Der US-Chipkonzern Broadcom hat im zweiten Quartal die Umsatzerwartungen der Wall Street verfehlt ‌und ⁠damit seine Anleger enttäuscht. Die Aktien des Unternehmens fielen ⁠im nachbörslichen Handel am Mittwoch um mehr als sieben Prozent. Der ‌Umsatz lag bei 22,19 Milliarden Dollar, während ‌Analysten mit 22,27 Milliarden ​Dollar gerechnet hatten. Als Grund dafür gilt der verschärfte Wettbewerb auf dem Markt für massgeschneiderte Halbleiter. Broadcom konkurriert unter anderem mit Nvidia, dessen Grafikprozessoren als Branchenstandard für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) ‌gelten, sowie mit Marvell Technology.

Für das laufende dritte Quartal zeigte sich Broadcom optimistischer und stellte einen Umsatz von rund ​29,4 Milliarden Dollar in Aussicht. Dies übertrifft die ​durchschnittliche Schätzung der Analysten von 28,54 ​Milliarden Dollar, wie aus Daten der LSEG hervorgeht. Konzernchef Hock Tan ‌verwies auf die starke Nachfrage nach KI-Chips. Im abgelaufenen Vierteljahr sei der Umsatz in diesem Bereich binnen Jahresfrist um 143 ​Prozent auf ​10,8 Milliarden Dollar ⁠gestiegen. «Im dritten Quartal erwarten wir, dass der ​Halbleiterumsatz aus dem ⁠KI-Geschäft im Jahresvergleich um über 200 Prozent auf 16,0 ‌Milliarden Dollar steigen wird», sagte Tan.

Broadcom gehört zu den grössten Profiteuren des KI-Booms und entwickelt spezielle Chips ‌für grosse Cloud-Anbieter wie Meta und die ​Google-Mutter Alphabet.

(Reuters)