09:10
Laut dem «Wall Street Journal» soll sich Trump gegenüber seinen Beratern bereit erklärt haben, den Krieg zu beenden - auch wenn die Strasse von Hormus weiterhin gesperrt bleibe. Irans Präsident sagte in einem Telefonat mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, der Iran habe «den nötigen Willen, diesen Krieg zu beenden», erwarte jedoch, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt würden.
«Die Märkte haben sich offenbar für die optimistische Interpretation dieser Aussagen entschieden», sagte ein Händler. Doch die Stimmung der Anleger pendele weiter zwischen der Angst, eine Erleichterungsrallye zu verpassen und den Befürchtungen einer neuen Eskalation, sollten die Verhandlungsbemühungen im Sand verlaufen. Am Nachmittag steht mit dem ADP Beschäftigungsbericht ein erster Hinweis in Richtung des offiziellen US-Arbeitsmarktberichts an, der am Karfreitag vorgelegt wird. Auch der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe könnte einen Blick wert sein.
Die USA wollen die Öffnung der vom Iran weiterhin blockierten Strasse von Hormus anderen Ländern überlassen. Die USA hätten mit dem Problem «nichts zu tun», sagte US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus. «Wenige Stunden zuvor hat Trump noch mit der Besetzung der Insel Kharg gedroht und wollte iranisches Öl beschlagnahmen. Turbulenzen sind mit solchen Aussagen weiter unvermeidlich», kommentierte ein Händler.
Tech-Werte werden von den Gewinnen der Nasdaq und asiatischen Technologietiteln angetrieben werden - so stehen Logitech (+2,4 Prozent) und VAT (+4 Prozent) klar im Plus. Inficon werden zudem von einer positiven Studie beflügelt. JPMorgan hat die Bewertung mit «Overweight» aufgenommen und sieht Inficon in einer attraktiven Nischenposition in der Halbleiterindustrie.
Der Generika-Hersteller Sandoz (+4,5 Prozent) profitiert von einer Neueinstufung durch Goldman Sachs. Die US-Bank hat die Titel mit «Buy» gestartet. Indes verweisen Händler zu den Verlusten bei SoftwareOne (-6 Prozent) auf einen Blocktrade von rund 7 Millionen Aktien.
Bei Komax steht eine Neuausrichtung an. Im Zuge dessen verlässt CEO Matijas Meyer den Kabelmaschinenhersteller mit sofortiger Wirkung. Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernimmt VRP Andreas Häberli die operative Leitung.
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08:10
Der SMI wird vorbörslich bei Julius Bär 1,47 Prozent höher indiziert. Alle Mitglieder des Leitindex sind fester. Richemont hat mit 2,3 Prozent die höchsten Zuwächse, gefolgt von Partners Group. Am breiten Markt steigen vor allem Halbleiter-Titel: AMS Osram 4 Prozent, Inficon 5 Prozent, Comet 3 Prozent.
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07:30
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06:30
Der SMI wird bei der IG Bank vorbörslich 1,14 Prozent höher indiziert.
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06:00
Die Hoffnung auf eine Deeskalation im Iran-Konflikt hat die asiatischen Börsen am Mittwoch beflügelt. Zudem sorgten unerwartet gute Konjunkturdaten aus Südkorea und Japan für Auftrieb. «Der Markt begrüsst die Tatsache, dass sie miteinander reden», sagte Rodrigo Catril, Währungsstratege bei der National Australia Bank. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor in Aussicht gestellt, die Militärangriffe auf den Iran in zwei bis drei Wochen beenden zu können.
Der japanische Nikkei-Index legte 4,0 Prozent auf 53'128,33 Punkte zu. In Südkorea stieg der Kospi um bis zu 5,5 Prozent, nachdem die Exporte im März die Erwartungen deutlich übertroffen hatten. Die Börse in Shanghai gewann 1,5 Prozent. Trump will sich im Laufe des Tages in einer Rede an die Nation zum Iran äussern.
