21:00

Der S&P 500 Index steigt eine Stunde nach Bekanntgabe des Zinsentscheids um mehr als ein Prozent an. Der Dollar gibt zum Euro und Franken kräftig nach. 

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20:55

US-Staatsanleihen haben am Mittwoch nach der Zinsentscheidung der Notenbank Fed ihre Kursgewinne ausgebaut. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) stieg um 0,32 Prozent auf 107,78 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatspapiere sank zugleich auf 4,59 Prozent.

Wie erwartet wurden die Leitzinsen nicht angetastet und in der Spanne zwischen 5,25 Prozent und 5,50 Prozent belassen. Eine Reduzierung der Leitzinsen sei so lange nicht angemessen, bis man zuversichtlicher sei, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung Zwei-Prozent-Ziel bewege, hiess es. Die Inflation sei im vergangenen Jahr zwar zurückgegangen, bleibe aber weiterhin hoch.

Zuletzt hatte eine hartnäckige Inflation und eine weiter robuste konjunkturelle Entwicklung in den USA die Spekulationen auf Zinssenkungen im weiteren Verlauf des Jahres gedämpft.

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20:45

Die US-Börsen haben am Mittwoch nach der Zinsentscheidung und geldpolitischen Signale der US-Notenbank Fed Aufwind erhalten. Wie erwartet, wurden die Leitzinsen nicht angetastet. Zugleich geht die Fed weiterhin nicht von raschen Zinssenkungen aus, denn es hiess: Eine Reduzierung der Leitzinsen sei so lange nicht angemessen, bis man zuversichtlicher sei, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung Zwei-Prozent-Ziel bewege. Die Inflation sei im vergangenen Jahr zwar zurückgegangen, bleibe aber weiterhin hoch.

Damit aber blieben schlimmere Befürchtungen aus, denn einige Anleger hatten sich Sorgen gemacht, Fed-Präsident Jerome Powell könnte Andeutungen machen, dass der Leitzins womöglich nicht restriktiv genug sei.

Der Dow Jones Industrial legte im späten Geschäft um 0,64 Prozent auf 38 058,53 Punkte zu. Der S&P 100 drehte ins Plus und gewann 0,20 Prozent auf 5045,72 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verringerte sein Minus und zeigte sich nur noch mit 0,17 Prozent auf 17 410,65 Zähler in der Verlustzone. Marktexperten verwiesen allerdings darauf, dass wegen des Mai-Feiertages in Teilen Asiens und in Europa die Handelsumsätze dünner seien als gewöhnlich und deutlichere Kursausschläge daher nicht überbewertet werden sollten.

Die hartnäckige Inflation und eine weiter robuste konjunkturelle Entwicklung in den USA hatte bereits in den vorangegangenen Wochen und Monaten die Spekulationen über deutliche Zinssenkungen kräftig gedämpft. Inzwischen erwartet der Markt einen ersten Zinsschritt nicht mehr vor dem Spätsommer.

Für die Erholung im Dow sorgten unter den Einzelwerten vor allem die Aktien von Microsoft und Amazon mit Gewinnen von um die 1,5 Prozent sowie die von Johnson & Johnson (J&J) , die um 4,5 Prozent hochsprangen. Aber auch die Anteile von Boeing und 3M legten mit plus 1,6 Prozent und 2,5 Prozent deutlich zu.

Das Schwergewicht Amazon hatte am Vorabend sein Zahlenwerk zum ersten Quartal vorgelegt und einen überraschend deutlichen Umsatzanstieg gemeldet. Die Cloud-Sparte AWS des Online-Handelsgiganten verzeichnete das stärkste Erlöswachstum seit einem Jahr. Das fand mehr Beachtung, als dass die Erlösprognose für das laufende Quartal hinter den Erwartungen zurückblieb. Laut Konzernchef Andy Jassy profitiert Amazon derzeit vom verstärkten Bedarf an Rechenleistung für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI).

Der Pharmakonzern J&J dagegen stand erneut wegen der Klagen rund um sein mutmasslich asbestbelastetes Babypuder im Blick. Er will sich weiterhin auf einen Vergleich einigen. Zur Beilegung sämtlicher Klagen wegen Körperpflegeartikeln, die das Magnesiumsilikat Talkum enthalten, wird den Betroffenen nun eine höhere Vergleichssumme als bisher angeboten. Wenn das Thema aus der Welt geschafft sei, könnten sich die Anleger endlich wieder auf die starken Fundamentaldaten des Konzerns konzentrieren, begründete UBS-Analystin Danielle Antalffy die Gewinne der Aktie.

