme (in Prozent).

Im Ranking der Bilanzsummen der Schweizer Banken, das die "Handelszeitung" zusammen mit Dun & Bradstreet erstellt hat, blieben die Spitzenpositionen unverändert.

Mit einer Bilanzsumme von 1,02 Billionen Franken blieb die Branchenführerin UBS über der Billionengrenze, die letztes Jahr erstmals erreicht wurde. Hauptsächlich aufgrund von Währungsdifferenzen sank die Bilanzsumme um 3,3 Prozent.

Die Probleme der Credit Suisse zeigen sich auch im deutlichen Rückgang der Aktiva um 7,7 Prozent. Am meisten zugelegt unter den zehn grössten Schweizer Banken hat Raiffeisen.

Im Schatten des schlagzeilenträchtigen Prozesses ihres ehemaligen CEO Pierin Vincenz legte ihre Bilanz-summe um fast 10 Prozent zu. Damit bleibt Raiffeisen die Nummer drei in der Schweiz vor der Zürcher Kantonalbank (+4,8 Prozent) und der Postfinance (+3,6).

Die Top-Listen

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Sehr gut lief es im abgelaufenen Jahr für die Kantonalbanken. Bis auf die Basler Kantonalbank konnten alle in ihrer Bilanzsumme zulegen. Die Basler verloren aufgrund einer Reduktion im Handels-geschäft 1,8 Prozent, was reichte, um sie von Platz acht auf Platz zehn abrutschen zu lassen.

Die Banque Cantonale Vaudoise und die Migros Bank zogen vorbei.

Ganz beachtliche Zuwächse verbuchten einige Privatbanken. Pictet (+7,9 Prozent), Safra Sarasin (+11,4) oder Lombard Odier (+23,5) gehörten zu den Jahres-gewinnern.

Offensichtlich hatten viele vermögende Kundinnen und Kunden während der Pandemie mehr Zeit, sich um ihre Portfolios zu kümmern. Zusammen mit den steigenden Aktienkursen des Vorjahres stiegen die Aktiva kräftig an. 

Top 3 nach Art der Bank

Bilanzsumme 2021 (in Mio Fr.)

Top 3 nach Art der Bank Bilanzsumme 2021 (in Mio Fr.)

 

Beschäftigte der grössten Banken in Vergleich zur Bilanzsumme

Die Anzahl der Beschäftigten ist proportional zur Bilanzsumme. Es fällt keine der Top Banken aus der Reihe.

 

Dieser Artikel erschien zuerst im Digitalangebot der "Handelszeitung" unter dem Titel: "Das sind die grössten Banken der Schweiz"