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Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges hat den US-Aktienmarkt am Dienstag beflügelt. Die wichtigsten Indizes zogen deutlich an, nachdem Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian bei den Anlegern für Zuversicht gesorgt hatten. Als Antrieb hinzukam ein gesunkener Ölpreis, der die jüngsten Inflationssorgen zumindest in Schach hielt.
Der Leitindex Dow Jones Industrial gewann 2,49 Prozent auf 46.341,51 Punkte. Es ist der stärkste Anstieg seit Mai letzten Jahres, als die Einigung im Zollstreit zwischen den USA und China eine Rally ausgelöst hatte. Mit dem Sprung am Freitag setzte sich der Dow weiter von der runden und damit psychologisch wichtigen Marke von 45.000 Zählern ab. Sie hielt zuletzt im Abwärtssog als Unterstützung. Analysten messen ihr auch deshalb grosse Bedeutung bei, weil der Dow Ende 2024 auf diesem Niveau Rekorde aufgestellt hatte.
Die Monatsbilanz des Dow ist aber mit einem Minus von 5,4 Prozent tiefrot, denn der Angriff der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran ist bei Investoren nicht gut angekommen. Einen höheren Verlust auf Monatssicht gab es zuletzt im September 2022. Seinerzeit hatten drastische Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln im Zuge des Ukraine-Krieges sowie Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie zu einem Inflationsschub geführt, der die Furcht vor weiteren Leitzinsanhebungen geschürt hatte.
Der marktbreite S&P 500 zog am Dienstag um 2,91 Prozent auf 6.528,52 Punkte an. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 3,43 Prozent auf 23.740,19 Punkte nach oben.
Laut dem «Wall Street Journal» soll sich Trump gegenüber seinen Beratern bereit erklärt haben, den Krieg zu beenden. Dies solle geschehen, selbst wenn die strategisch wichtige Strasse von Hormus weiterhin weitgehend gesperrt bleibe. Angesprochen auf diesen Bericht sagte Trump der «New York Post», er mache sich keine Gedanken darüber. Sein Ziel sei gewesen, dass der Iran keine Atomwaffen besitzen könne. «Sie werden keine Atomwaffe haben. Wenn wir gehen, wird die Strasse automatisch offen sein», fuhr er fort.
Irans Präsident sagte in einem Telefonat mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, der Iran habe «den nötigen Willen, diesen Krieg zu beenden», erwarte jedoch, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt würden.
Mit Blick auf Einzelwerte rückte die Pharma- und Biotech-Branche ins Rampenlicht. So sprangen Aktien von Apellis Pharma um 135 Prozent auf gut 40 US-Dollar nach oben. Der Krebs- und Neurologiespezialist Biogen will Apellis für 41 Dollar je Papier übernehmen. Dessen Anteilscheine büssten mehr als 2 Prozent ein.
Titel von Centessa Pharma schnellten um 44 Prozent auf fast 40 Dollar nach oben. Eli Lilly will den Spezialisten für Hämatologie und Immunologie kaufen. Der Branchenriese bietet 38 Dollar in bar je Aktie plus eine Prämie von bis zu 9 Dollar je Anteilschein für den Fall, dass die Wirkstoffe von Centessa erfolgreich sind. Eli Lilly gewannen fast 4 Prozent.
An der Spitze des Nasdaq 100 zogen die Aktien von Marvell Technology um fast 13 Prozent an. Der Branchenriese Nvidia investierte im Rahmen einer strategischen Partnerschaft 2 Milliarden Dollar in den Chiphersteller, um Marvell an die KI-Fabrik von Nvidia anzubinden. Dessen Titel gewannen 5,6 Prozent.
Als klares Schlusslicht im Index sackten Constellation Energy um 6,5 Prozent. Das Energieunternehmen hatte mit seiner Gewinnprognose für das laufende Jahr enttäuscht.
Nvidia stiegen 6 Prozent, Finanzwerte zogen ebenfalls an. Goldman Sachs legte 5 Prozent zu.
(cash/Reuters/AWP)