Microsoft und die grüne Energie-Sparte des Vermögensverwalters Brookfield Asset Management unterzeichneten den grössten, jemals angekündigten Saubere-Energien-Kaufvertrag. Dabei geht es um Wind- und Solarparks. Der Technologieriese erhöhte zugleich seine KI-Investitionen.

Was Boeing betrifft, so ist das Weltraumtaxi des Flugzeugbauers und Raumfahrtkonzerns nach jahrelangen Verzögerungen und einem verpatzten Testflug endlich dabei, seine ersten Astronauten in die Umlaufbahn zu befördern. Die Aktien des Mischkonzerns 3M profitierten von einer Hochstufung durch die US-Bank JPMorgan auf «Overweight».

Im S&P 100 waren vor allem die Aktien des Pharmakonzerns Pfizer sowie des Chemiekonzerns Dupont gefragt, die um jeweils etwas mehr als 6 Prozent stiegen. Angetrieben vom Umsatz mit dem Corona-Mittel Paxlovid und gesenkten Ausgaben übertraf Pfizer die Analystenschätzungen. Dupont hob nach starken Zahlen seine Jahresprognosen an.

Ausserdem zog noch ein Börsengang Aufmerksamkeit auf sich, der bisher grösste in den USA in diesem Jahr: Die Aktie des Reise- und Kreuzfahrtunternehmens Viking Holdings , die zu 24 Dollar ausgegeben worden war, stieg zuletzt auf 25,92 Dollar. Der Eröffnungskurs hatte allerdings mit 26,15 Dollar noch etwas darüber gelegen.

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20:15

An den US-Börsen kam es nach Bekanntgabe des Zinsentscheids zu keinen nennenswerten Kursaufschlägen. Der Dollar gibt gegenüber dem Franken nach. 

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16:37

Die Anleger am US-Aktienmarkt haben sich am Mittwoch vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed zurückgehalten. Von Seiten der Berichtssaison kamen trotz zahlreicher Quartalsbilanzen kaum richtungweisende Impulse. «Zumindest heute ist die Fed interessanter», heisst es von den Experten der Investmentbank Jefferies. Und wieder einmal ist weniger die Zinsentscheidung an sich das spannende Ereignis, sondern mögliche geldpolitische Signale. Denn: Es wird fest damit gerechnet, dass die Fed die Leitzinsen an diesem Abend nicht antastet.

Zuletzt hatte eine hartnäckige Inflation und eine weiter robuste konjunkturelle Entwicklung in den USA die Spekulationen auf Zinssenkungen im weiteren Verlauf des Jahres gedämpft. Inzwischen erwartet der Markt einen ersten Zinsschritt nicht mehr vor dem Spätsommer. Einige Anleger befürchten sogar, dass Fed-Präsident Jerome Powell Andeutungen machen könnte, dass der Leitzins womöglich nicht restriktiv genug sei.

Der Dow Jones Industrial legte im frühen Geschäft um 0,14 Prozent auf 37 867,96 Punkte zu. Der S&P 100 fiel um 0,25 Prozent auf 5023,41 Zähler und auch der technologielastige Nasdaq 100 gab nach. Er verlor 0,48 Prozent auf 17 356,67 Zähler.

Unter den Einzelwerten galt die Aufmerksamkeit vor allem dem Platzhirsch Amazon, der sich mit seinem Zahlenwerk allerdings im breiten Tech-Sektor nicht als Kurstreiber durchsetzen konnte. Der Online-Handelsgigant meldete einen überraschend deutlichen Umsatzanstieg, was der Aktie ein Plus von 2,9 Prozent bescherte.

Die Cloud-Sparte AWS von Amazon verzeichnete das stärkste Umsatzwachstum seit einem Jahr, was mehr Beachtung fand, als dass die Erlösprognose für das laufende Quartal hinter den Erwartungen zurückblieb. Laut Konzernchef Andy Jassy profitiert Amazon derzeit vom verstärkten Bedarf an Rechenleistung für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI).

