Noch etwas mehr als zwei Börsentage sind es bis zum Schluss des cash-Börsenspiels am 22. April um 12 Uhr. Während es in den vergangenen zwei Wochen um den Sieg spannend blieb, setzte sich eine Spielerin oder ein Spieler im Kampf um die Krone vorne ab. 

Denn der bisher führende «pupetta» hat seine Spitzenposition eindrücklich ausgebaut. Sein Portfolio wuchs auf 240’475 von 213'475 Franken vor Wochenfrist. Das entspricht einem satten Plus von 12,6 Prozent. Die Mitfavoriten «paedaericco» und «superscoopy0631» auf Rang zwei und drei tauschten im Vergleich zur Vorwoche die Plätze. Dabei hat der neue Zweitplatzierte «superscoopy0631» wohl nur noch eine kleine Chance auf den Gesamtsieg bei einem Portfoliowert von 226’021 Franken. Die Spielerin oder der Spieler müsste in den zweieinhalb Tagen mehr als 6,4 Prozent auf den Führenden gutmachen.

In der abgelaufenen Handelswoche hatte sich an der Spitze einmal mehr bestätigt, dass aktives Handeln - sofern richtig umgesetzt - zum Erfolg führt. Die ersten fünf Teilnehmenden, welche einen Kursgewinn von über 100 Prozent vorweisen können, haben mehr als 300 Börsentransaktionen hinter sich. Diese widerlegen die bekannte These, wonach hin und her bekanntlich die Taschen leer macht.

Deshalb ist die Performance von «silversurfer» umso beachtenswerter, weil er mit lediglich elf Transaktionen auf Rang sechs figuriert und auf einen Portfoliowert von 195'419 Franken blicken kann. 

Wirklich erfreulich ist die Entwicklung beim Durchschnittswert aller Portfolios. Diese ist das zweite Mal seit Beginn des Börsenspiels mit 102’198 Franken Ende der abgelaufenen Woche im Plus. Markant ist die Anzahl der Portfolios mit einem Kursgewinn von mehr als 30 Prozent gestiegen. Einen solchen Wert können nun 47 nach 33 Teilnehmenden im Vergleich zur Vorwoche ausweisen.

Ebenso ist die Anzahl der Portfolios, die im Plus stehen, deutlich angestiegen. In den vergangenen zwei Wochen zog dieser Wert auf 1469 Portfolios nach zuvor 913 respektive 743 an. Damit liegt die Anzahl der Portfolios mit einem Kursgewinn über der Marke von 50 Prozent - sprich die Hälfte der Teilnehmenden hat seit dem Start einen Plus erzielt. Und dies notabene in einem äusserst schwierigen Umfeld an den Finanzmärkten. Zum Vergleich: Der Swiss Market Index (SMI) hat in der gleichen Periode einen Kursverlust von 3,5 Prozent hinnehmen müssen. 

Cash-Portfolio legt weiter zu

Das Portfolio der cash-Redaktion hielt sich im Wochenvergleich erneut überdurchschnittlich und legte um 4,3 Prozent zu. Das Gesamtplus beträgt inzwischen 19,3 Prozent. In der abgelaufenen Börsenwoche vermochten sowohl Leonteq, Partners Group als auch Palo Alto zu überzeugen, während die Titel von Amazon weiter vorrückten. 

Wenig berauschend war die Performance des defensiven «Militia Long Short ETF», welcher im Wochenvergleich 2,1 Prozent nachgab und einen Gesamtverlust von 4,8 Prozent aufweist. Der Grund dafür ist einfach: Die meist-geshorteten Aktien an der Wall Street wurden hochgejubelt, als gäbe es kein Morgen mehr. Das ist kein ideales Umfeld für einen aktiven ETF, der sowohl mit steigenden als auch fallenden Aktienkursen Geld verdienen will. 

Über die ganze Börsenspieldauer entwickelte sich Newron Pharmaceuticals enttäuschend. Die Überfliegeraktie, welche über die letzten zwölf Monate 152 Prozent zulegte, konnte sich nach dem Rückschlag vom Allzeithoch bei 30,4 Franken auf 15 Franken nicht mehr positiv ins Szene setzen. Da lehrt die Geschichte: So gut die Perspektiven auch sein mögen, bis zum kommerziell erfolgreichen Durchbruch mit nachhaltig steigenden Cashflows kann es länger andauern, als Investoren lieb ist.

Dies gilt gerade für kleine, illiquide Titel. Small Caps haben die Tendenz dazu, sehr lange auf einer tiefen Bewertung zu verharren, ohne dass dies der Markt zur Kenntnis nimmt - nur um dann explosionsartig anzusteigen. Ist der Einstiegszeitpunkt vor diesem Ausbruch verfrüht, resultiert bestenfalls eine durchschnittliche Performance über ein längeres Zeitfenster. 

So gut die Performance des cash-Portfolios war, haben andere Spielerinnen und Spieler in der abgelaufenen Woche eine glücklichere Hand bewiesen. Das Portfolio rutschte deshalb  in der Rangliste auf 104 ab nach Position 83 in der Vorwoche. 

Nach dem in der Vorwoche beschriebenen «Pain Trade» - dazu mehr hier - dürfte der eine oder andere Teilnehmende geneigt sein, in den vergangenen zwei Tagen Gewinne mitzunehmen. Das könnte allerdings verfrüht sein, da die Börse sich selten ans Drehbuch hält. Die ersten Kurse am Montag deuten auf verhältnismässig geringe Abschläge hin und bis Mittwoch ist keine weitere Eskalation zu erwarten. 

Damit könnte tatsächlich eintreten, dass die Teilnehmenden des Börsenspiels auf verhältnismässig ruhige Handelstage zusteuern. Gerade der aktuell führende «pupetta» muss den Beweis antreten, in einem wieder etwas unsicheren Umfeld erneut die richtigen Karten - sprich Trades - zu spielen, um sich die Gesamtkrone zu sichern.

(cash)