Das Börsenspiel von cash.ch geht nach einem Drittel der Zeit in die vierte Woche. Am Montagmorgen um 7.00 Uhr hat an der Spitze tradingking die Krone an moyo verloren und ist auf den fünften Platz abgerutscht. Auf Rang 2 folgt mit superscoopy0631, er ist ein aktiver Händler mit 229 Trades. Nur Börsenguru auf Rang 8 ist noch emsiger, er bringt es auf einen Spitzenwert von 258 Trades.
Die ersten zehn Spielerinnen oder Spieler trennen weiterhin nur 10 Prozent voneinander. Die Ränge 2 bis 10 bleiben auf Schlagdistanz zum Leader und haben weiterhin Chancen auf den Gesamtsieg. Das gesamte Leaderboard geht somit gestärkt in die vierte Woche. 26 gegenüber 19 Teilnehmenden weisen einen Kursgewinn von mehr als 30 Prozent im Wochenvergleich aus. Nach fünf Spieltagen waren es lediglich deren sechs.
Ein Grossteil der Teilnehmenden unter den Top 20 hat sich vergangene Woche aber insgesamt zurückgehalten. Das traf auch auf die cash-Redaktion zu. Das Portfolio hat nur eine von elf Positionen teilweise reduziert und weitere Gewinne auf dem Brent-Mini-Future mitgenommen. Insgesamt ging es mit dem Redaktionsportfolio erfreulicherweise weiter nach oben. Total steht ein Plus von 13,2 Prozent zu Buche, nach 9,5 Prozent respektive 5,9 Prozent zwei Wochen zuvor. Von den insgesamt elf Positionen notieren noch deren vier im Minus, nachdem es vor einer Woche sechs Stücke waren.
Der grösste Einzelverlust ist immer noch Newron Pharma, welche 10 Prozent tiefer stehen und das Gesamtportfolio um 0,9 Prozent nach unten drücken. Partners Group haben sich auf tiefem Niveau stabilisiert, während Leonteq und Palo Alto weiter avancierten. Die Warrants auf Walmart sind zudem in den positiven Bereich vorgestossen.
Anleger neigen dazu, Verluste laufen zu lassen und Gewinner zu schnell zu verkaufen. Diesen typischen Fehler hat die cash-Redaktion umschifft. Insofern dürften die Tage der Newron-Position im cash-Depot gezählt sein, nachdem der Entscheid zu dieser Position einen Aufschub von einer Woche erhielt. Dagegen bleiben die Positionen Palo Alto und Leonteq weiter fester Bestandteil des Portfolios, ebenso wie Amazon, Bitcoin und Logitech.
Strategisch geht es für die cash-Redaktion darum, das positive Momentum aus der ersten Spielphase unter stabilen Vorzeichen zu beschleunigen. Gerade die Positionierung an der Wall Street, wo viele Investoren sich mit Put-Optionen abgesichert und Hedgefonds ihre Leerverkäufe über die abgelaufene Börsenwoche ausgebaut haben, eröffnet möglicherweise Chancen auf schnelle Kursgewinne, sollte sich eine Beruhigung im Nahen Osten abzeichnen - mehr dazu hier.
Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, um diesen Rebound zu spielen. Einerseits kann auf die gebeutelten Softwarevaloren wie Adobe, Salesforce, Shopify, Snowflake, Spotify oder Unity Software, gesetzt werden. Unter den «Mag 7» könnte ein Einstieg bei Apple, Microsoft oder Meta eine Option sein, da sich die hohen Bewertungen zurückgebildet haben. Je nach Konstellation werden dabei nicht Aktien, sondern Warrants oder Mini-Futures respektive eine Kombination gekauft und ins cash-Portfolio gelegt.
Vor dem Einstieg benötigt es allerdings ein klares Signal, dass ein Erholung nachhaltig ist. Das ist derzeit weder an den US-Märkten noch an den europäischen Börsen gegeben. Gerade in Deutschland könnte sich ebenfalls ein Fenster öffnen. Die Deutsche Bank (DB) weist in einem Research-Papier jüngst erneut auf die attraktiveren Perspektiven bei ihren zehn deutschen Aktienfavoriten hin. Es handelt sich um die Titel Bechtle, Commerzbank, Heidelberg Materials, KION, Palfinger, Siemens Energy, Tui, Volkswagen, Voestalpine und Vossloh.
Diese zehn Aktien, die von Deutschlands expansiver Fiskalpolitik profitieren sollten, hebt die Deutsche Bank als potenzielle Outperformer innerhalb Europas hervor, egal wie sich die Situation an den Erdölmärkten präsentiert. «Wird der Konflikt zu geringeren deutschen Staatsausgaben und einem Rückgang des deutschen Strebens nach mehr Autonomie führen? Wir glauben, dass das Gegenteil der Fall ist», so die Argumentation der DB-Experten.
Disziplin und noch einmal Disziplin
Weiterhin notierten alle Portfolios zusammen im Durchschnitt 1,1 Prozent tiefer - gegenüber minus 1,4 in der Vorwoche respektive minus 0,4 Prozent nach der ersten Woche. Das etwas ruhigere Börsengeschehen respektive die geringeren Verluste im SMI, DAX oder S&P 500 reflektiert dies. Ebenso zeigt dieses Wochenplus von 0,3 Prozent in einem weiterhin schwächeren Gesamtmarkt, dass auch bei generell sinkenden Notierungen nicht zwingend Kursverluste resultieren müssen.
Die Teilnehmenden gingen weiterhin diszipliniert ans Werk, auch wenn sich auf den hinteren Rängen die schwache Börsenwoche bemerkbar machte. 107 gegenüber 69 Portfolios blicken auf einen Verlust von mehr als 10 Prozent zurück. Diese Anzahl unter den 2302 bewerteten Portfolios ist damit auf 4,6 von 3,0 Prozent angestiegen. Dies bleibt aber bemerkenswert, weil gehebelte Produkte wie Warrants und Mini-Futures zum Einsatz kommen. Die Anzahl der höher stehenden Portfolios hat isch nur marginal verbessert, auf 725 von 709.
Nur drei Portfolios haben im Verlauf des Börsenspiels einen Gesamtverlust von mehr als 30 Prozent eingefahren. Am Ende des Tableaus hält wrusti weiter die rote Laterne. Immerhin konnte sein Portfolio an Wert auf 17'387 von 15'298 Franken zulegen (von ursprünglich 100'000 Franken). Der vor Wochenfrist an zweitletzter Stelle liegende pee198 hat sich auch positionsmässig verbessert. gianni22 steht neu an zweitletzter Stelle mit einem Verlust von 58 Prozent und sir_chc mit minus 39 Prozent.
Interessierte am cash-Börenspiel können sich weiterhin hier anmelden und mitmachen.
(cash)