Stärker noch als Amazon waren im Dow die Anteile von Johnson & Johnson (J&J) gefragt, die um 3,8 Prozent zulegten. Der Pharmakonzern will sich weiterhin mit Klägern wegen gesundheitlicher Folgen mutmasslich asbestbelasteter Talkumpuder auf einen Vergleich einigen. Zur Beilegung sämtlicher Klagen um Körperpflegeartikel, die das Magnesiumsilikat Talkum enthalten, wird den Betroffenen nun ein Vergleich im Volumen von rund 11 Milliarden US-Dollar und damit 2,1 Milliarden mehr als bisher angeboten.

Im S&P 100 nahmen Unternehmen, die Zahlen vorgelegt hatten, die Spitze und das Ende im Index ein. So büssten der Ketchup-Hersteller Kraft Heinz, die Kaffeehauskette Starbucks und CVS Health als schwächste Werte zwischen 6 und 20 Prozent ein. Zu Starbucks hiess es seitens der US-Bank JPMorgan, dass das Zahlenwerk und der Umsatzrückgang eine «echt negative Überraschung» seien. Der Anbieter von Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen CVS Health hatte mit einer weiteren Senkung seiner diesjährigen Gewinnziele geschockt.

Der Pharmakonzern Pfizer sowie der Chemiekonzern Dupont legten auf der anderen Seite des Kurszettels besonders kräftig zu. Angetrieben vom Umsatz mit dem Corona-Mittel Paxlovid und gesenkten Ausgaben habe Pfizer die Erwartungen übertroffen, schrieb UBS. Die Aktie gewann 2,4 Prozent. Dupont sprangen nach starken Zahlen und angehobenen Jahresprognosen sogar um 8,0 Prozent hoch.

An der Nasdaq war es neben Amazon vor allem der Chipkonzern AMD, dem die Aufmerksamkeit der Anleger galt. Am Markt wurde zur Zahlenvorlage auf «enttäuschende Ziele» für einen KI-Prozessor hingewiesen. Die Aktie verlor 6,6 Prozent.

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15:53

Die Wall Street hat kurz vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed uneinheitlich eröffnet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte am Mittwoch zu Handelsbeginn 0,1 Prozent höher bei 37'834 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor hingegen 0,1 Prozent auf 5030 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag ebenfalls knapp im Minus bei 15'648 Stellen.

Gedämpft wurde die Stimmung durch überraschend gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt. Im April entstanden 192.000 neue Stellen in der Privatwirtschaft, wie der Personaldienstleister ADP zu seiner Firmenbefragung mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Stellenzuwachs von 175.000 gerechnet. Das Plus im März wurde zudem von ursprünglich 184.000 auf nunmehr 208.000 nach oben korrigiert.

Die Fed will mit ihrer Hochzinspolitik die Inflation und den heiss gelaufenen Arbeitsmarkt dämpfen. Es gilt jedoch als zunehmend unwahrscheinlich, dass sie ihren Leitzins demnächst senken wird. «Um ihre Glaubwürdigkeit zu wahren, muss die Fed anerkennen, dass die Daten der vergangenen Monate nicht hilfreich waren», sagte der Präsident von Hackmann Wealth Partners, Russell Hackmann. «Sie muss deutlich signalisieren, dass die Möglichkeit von Zinssenkungen auf Eis liegt, bis wir günstigere Inflationsdaten erhalten.» Die Fed gibt ihre Zinsentscheidung am Abend bekannt.

Bei den Unternehmen ging es mit der Bilanzsaison weiter. Die Papiere von Advanced Micro Devices verloren mehr als sieben Prozent, nachdem die Konzernprognose für den KI-Chip-Absatz die Anleger nicht überzeugen konnte. Die Aktien von Amazon legten dagegen nach einer besser als erwartet ausgefallenen Quartalsbilanz um 3,5 Prozent zu. Der US-Pharmakonzern Pfizer trotzt mit Einsparungen dem Nachfrageeinbruch bei Corona-Medikamenten und blickt optimistischer in die Zukunft. Die Aktie verteuerte sich deshalb um 2,7 Prozent. 

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15:35

Der Dow Jones startet am Dienstag mit einem Minus von 0,3 Prozent. Auch der Nasdaq (-0,6 Prozent) und der S&P 500 (-0,25 Prozent) geben nach.

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14:58

Die Anleger an Wall Street gehen am Mittwoch mit Respekt an den später erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank Fed heran. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial eine halbe Stunde vor dem Start 0,15 Prozent tiefer auf 37'757 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 wurde mit knapp einem halben Prozent noch etwas deutlicher im Minus erwartet. Gute Resultate von Amazon setzten sich im breiten Tech-Sektor zunächst nicht als Kurstreiber durch.

