Anta kündigte an, nach Abschluss der Transaktion Sitze im Puma-Aufsichtsrat anzustreben. Man sei überzeugt, dass Puma mit dem chinesischen Unternehmen als grösstem Investor seine internationale Wettbewerbsfähigkeit steigern und die Markenbekanntheit ausbauen könne. «Die globale Präsenz und die fokussierte Positionierung in Sportkategorien ergänzen das bestehende Multi-Marken- und Spezialgeschäft der Gruppe in hohem Masse», hiess es in einer Mitteilung.
Anta hat bereits Erfahrung mit der Übernahme westlicher Marken. 2019 führte der Konzern ein Konsortium zum Kauf von Amer Sports, dem Eigentümer des Schlägerherstellers Wilson und des Bergsportspezialisten Salomon. Puma hatte zuletzt mit einer schwächeren Nachfrage zu kämpfen. Die Verkäuferin Artémis, die vom Chef des Luxusgüterkonzerns Kering, François-Henri Pinault, geführt wird, hatte den Anteil zuvor als nicht strategisch bezeichnet. Das Geschäft muss noch von den Wettbewerbsbehörden und den Anta-Aktionären genehmigt werden.
(Reuters)

