Anta übernehme einen Anteil von 29,06 Prozent von der Investmentgesellschaft Artémis der französischen Familie Pinault, teilte das Unternehmen am ​Dienstag mit. Der gebotene Preis von ‌35 Euro je Aktie ‌entspreche einem Aufschlag von 62 Prozent auf den Puma-Schlusskurs vom Montag.

Anta kündigte an, nach Abschluss der Transaktion Sitze im Puma-Aufsichtsrat anzustreben. Man sei überzeugt, dass Puma ⁠mit dem chinesischen Unternehmen als grösstem Investor seine internationale Wettbewerbsfähigkeit steigern und die Markenbekanntheit ausbauen könne. «Die globale Präsenz und ​die fokussierte Positionierung in Sportkategorien ergänzen das bestehende ‌Multi-Marken- und Spezialgeschäft der Gruppe ‍in hohem Masse», hiess es in einer Mitteilung.

Anta hat bereits ​Erfahrung mit der Übernahme westlicher Marken. 2019 führte der Konzern ein Konsortium zum Kauf von Amer Sports, dem ‌Eigentümer des Schlägerherstellers Wilson und ⁠des Bergsportspezialisten Salomon. Puma hatte zuletzt ‌mit einer schwächeren Nachfrage zu kämpfen. Die Verkäuferin Artémis, die vom Chef des ‍Luxusgüterkonzerns Kering, François-Henri Pinault, geführt wird, hatte den Anteil zuvor als nicht strategisch bezeichnet. Das ​Geschäft muss noch von den Wettbewerbsbehörden und ‍den Anta-Aktionären genehmigt werden.

(Reuters)