Bei der US-Zinsentscheidung, die zwei Stunden vor Handelsschluss auf der Agenda steht, dürften die Währungshüter an ihrer straffen Haltung festhalten. Insofern rücken wohl einmal mehr vor allem die Begleitaussagen in den Mittelpunkt. Von Händlerseite hiess es, ein anziehendes Lohnwachstum erhöhe die Unsicherheit. Anleger fragten sich, ob es vom Fed-Vorsitzenden Jerome Powell vielleicht sogar eine Andeutung gibt, dass der Leitzins nicht restriktiv genug sein könnte.

Eigentlich hatten Anleger für dieses Jahr schon Zinssenkungen eingepreist, doch zuletzt waren die Erwartungen daran wegen der zähen Inflation stark gedämpft worden. Laut dem Marktanalyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades ist deshalb die Befürchtung präsent, dass sogar über eine Zinserhöhung nachgedacht werden müsse. Seiner Einschätzung nach wäre es aber schon eine Enttäuschung, wenn sich «die bereits eingepreisten Zinssenkungen weiter verzögern und möglicherweise nicht vor September zu erwarten sind.»

Bei Amazon hatte ein überraschend deutlicher Umsatzanstieg ein vorbörsliches Plus von 1,6 Prozent zur Folge. Die Cloud-Sparte AWS des Online-Händlers verzeichnete das stärkste Umsatzwachstum seit einem Jahr. Dies wog etwas schwerer als eher enttäuschende Aspekte wie der Ausblick und die Barmittelverwendung. Amazon profitiert laut Konzernchef Andy Jassy vom verstärkten Bedarf an Rechenleistung für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz.

Darüber hinaus waren die Signale, die von der Berichtssaison ausgingen, am Mittwoch durchwachsen. Positiv fiel noch der Pharmakonzern Pfizer auf, dessen Aktien um 1,3 Prozent anzogen. Angetrieben vom Umsatz mit dem Corona-Mittel Paxlovid und gesenkten Ausgaben habe Pfizer die Erwartungen übertroffen, lobte der UBS-Analyst Trung Huynh.

Getoppt wurde dies von der Social-Media-Plattform Pinterest mit einem Kurssprung um 16 Prozent. Hier lobte der JPMorgan-Experte Douglas Anmuth, das Unternehmen schalte auf seinem Wachstumskurs einen Gang höher. Sein Kollege James Heaney von Jefferies Research sprach vom schnellsten Umsatz- und Nutzerwachstum seit 2021.

Auf der anderen Seite gab es aber auch viele enttäuschende Berichte. Bei AMD zum Beispiel sank der Kurs vorbörslich um 6,4 Prozent. Am Markt hiess es, der Chipkonzern habe enttäuschende Ziele für einen Prozessor formuliert, der auf Künstliche Intelligenz ausgerichtet ist.

Besonders beunruhigend empfanden die Anleger das, was Starbucks bekannt gab. Die Aktien sackten um 13 Prozent ab. Die Kaffeehauskette vermeldete für das vergangene Quartal auf vergleichbarer Basis einen unerwarteten Umsatzrückgang. Das Unternehmen habe seine Mühe, mit den vom vorherigen Management nach oben getriebenen Erwartungen Schritt zu halten, hiess es.

Auch bei CVS Health gab es ein sehr tiefes Minus von 12 Prozent. Der Anbieter von Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen senkte zum zweiten Quartal in Folge seine diesjährigen Gewinnziele und verwies dabei auf gestiegene medizinische Kosten im Versicherungsgeschäft.

Die Gruppe der Verlierer wurde erweitert von Kraft Heinz mit einem vorbörslichen Abschlag in Höhe von 4,5 Prozent. Wechselhaft entwickelte sich derweil die Aktie des Chemiekonzerns Dupont, die sich zuletzt mit 5,6 Prozent ins Plus absetzen konnte.

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14:36

Der Euro ist am Mittwoch vor dem US-Zinsentscheid klar unter der Marke von 1,07 US-Dollar verharrt. Der Kurs der Gemeinschaftswährung lag am frühen Nachmittag bei 1,0678 Dollar und damit etwas höher als noch am Morgen. US-Konjunkturdaten hatten den Euro bereits am Vortag unter die Marke von 1,07 Dollar gedrückt.

