06:23

Der Swiss Market Index (SMI) wird von der IG Bank vorbörslich unverändert indiziert. 

Nach dem gestrigen Höhepunkt bei der Bilanzsaison stehen am Freitag noch sechs Unternehmen aus der zweiten Reihe an: APG, BB Biotech, Calida, HBM Healthcare, Orell Füssli und Schweiter

Nach dem am Donnerstag die Verunsicherung an den Finanzmärkten wegen der stark steigenden Ölpreise gross war, zeichnet sich für den Freitag eine leichte Entspannung ab. Brent notiert 0,6 Prozent tiefer im späten asiatischen Handel. 

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06:16

Der Anstieg des Ölpreises auf über 100 Dollar belastet die Aktienmärkte in Asien. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans fiel um ein Prozent. Der japanische Nikkei-Index gab um 3,0 ‌Prozent ⁠nach, und der südkoreanische Kospi verlor 3,7 Prozent. Der sich erneut zuspitzende Iran-Krieg verunsichert die Anleger. Hinzu kommt die ⁠Angst vor einem neuen Inflationsschock. «Zwei der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt sind im selben Monat bedroht, und die Märkte fangen gerade erst an ‌zu begreifen, was das bedeutet», sagte Nigel Green, Chef der Finanzberatung deVere Group. An ‌den Finanzmärkten rechnet man nun mit einem strafferen Zinskurs. ​Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed bereits in der kommenden Woche wird auf eins zu drei geschätzt – eine Kehrtwende im Vergleich zur Vorwoche.

Anleger in Japan reagieren zudem auf den starken Rückgang bei der Google-Mutter Alphabet in den USA über Nacht. Die Sorgen, ob die hohen Ausgaben für die KI-Infrastruktur nachhaltig sind, seien nach ‌dem starken Kursrückgang der Alphabet-Aktien wieder aufgeflammt, sagte Kazuaki Shimada, Chefstratege bei IwaiCosmo Securities. Aktien aus dem Chip-Sektor gerieten unter Druck: Advantest und Tokyo Electron verloren 6,33 beziehungsweise 5,43 Prozent. Der Technologie-Investor SoftBank Group fiel um 7,42 Prozent, der Speicherchip-Hersteller Kioxia ​gab 4,4 Prozent nach.

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06:12

Im asiatischen Devisenhandel ⁠gewann der Dollar geringfügig auf 163,76 Yen und legte leicht auf ​6,7750 Yuan zu. Zur Schweizer ⁠Währung notiert er unverändert auf 0,8167 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1384 Dollar. Zum Franken zog der Euro leicht an auf 0,9299 Franken, notiert aber wieder unter der Marke von 93 Rappen, welche am Donnerstag durchbrochen wurde.

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06:08

Die Ölpreise steuern auf einen Wochengewinn zu. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich ​die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,6 Prozent auf 100,10 ​Dollar je Barrel (159 Liter). Über Nacht war die Nordseesorte Brent um sieben Prozent auf ein Zwei-Monats-Hoch von 102 Dollar gestiegen. Hintergrund sind Angriffe ‌der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz auf saudi-arabische Tanker im Roten Meer. Damit ist nun neben der vom Iran weitgehend geschlossenen Strasse von Hormus eine zweite wichtige Schifffahrtsroute für die weltweite Ölversorgung im Nahen Osten stark eingeschränkt. Das ​US-Öl WTI ​notierte 0,4 Prozent schwächer bei 91,82 Dollar.

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00:05

Sorgen angesichts weiter kräftig steigender Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) sowie unvermindert steigender Ölpreise haben am Donnerstag die US-Börsen spürbar belastet. Nach einer Erholung am Dienstag und einer abwartenden Haltung zur Wochenmitte stiessen zahlreiche Anleger Aktien ab. Vor allem Papiere grosser Technologiekonzerne wurden verkauft.

Der von grossen Tech-Konzernen dominierte Nasdaq 100 ging mit einem Abschlag von 1,87 Prozent auf 28'454,81 Zähler aus dem Tag. Der überwiegend mit Standardwerten bestückte Dow Jones Industrial gab um 0,97 Prozent auf 51'711,65 Punkte nach. Der marktbreite S&P 500 verlor 1,21 Prozent auf 7408,30 Zähler.

Die kriegerische Auseinandersetzung in Nahost beunruhigt zunehmend die Märkte. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent kletterte erstmals seit zwei Monaten wieder über 100 US-Dollar je Barrel. Damit werden erneut Inflationssorgen und Ängste vor Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed angeheizt.

Was die zwei Schwergewichte aus der Tech-Branche Alphabet und Tesla betraf, überwog die Enttäuschung. Die Google-Mutter Alphabet toppte zwar umsatzseitig im vergangenen Quartal die Erwartungen der Wall Street, doch dass nun noch mehr Geld in den Ausbau der KI-Infrastruktur gesteckt werden soll, brachte die Aktie unter Druck. Sie sackte um 7,1 Prozent ab, womit rund 300 Milliarden US-Dollar Börsenwert vernichtet wurden.

Die wie Alphabet ebenfalls zu den «Magnificent Seven» zählende Tesla-Aktie brach sogar um 14,5 Prozent ein. Der Elektroautohersteller habe zwar Absatz und Umsatz stark gesteigert, doch wegen milliardenschwerer Investitionen sei ein deutlich geringerer Gewinn übriggeblieben als erwartet, kommentierte Marktbeobachter Stephen Innes.

Mit Blick auf alle sieben Tech-Giganten, also auch auf Nvidia, Apple, Microsoft, Amazon und Meta, bot sich allgemein ein düsteres Bild: Der Index der Magnificent Seven sackte um 4,8 Prozent ab, was bedeutet, dass dort an diesem Donnerstag ein Börsenwert von fast 800 Milliarden Dollar vernichtet wurde.

Für Texas Instruments ging es trotz starker Zahlen und einem Ausblick auf das dritte Quartal, der die Erwartungen übertraf, um 3,1 Prozent abwärts. Angesichts des starken Laufs der Halbleiter-Aktie seit Jahresbeginn wurden Gewinne mitgenommen.

T-Mobile US sackten um knapp 11 Prozent ab. Der Telekommunikationskonzern gewann im zweiten Quartal zwar mehr neue Kunden als erwartet, hatte hier im Vorjahr aber besser abgeschnitten. Zudem blieb die Zahl auch deutlich hinter der des Konkurrenten AT&T zurück.

Zwischen Gewinnen und Verlusten pendelten die erst kürzlich erheblich unter Druck geratenen Anteile von IBM. Letztlich gingen sie mit plus 0,4 Prozent aus dem Tag. Das im Dow Jones notierte IT-Urgestein senkte nach einem enttäuschend verlaufenen Quartal die Umsatzprognose für 2026 leicht. Daher sollen nun die Kosten noch stärker gedrückt werden als geplant, um das Ziel zu erreichen, den Zahlungsmittelzufluss um eine Milliarde Dollar zu steigern. Mit minus 2,3 Prozent schlossen dagegen die Papiere des Prozessoren-Herstellers Intel , der nachbörslich über sein Quartal berichtet.

Die Papiere von American Airlines sackten um 8,4 Prozent ab und zogen die von United AirlinesJetblue und Delta Air Lines mit nach unten. Wegen der hohen Treibstoffpreise schliesst American Airlines einen Verlust in diesem Jahr nicht aus. 

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Thomas Daniel Marti
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