08:07

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der Bank Julius Bär vorbörslich 0,56 Prozent höher. Einzig Givaudan geben 0,4 Prozent nach. An der Spitze legen UBS und Swiss Life um 1,1 Prozent zu. Swiss Re gewinnen 0,8 Prozent, gefolgt von Richemont (+0,7 Prozent) und Roche (+0,6 Prozent) 

Bei den Mid Caps verlieren VAT nach einer Umsatzwarnung zum ersten Quartal 2,4 Prozent. DKSH stehen nach Dividendenabgang 3,5 Prozent tiefer. Sonova und SoftwareOne legen um 1,4 Prozent zu. Ferner ziehen Galderma um 0,9 Prozent an. 

Die Jungfraubahn hat am Dienstag anlässlich der Präsentation der Jahreszahlen zudem darauf hingewiesen, dass der Umsatz im laufenden Jahr wegen des Irankrieges niedriger ausfallen könnte. 

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07:40

Der Dax wird am Dienstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Gewinnen in den Handel starten. ‌Am ⁠Montag hatte der deutsche Leitindex 1,2 Prozent höher bei 22'562,88 Punkten ⁠geschlossen. Für gute Stimmung an den europäischen Börsen sorgten Aussagen von US-Präsident Donald Trump ‌über Fortschritte in den Verhandlungen mit dem ‌Iran. Die wichtigsten US-Indizes konnten ihre ​Gewinne hingegen nicht halten. 

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07:13

Das nach ‌einem ⁠mutmasslich iranischen Drohnenangriff ausgebrochene Feuer auf einem kuwaitischen Öltanker ist nach Angaben Dubais ⁠gelöscht worden. Die 24 Besatzungsmitglieder der «Al Salmi» seien in Sicherheit und es gebe keine Verletzten, teilen ‌die Behörden des Golfemirats mit. Die Kuwait Petrol Corporation (KPC) ‌erklärt unterdessen, dass der vollbeladene Supertanker ​bei einem iranischen Angriff getroffen und am Rumpf beschädigt worden sei. KPC warnte laut der kuwaitischen Nachrichtenagentur Kuna vor einer drohenden Ölpest. Den Schiffsinformationsdiensten Lloyd's List Intelligence und TankerTrackers zufolge hat der Tanker zwei Millionen Barrel Öl aus Kuwait ‌und Saudi-Arabien geladen. Laut Lloyd's sollte das Schiff den chinesischen Hafen Qingdao ansteuern.

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06:23

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der IG Bank 0,4 Prozent im Plus. Im Vergleich zu den US-Börsen, welche am Montag einen Grossteil der Kursgewinne wieder hergaben, hält sich der hiesige Markt in der neuen Woche vorerst gut.

Die Anlegerinnen und Anleger agieren aber weiterhin zurückhaltend, obwohl nun sowohl Israel als auch die USA deutlicher signalisierten, die Ziele im Iran-Krieg erreicht zu haben. Auch wenn die US-Regierung bereit ist, den Krieg gegen den Iran zu beenden, während die Strasse von Hormus weitgehend geschlossen bleibt, erwarten Händler bestenfalls einen fragilen Waffenstillstand. Das bedeutet, dass der Ölpreis über einen längeren Zeitraum eine erhebliche Risikoprämie enthalten dürfte. Dies war nicht absehbar, als Brent-Rohöl Anfang des Jahres bei rund 60 US-Dollar pro Barrel notierte.

Bei der Berichtssaison stehen am Dienstag Unternehmen aus der zweiten Reihe im Vordergrund. Jungfraubahn, Adval Tech, Romande Energie, SoftwareOne, Valartis und Varia US legen die Jahresberichte für 2025 vor. 

Zudem rapportiert die Schweizerische Nationalbank das Volumen der Devisenmarkt-Interventionen im vierten Quartal 2025.

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06:15

Der Krieg im Nahen Osten hat den Ölpreis im ablaufenden Monat auf ein Rekordhoch getrieben und die Aktienmärkte weltweit ‌auf ⁠Talfahrt geschickt. Anleger fürchten eine höhere Inflation und ein langsameres Wirtschaftswachstum. Der ⁠Preis für die Nordseesorte Brent legte im Monatsverlauf um rund 59 Prozent zu. Das ‌ist der grösste Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen. ‌Die asiatischen Börsen steuern auf den ​stärksten monatlichen Verlust seit 2022 zu.

Der japanische Nikkei-Index verlor im Monatsverlauf 12,6 Prozent. Am Dienstag notierte er 0,1 Prozent schwächer bei 51'820 Punkten. «Die Märkte scheinen von der mechanischen Verarbeitung von Schlagzeilen in einen etwas ‌ängstlicheren Modus überzugehen», sagte Vishnu Varathan von der Bank Mizuho. Für etwas Erleichterung sorgte ein Bericht des «Wall Street Journal», wonach US-Präsident Trump bereit sei, den Militäreinsatz ​gegen den Iran zu beenden.