Zum Franken blieb die Gemeinschaftswährung weitgehend konstant und kostete wenig verändert 0,9820 Franken. Der US Dollar geht derweil mit 0,9195 Franken knapp unterhalb der Marke von 0,92 Franken um.

In Europa ist am Mittwoch in den meisten Ländern Feiertag, sodass nur wenige Konjunkturdaten anstehen. Mehr Schwung dürfte es am Nachmittag mit den Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten und der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend geben. Eine Änderung der Leitzinsen wird nicht erwartet.

Die jüngsten US-Konjunkturdaten hatten gezeigt, dass die Inflation in den USA hartnäckig ist. Vor diesem Hintergrund ist die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Abend und vor allem ihre Signale zur Geldpolitik im Jahresverlauf nochmals stärker in den Fokus gerückt. In den vergangenen Wochen waren die Erwartungen an Zinssenkungen in diesem Jahr wegen der zähen Inflation stark gedämpft worden.

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12:17

Die Futures für die US-Aktienmärkte stehen tiefer: 

Dow Jones Futures: -0,251 Prozent
S&P 500 Futures: -0,46 Prozent
Nasdaq Futures: -0,89 Prozent

Die Schweizer Börse ist bedingt durch einen Feiertag geschlossen.

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12:10

Unter den wichtigsten europäischen Börsen wird am Mittwoch feiertagsbedingt nur in London gehandelt. Vor dem US-Zinsentscheid legte der Leitindex FTSE 100 gegen Mittag leicht um 0,12 Prozent auf 8154,10 Punkte zu. In Deutschland, der Schweiz sowie etwa auch in Spanien, Frankreich, Italien und den Niederlanden fand kein Handel statt.

Bei der US-Zinsentscheidung am Abend dürften die Währungshüter an ihrer straffen Haltung festhalten. Insofern rücken einmal mehr vor allem die Begleitaussagen in den Mittelpunkt. Von Händlerseite hiess es, ein anziehendes Lohnwachstum erhöhe die Unsicherheit. Anleger fragten sich, ob es vom Fed-Vorsitzenden Jerome Powell vielleicht sogar eine Andeutung gibt, dass der Leitzins nicht restriktiv genug sein könnte.

Eigentlich hatten Anleger für dieses Jahr schon Zinssenkungen eingepreist, doch zuletzt waren die Erwartungen daran wegen der zähen Inflation stark gedämpft worden. Laut dem Marktanalyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades ist deshalb die Befürchtung präsent, dass sogar über eine Zinserhöhung nachgedacht werden müsse. Seiner Einschätzung nach wäre es aber schon eine Enttäuschung, wenn sich «die bereits eingepreisten Zinssenkungen weiter verzögern und möglicherweise nicht vor September zu erwarten sind.»

Im Londoner Handel rückten unterdessen Quartalsberichte einiger Konzerne in den Mittelpunkt. GSK überzeugte positiv, wie der Kursanstieg um 1,5 Prozent zeigt. Der Pharmahersteller GSK erhöhte sein Gewinnziel für 2024. Laut dem Jefferies-Analysten Peter Welford wurden im ersten Quartal die Erwartungen übertroffen.

Neben Licht hatte die Berichtssaison in Grossbritannien aber auch Schatten zu bieten. So war es beim Spezialisten für rezeptfreie Medikamente Haleon . Er umfasst die früher zu GSK zählenden Geschäfte in diesem Bereich. Dessen Aktien gaben um 1,9 Prozent nach - wie es hiess, wegen einer enttäuschenden Entwicklung am US-Markt.

Der Kurs von Aston Martin sackte besonders deutlich um 5,7 Prozent ab, dessen Quartalsergebnisse von Modellwechseln belastet wurde. Analysten zufolge wurden die Erwartungen im ersten Quartal deutlich verfehlt.

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12:05

Die Ölpreise haben am Mittwoch wegen der Hoffnung auf eine zumindest leichte Entspannung im Nahost-Konflikt nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete gegen Mittag 84,90 US-Dollar und damit 1,43 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis fiel auf den tiefsten Stand seit Ende März, nachdem er Mitte April zeitweise noch über der Marke von 92 Dollar gelegen hatte. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab am Mittag ebenfalls deutlich nach.

