07:35

Die Goldpreise stiegen am Dienstag leicht an und setzten damit ihren Aufwärtstrend zum vierten Mal in Folge fort. Die vorläufige Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran milderte die Sorgen vor Zinserhöhungen.

Spot-Gold notierte 0,4 Prozent höher bei 4322,99 Dollar pro Unze, nachdem das Edelmetall am Montag um bis zu 3,6 Prozent auf den höchsten Stand seit dem 5. Juni gestiegen war. Die US-Gold-Futures für August sanken dagegen um 0,2 Prozent auf 4343,50 Dollar.

«Die Goldpreise steigen seit spätem Donnerstag aufgrund der Iran-Nachrichten kontinuierlich an. Ich glaube, dieser Euphorie-Aufschwung könnte noch einige Tage anhalten und in der Unterzeichnungszeremonie am Freitag gipfeln», sagte Edward Meir, Analyst bei Marex.

Anleger richteten ihren Blick auch auf die Sitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch, die erste unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh. Es wird allgemein erwartet, dass die Zinsen unverändert bleiben. «Die Märkte rechnen dieses Jahr mit keinen Zinssenkungen. Falls Warsh andeutet, dass später in diesem Jahr zumindest eine Senkung möglich sein könnte, sollte der Dollar weiter fallen, und wir könnten einen weiteren Anstieg bei Gold sehen», so Meir. «Falls er sich jedoch hawkisher zu den Zinsen äussert, könnte Gold unter Druck geraten.»

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07:10

Der europäische Stoxx 600 wird vorbörslich niedriger gesehen. Die Futures-Kontrakte notieren um 0,1 Prozent im Minus. Der deutsche Dax dürfte gemäss Berechnungen von Banken und Brokerhäusern ebenfalls fallen (-0,1 Prozent).

Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank derweil um 0,24 Prozent höher bei 13'701 Punkten.

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06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,12 Prozent höher bei 13'685 Punkten.

Die US-Vorzeichen für den hiesigen Börsenstart sind gemischt: Während der Dow Jones Industrial nach Europa-Schluss etwas zurückkam, legte der Nasdaq etwas zu. Insgesamt beflügelte das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges allerdings die US-Börsen am Montag.

Die konjunktursensiblen Technologiewerte zogen unter dem Strich stark an, und der Leitindex Dow Jones erreichte im Handelsverlauf ein Rekordhoch. Damit könnten auch Schweizer Techwerte am Dienstag weiter anziehen.

Die Anleger reagierten zum Wochenauftakt zudem erleichtert auf den deutlich gesunkenen Ölpreis. Denn dadurch verkleinerten sich vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch - mit dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh - die Inflationssorgen. Die hiesige Unternehmensagenda ist derweil so gut wie leer. Einzig der Hörgerätehersteller Sonova lädt zur Generalversammlung ein.

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05:35

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag infolge des Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran eine Atempause eingelegt. Anleger richteten ihren Fokus nun auf die anstehenden Zinsentscheidungen der Notenbanken. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans notierte ‌nach ⁠anfänglichen Gewinnen unverändert. In Japan gab der Leitindex Nikkei um 0,2 Prozent auf 69.167,78 Punkte nach und entfernte sich damit von ⁠seinem am Montag erreichten Rekordhoch. Der breiter gefasste Topix fiel um 0,4 Prozent auf 3.982,45 Zähler. Auch die Börse in Hongkong verzeichnete Verluste.

In Tokio warteten die Investoren ‌gespannt auf die Bank of Japan (BOJ), die ihren Leitzins voraussichtlich auf ein 31-Jahres-Hoch von einem ‌Prozent anheben wird. Zuvor hatte das Friedensabkommen zwischen Washington und ​Teheran für Erleichterung gesorgt und die Kurse getrieben. «Anstatt dass es irgendwelche schlechten Nachrichten gäbe, sieht dies wie ein Rücksetzer nach dem sehr steilen Anstieg des Nikkei in den vergangenen beiden Sitzungen aus», sagte Nomura-Strategin Maki Sawada. Bei den Einzelwerten zählten Hersteller von Chip-Testmaschinen wie Advantest mit einem Plus von 2,1 Prozent zu den Gewinnern. Auch Betreiber von Rechenzentren wie Fujikura und Furukawa Electric legten um jeweils rund ‌5,8 Prozent zu. Dagegen verloren der Chipanlagenbauer Tokyo Electron 1,8 Prozent und der KI-Investor SoftBank 1,5 Prozent.