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06:11

Am asiatischen Devisenmarkt gewann der ​Dollar leicht auf 159,65 Yen und 6,9049 Yuan. ​Der Euro notierte kaum verändert bei 1,1474 Dollar. Im Monatsverlauf legte der Dollar um ‌rund 2,9 Prozent zu und verzeichnete damit den stärksten Gewinn seit acht Monaten.

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06:05

Die Ölpreise gaben am Dienstag leicht nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte ​Brent ​verbilligte sich um 0,6 Prozent auf ⁠112,05 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 0,8 ​Prozent schwächer bei 102,08 ⁠Dollar. Der Goldpreis stieg um 0,6 Prozent auf 4538,07 Dollar je ‌Feinunze.

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00:05

In einem weiterhin von Nervosität geprägten Umfeld hat sich der US-Leitindex Dow Jones Industrial am Montag mit Mühe stabilisiert. Anleger schwankten weiterhin zwischen Hoffen und Bangen, was die Lage im Nahen Osten betrifft. Die konjunktursensiblen Technologiewerte gerieten erneut unter Druck, wobei Aktien von Chipherstellern einmal mehr deutliche Einbussen hinnehmen mussten.

Der technologielastige Nasdaq 100 fiel um 0,78 Prozent auf 22'953,38 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,39 Prozent auf 6343,72 Einheiten nach unten. Der Dow schloss 0,11 Prozent im Plus bei 45'216,14 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf auf den tiefsten Stand seit September letzten Jahres abgerutscht war.

US-Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, die Vereinigten Staaten führten «ernsthafte Gespräche mit einer neuen und vernünftigeren Regierung» im Iran, um die Militäroperation zu beenden. Es seien «grosse Fortschritte erzielt» worden.

Sollte es jedoch keine Einigung zur Beendigung der Kämpfe und zur Öffnung der Strasse von Hormus geben, drohte Trump dem Iran mit massiven Angriffen und der Zerstörung der Energie-Infrastruktur des Landes. Zudem schürte die Ankunft weiterer US-Marinekräfte mit dem amphibischen Angriffsschiff «USS Tripoli» im Nahen Osten die Furcht vor einem zeitnahen Bodeneinsatz, was eine weitere Eskalation des Krieges bedeuten würde.

«Da das iranische Regime weiterhin an der Macht ist und die faktische Kontrolle über die Strasse von Hormus hat, die globalen Energiereserven sinken und sich angereichertes Uran noch immer im Land befindet, ist ein Weg zu einer für alle Seiten akzeptablen Verhandlungslösung kaum absehbar», schrieb ein Expertenteam der Bank UBS um den Anlagestrategen Mark Haefele. Die Fachleute raten deshalb weiterhin zu einer Strategie der Risikoabsicherung.

Am Anleihenmarkt fielen die Renditen zwar nach Aussagen des Notenbank-Vorsitzenden deutlich, doch dies konnte den Börsen keine entscheidenden Impulse verleihen. Jerome Powell dämpfte die Erwartungen auf eine mögliche Leitzinsanhebung zur Bekämpfung des ölpreisbedingten Teuerungsschubs. Die Inflationserwartungen scheinen «über den kurzfristigen Horizont hinaus gut verankert zu sein», sagte er bei einer Veranstaltung der Harvard Universität in Cambridge.

Dynamik zeigten im Metallbereich die Titel des Aluminiumkonzerns Alcoa. Sie schnellten um 8,2 Prozent hoch, nachdem am Wochenende iranische Angriffe auf Aluminiumwerke am Persischen Golf für Aufmerksamkeit gesorgt hatten. Die Anteilscheine des Wettbewerbers Century Aluminium zogen um 7,3 Prozent an.

Im S&P profitierte Crowdstrike mit einem Plus von fast 3 Prozent von einem positiven Analystenkommentar. Die zunehmende Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI) treibe die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens aus den Bereichen Cybersicherheitstechnologie und Informationssicherheit, schrieb Experte Joshua Tilton von Wolfe Research.

Am Index-Ende sackten die Papiere des Lebensmittel-Grosshändlers Sysco um mehr als 15 Prozent ab. Belastend wirkte hier die geplante Übernahme der Firma Jetro Restaurant Depot.

Unter den Chipherstellern rutschten Marvell Technology um 7,5 und Micron Technology um fast 10 Prozent ab. In der vergangenen Woche bereits hatten Forschungsergebnisse der Google-Mutter Alphabet für Aufruhr gesorgt. Diese könnten eine effizientere Nutzung des für die KI-Entwicklung benötigten Speicherplatzes ermöglichen.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Thomas Daniel Marti
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