Zum Auftakt seiner Israel-Gespräche ist US-Aussenminister Antony Blinken mit dem Staatspräsidenten Izchak Herzog zusammengetroffen. Anschliessend traf Blinken mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zusammen. Blinken hatte von einem «sehr, sehr grosszügigen» Vorschlag Israels für einen Deal mit der Hamas gesprochen. Im Rahmen von Vermittlungsbemühungen in Kairo wird auf eine Antwort der Hamas gewartet. Israel hat einen raschen Beginn der umstrittenen Offensive in Rafah im Süden des Gazastreifens angekündigt, sollte es nicht zu einer Einigung kommen.

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10:56

Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien: 

Clariant: UBS erhöht auf 16 (15) Fr. - Buy

Clariant: JPMorgan erhöht auf 15 (14,50) Fr. - Neutral

Straumann: Barclays senkt auf 140 (147) Fr. - Overweight

Straumann: Jefferies senkt auf 130 (140) Fr. - Neutral

Swiss Re: Barclays erhöht auf 107 (98) Fr. - Equal Weight

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09:55

Die Tokioter Börse hat vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch niedriger geschlossen. Die Anleger seien in Deckung gegangen und hofften auf neue Signale von Fed-Chef Jerome Powell am Abend über den Kurs zu einer Zinssenkung, sagten Experten. Der Nikkei-Index konnte seine Verluste zum Handelsende etwas eingrenzen und 0,3 Prozent tiefer bei 38.274,05 Punkten. Der breiter gefasste Topix sank um 0,5 Prozent auf 2729,40 Zähler. Bei den Einzelwerten ragten unter anderem die Aktien des Chipausrüsters Lasertec mit einem Plus von 14,9 Prozent heraus. Das Unternehmen hatte mit seinem Quartalsergebnis die Erwartungen übertroffen. Die Aktienmärkte in China und in mehreren anderen Ländern in Asien waren feiertagsbedingt geschlossen.

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08:46

In Asien haben die geöffneten Börsen am Mittwoch eher Schwäche gezeigt. Während die Handelsplätze in China, Hongkong sowie Südkorea feiertagsbedingt pausierten, gab es in Tokio und Sydney moderate Verluste. Dort folgten die Börsen der Schwäche aus dem New Yorker Handel vom Vorabend.

Kritisch wird weltweit auf den Zinsentscheid der Fed geblickt, der am Mittwochabend ansteht. Von Händlerseite hiess es, ein anziehendes Lohnwachstum erhöhe die Unsicherheit vor der Pressekonferenz der US-Notenbank. Der Markt frage sich, ob es vom Fed-Vorsitzenden Jerome Powell eine Andeutung geben könnte, dass der aktuelle Zinssatz vielleicht nicht restriktiv genug sei, um die Inflation zu kontrollieren.

Eigentlich hatten Anleger für dieses Jahr schon Zinssenkungen eingepreist, doch zuletzt waren die Erwartungen daran wegen der zähen Inflation stark gedämpft worden. Anleger gingen daher nun aus dem Risiko, hiess es.

Der japanische Leitindex Nikkei-225 gab zur Wochenmitte um 0,34 Prozent auf 38 274,05 Punkte nach. In Australien fiel der S&P/ASX 200 relativ deutlich um 1,11 Prozent auf 7578,8 Zähler.

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08:35

Der Euro ist am Mittwoch im frühen europäischen Devisenhandel etwas stärker unter Druck geraten. Der Kurs der Gemeinschaftswährung fiel am Morgen bis auf 1,0655 Dollar zurück. Bereits am Dienstag hatte der Euro im späten Handel infolge von US-Konjunkturdaten nachgegeben und war unter die Marke von 1,07 Dollar gerutscht.

Auch zum Franken verteuerte sich der US-Dollar. Am Mittwochmorgen kostete der US-Dollar mit 0,9212 etwas mehr als am Vorabend. Der Euro geht derweil wenig verändert mit 0,9817 Franken um.

In Europa ist am Mittwoch in den meisten Ländern Feiertag, sodass am Vormittag keine wichtigen Konjunkturdaten anstehen. Händler rechnen daher bis zum Mittag mit einem ruhigen Handel. Mehr Schwung dürfte es am Nachmittag mit den Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten und der mit Spannung erwarteten Sitzung der US-Notenbank geben.