In China drückten schwache Konjunkturdaten die Stimmung. Während die Industrieproduktion im Mai mit einem Plus von 4,5 Prozent die Erwartungen übertraf, schrumpften die Einzelhandelsumsätze überraschend um 0,6 Prozent. Gleichzeitig bewerteten ​Experten die geopolitische Lage nach der ersten Euphorie über den US-Iran-Deal nüchterner. «Obwohl es ein wichtiger diplomatischer Durchbruch ​ist, der eine Hauptquelle der Marktvolatilität beseitigen dürfte, wird die Dauerhaftigkeit des Abkommens ​in Zukunft wahrscheinlich auf die Probe gestellt», erklärten die Analysten von Westpac. Viele Streitpunkte wie das iranische Atomprogramm müssten in künftigen Verhandlungen erst noch geklärt werden.

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04:16

Im asiatischen ‌Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 160,12 Yen und legte leicht auf 6,7603 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7946 Franken vor. Der Dollar-Index, der die US-Devise gegen einen Korb von sechs Währungen misst, notierte stabil bei 99,69 Punkten. Parallel ​dazu blieb ​der Euro fast unverändert bei 1,1587 Dollar und zog leicht auf ⁠0,9209 Franken an.

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03:12

Am Rohstoffmarkt spiegelten die Ölpreise die abklingende Euphorie über das ​Nahost-Abkommen wider, da die Wiederherstellung des ⁠Vertrauens in die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus laut Reedereien Wochen dauern könnte. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee stagnierte bei ‌83,22 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte dagegen 0,2 Prozent fester bei 80,89 Dollar.

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02:30

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges hat die US-Börsen am Montag beflügelt. Die konjunktursensiblen Technologiewerte zogen stark an, und der Leitindex Dow Jones Industrial erreichte ein Rekordhoch. Anleger reagierten erleichtert auf den deutlich gesunkenen Ölpreis, denn dadurch wurden vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh Inflationssorgen gelindert.

Der Dow legte am Ende um 0,92 Prozent auf 51.671,03 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 gewann 1,65 Prozent auf 7.554,29 Punkte, und der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 3,06 Prozent auf 30.543,92 Punkte.

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Abkommen verständigt, doch über dessen Inhalt ist noch nicht viel bekannt. Eine wesentliche Streitfrage war bis zuletzt die Öffnung der Strasse von Hormus.

Hier soll der Iran eingelenkt und nach der Unterzeichnung eine Öffnung der Meerenge versprochen haben. Im Gegenzug dafür ordnete US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben an, die US-Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufzuheben. Damit wurde eine der Hauptforderungen der Iraner erfüllt, während die USA auf die Öffnung der Strasse von Hormus warten müssen. Ausserdem droht möglicherweise ein Gebühren-Modell für die Durchfahrt der Meerenge.

Viele Stimmen bewerteten den Deal als Zwischenschritt in einem diplomatischen Prozess mit noch vielen Hürden - vor allem angesichts des tiefen Misstrauens auf beiden Seiten. Als ein Stolperstein gilt die Entwicklung im Libanon. Die israelische Armee wird sich laut Verteidigungsminister Israel Katz vorerst nicht aus den besetzten Gebieten im Südlibanon zurückziehen.

«Die Risikobereitschaft ist zurück, fraglich ist aber, ob die Meerenge vollständig wieder öffnet», so Christopher Dembik, Senior Investment Manager bei Pictet Asset Management. Trump habe keine gute Erfolgsbilanz bei dauerhaften Abkommen im Nahen Osten, daher bestehe das Risiko, dass die Spannungen im Sommer wieder steigen.

Zu Wochenbeginn jedoch überwog der Optimismus der Anleger spürbar. Der Preisrutsch beim Rohöl trieb die Aktien von Fluggesellschaften an, die von der Aussicht auf nachgebende Kerosinpreise profitierten. Damit stiegen die Papiere von American Airlines um 3,2 Prozent und die von Delta Air Lines um 1,2 Prozent. An der Dow-Spitze zogen die Anteilsscheine des Flugzeugbauers Boeing um 4,5 Prozent an.

Die Aktien von Ölkonzernen hingegen litten unter dem stark gefallenen Ölpreis. So büssten Chevron am Dow-Ende 3,6 Prozent ein. Für Exxon Mobil ging es noch etwas stärker nach unten.

Stark gefragt wiederum waren in dem freundlichen Umfeld die Technologiewerte, die damit weiterhin von der Hoffnung auf gute Geschäfte mit Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz (KI) profitierten. Unter den besten Werten im Nasdaq 100 sprangen Aktien des Halbleiterherstellers Micron Technology um fast 11 Prozent in die Höhe. Titel des Herstellers von Datenspeichern Western Digital zogen an der Index-Spitze um gut 16 Prozent an.

Nach dem fulminanten Börsendebüt Ende letzter Woche schnellten die Aktien des Weltraum- und KI-Konzerns SpaceX um fast ein Fünftel auf 192,50 US-Dollar nach oben und übertrafen damit den Höchststrand vom Freitag. Sie waren am ersten Handelstag mit einem Plus von 19 Prozent bei rund 161 Dollar aus dem Handel gegangen.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Luca_Niederkofler
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