Die am Dienstag veröffentlichten US-Konjunkturdaten hatten gezeigt, dass der Inflationsdruck in den Vereinigten Staaten nicht nachgelassen hat. So stiegen im ersten Quartal die Arbeitskosten stärker als erwartet. Zudem zeigte ein unerwartet starker Anstieg der Häuserpreise, dass die Erholung auf dem US-Immobilienmarkt in grossen Schritten voranschreitet. Dies alles deutet auf eine weiter hartnäckige Inflation hin, weshalb die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed an diesem Mittwoch und vor allem ihre Signale zur Geldpolitik im Jahresverlauf nochmals stärker im Fokus rücken werden.

Aktuell wird nicht vor Spätsommer mit einem ersten US-Zinsschritt gerechnet. In den vergangenen Wochen waren die Erwartungen an Zinssenkungen in diesem Jahr wegen der zähen Inflation stark gedämpft worden.

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07:56

Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien: 

Clariant: UBS erhöht auf 16 (15) Fr. - Buy

Clariant: JPMorgan erhöht auf 15 (14,50) Fr. - Neutral

Straumann: Barclays senkt auf 140 (147) Fr. - Overweight

Swiss Re: Barclays erhöht auf 107 (98) Fr. - Equal Weight

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07:50

Am Mittwochabend steht der Zinsentscheid der US-Notenbank an. Angesichts der ungebrochenen Inflationswelle wird die Notenbank aus Sicht vieler Experten an ihrer Hochzinspolitik festhalten. Der geldpolitische Schlüsselsatz liegt aktuell in der Spanne von 5,25 Prozent bis 5,50 Prozent. An den Finanzmärkten wird für September mit einer Zinssenkung gerechnet. Auf der Zinssitzung am Mittwoch dürfte es jedoch Neues zum Wertpapierportfolio der Zentralbank geben. Fed-Chef Jerome Powell signalisierte bereits, dass «ziemlich bald» das Tempo des Abschmelzens der Anleihenbestände der Fed verlangsamt werde.

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07:15

Die Märkte in Japan gehen im Vorfeld der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank in Deckung. Während die Anleger die Erwartungen an eine Zinssenkung der Fed in diesem Jahr bereits zurückgeschraubt haben, warten die Börsianer nun auf Hinweise von Fed-Chef Jerome Powell bei der Pressekonferenz nach der zweitägigen Sitzung der Währungshüter am Mittwoch.

In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,6 Prozent auf 38'189,54 Punkte nach, der breiter gefasste Topix notierte 0,6 Prozent tiefer bei 2725,70 Punkten. Bei den Einzelwerten gab es aufgrund von Geschäftszahlen und aktienspezifischen Nachrichten einige klare Gewinner und Verlierer: Der Chipausrüster Lasertec sprang um 16,1 Prozent nach oben, nachdem die am Dienstag nachbörslich veröffentlichten Ergebnisse die Schätzungen übertroffen hatten. West Japan Railway legte um 7,7 Prozent zu, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, 4,1 Prozent der eigenen Aktien zurückzukaufen. Grösster Verlierer war JGC Holdings mit einem Minus von 11,2 Prozent nach einer enttäuschenden Umsatzprognose.

Die Börse in Shanghai blieb wegen eines Feiertags geschlossen. Auch der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen wurde nicht gehandelt.

Die grosse Zinsdifferenz zwischen Japan und den USA setzt den Yen weiter unter Druck und wirft die Frage auf, wie sich eine übermässige Währungsschwäche auf die lokale Wirtschaft und die Zinsaussichten der Bank of Japan auswirken wird. Das Risiko von Währungsinterventionen und die Vermutung, dass die Regierung in Tokio bereits gegengesteuert haben könnte, halten die Anleger ebenfalls in Alarmbereitschaft. «In diesem Sinne glaube ich nicht, dass die Leute sehr daran interessiert sein werden, Aktien zu kaufen, solange der Yen so schwach ist», sagt Hiroshi Namioka vom Brooker T&D Asset Management.

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06:55

Im asiatischen Devisenhandel zog der Dollar leicht auf 157,88 Yen an und gewann 0,1 Prozent auf 7,2401 Yuan. Gegenüber der Schweizer Währung legte er auf 0,9199 Franken zu. Der Euro notierte nahezu unverändert bei 1,0657 Dollar. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2481 Dollar.

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00:05

Inflationssorgen schürende Konjunkturdaten haben am Dienstag die US-Börsen belastet. Letztlich sind derlei Daten - neben der Nahostkrise - ein wesentlicher Auslöser für die Aktienmarktschwäche im Monat April gewesen. Der zu Ende gehende Monat ist nunmehr der erste Verlustmonat für die US-Indizes seit Oktober vergangenen Jahres.

So steht zur Wochenmitte die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed an, wobei vor allem Signale über die künftige Geldpolitik in den Fokus rücken werden. Hier sieht es zunehmend düster aus. Die Erwartungen an Zinssenkungen in diesem Jahr hatten schon in den vergangenen Wochen wegen der zähen Inflation kräftige Dämpfer erhalten. Inzwischen wird frühestens im Spätsommer, und damit weitaus später als ursprünglich erhofft, mit einem ersten Zinsschritt gerechnet - falls es überhaupt einen geben wird. Die aktuellen Daten untermauern derlei Befürchtungen.

Der Dow Jones Industrial schloss nach einem Erholungsversuch in den vergangenen drei Handelstagen mit minus 1,49 Prozent auf 37'815,92 Punkten auf Tagestief. Im Monat April beläuft sich das Minus damit auf 5 Prozent. Der marktbreite S&P 500 verlor am Dienstag 1,57 Prozent auf 5035,69 Punkte und der technologielastige Nasdaq 100 sank um 1,92 Prozent auf 17'440,69 Zähler. Sein Monatsminus liegt damit bei 4,5 Prozent.

In der weltgrössten Volkswirtschaft stiegen die Arbeitskosten im ersten Quartal stärker als erwartet und im Monat Februar legten die Häuserpreise überraschend deutlich zu. Das heizte die Inflationssorgen wieder an und trübte die Zinshoffnungen weiter. Die Währungshüter werden wohl auch angesichts dieser Daten am Mittwoch ihre straffe Haltung voraussichtlich bekräftigen.

Darüber hinaus verdüsterte sich die Stimmung der Verbraucher im April unerwartet deutlich, während die Quartalsbilanzen grosser US-Konzerne an diesem Dienstag sowohl Licht als auch Schatten beinhalteten.

An der Dow-Spitze legten die Aktien von 3M um 4,7 Prozent zu. Der Mischkonzern übertraf die Gewinnerwartungen im ersten Quartal. Dass nach der Abspaltung der Gesundheitssparte Solventum die Dividendenpolitik angepasst wurde, überraschte nicht. Die Papiere von McDonald's und Coca-Cola gaben dagegen moderat nach.

Der Fastfood-Konzern litt im ersten Quartal weiter an den Folgen des Nahost-Konflikts, und auch auf dem Heimatmarkt lief es zuletzt nicht rund. Dennoch fiel der Quartalsgewinn besser als befürchtet aus. Der Softdrinkhersteller, dessen Aktien im Tagesverlauf zeitweise auf den höchsten Stand seit Juli 2023 geklettert waren, hob nach einem besser als erwartet ausgefallenen Jahresauftakt seine Umsatzprognose an.

Im S&P 100 stachen Eli Lilly mit plus 6,0 Prozent positiv heraus. Dank gut laufender Geschäfte mit Abnehmmitteln startete der Pharmakonzern mit einem Umsatz- und Ergebnissprung in das neue Jahr. Für das Gesamtjahr zeigte sich das Unternehmen zudem optimistischer.

Im Nasdaq 100 zählten die Anteile des Bezahldienstes Paypal nach Quartalszahlen mit plus 1,4 Prozent zu den besten Werten, während die Aktien des Elektroautoherstellers Tesla einen Teil der kräftigen Vortagesgewinne wieder abgaben. Sie verloren 5,6 Prozent. Warner Brothers sackten am Index-Ende um knapp 10 Prozent auf den tiefsten Stand seit mehreren Jahren ab. Sie litten Händler zufolge unter einem möglichen Verlust der Übertragungsrechte für die Spiele der National Basketball Association (NBA).

Im breiten Nasdaq Composite büssten GE Healthcare etwas mehr als 14 Prozent ein, nachdem der Hersteller medizinischer Geräte im abgelaufenen Jahresviertel mit seinem Umsatz und Ergebnis enttäuscht hatte.

Am US-Rentenmarkt sank der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen (T-Note-Future) um 0,45 Prozent auf 107,47 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatspapiere stieg im Gegenzug auf 4,68 Prozent.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)