+++Coronavirus-Update+++ - Coronavirus: 17 neue Corona-Fälle in der Schweiz - «Enormes Pandemie-Risiko» nach Schlachthof-Tests in Deutschland

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
19.06.2020 18:40
Bundesrat Alain Berset während einer früheren Medienkonferenz vor den Bundeshausmedien.
Bundesrat Alain Berset während einer früheren Medienkonferenz vor den Bundeshausmedien.
Bild: Screenshot Youtube

+++ Zum Coronavirus-Update vom 20. Juni geht's hier +++

18:30

Der Ausbruch des Corona-Virus in einem Schlachthof im Kreis Gütersloh in Deutschland ist dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsident Armin Laschet zufolge beispiellos in dem bevölkerungsreichsten Bundesland. Von rund 7000 Beschäftigten seien 1106 getestet worden, 803 Tests seien positiv. "Der Ausbruch birgt ein enormes Pandemie-Risiko", sagt Laschet. Könne der Ausbruch nicht eingedämmt werden, drohe ein "flächendeckender Lockdown" in der Region. Das Virus war beim Fleischhersteller Tönnies ausgebrochen. 

+++

Abonnieren Sie hier den Newsletter von cash.ch

+++

16:25

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Gesundheitsminister Alain Berset und Bundeskanzler Walter Thurnherr informierten am Freitag die Medien. Der Bundesrat lockert demnach die Corona-Regeln weiter: Die Polizeistunde fällt, der Mindestabstand wird auf 1,5 Meter reduziert, Veranstaltungen bis 1000 Personen sind erlaubt. Eine Maskenpflicht ist nicht vorgesehen.

Der Bundesrat tut dies vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung: Auch während der letzten Lockerungsschritte ist die Zahl der Neuinfektionen, Hospitalisationen und Todesfälle zurückgegangen, wie der Bundesrat mitteilt. Die verbleibenden Einschränkungen würden daher am kommenden Montag weitgehend aufgehoben.

Ab Montag sind wieder Veranstaltungen und Versammlungen mit bis zu 1000 Personen erlaubt, das Nachverfolgen von Kontakten muss aber stets möglich sein. Mit der Aufteilung in Sektoren muss sichergestellt werden, dass nicht mehr als 300 Personen kontaktiert werden müssen. Grossveranstaltungen von mehr als 1000 Personen sind ab Anfang September wieder möglich, sofern sich die epidemiologische Lage nicht verschlechtert.

Der Mindestabstand zwischen zwei Personen wird von 2 auf 1,5 Meter reduziert. Der Abstand kann laut Bundesrat weiterhin unterschritten werden, wenn eine Maske getragen wird oder wenn Trennwände vorhanden sind. Im öffentlichen Verkehr rät der Bundesrat dringend zum Tragen einer Maske, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. Auf eine Maskentragpflicht verzichtet der Bundesrat aber. Eine Ausnahme gilt für Demonstrationen: Solche sind schon ab Samstag mit unbeschränkter Teilnehmerzahl erlaubt, die Teilnehmenden müssen aber eine Maske tragen.

Zudem will der Bundesrat das Notrecht teilweise in ordentliches Recht überführen. Der Bundesrat will verschiedene Massnahmen, die er in den vergangenen Monaten, per Notrecht beschlossen hat, in ein ordentliches Covid-19-Gesetz überführen. Dieses sieht vor, dass dem Bundesrat in neun Sachgebieten weiterhin besondere Befugnisse eingeräumt werden.

Die Medienkonferenz im Video: 

+++
 

Aktuelle Beiträge von cash.ch:
Haben diese (scheinbar) hoffnungslosen Schweizer Aktien eine Chance?
Die grössten Schweizer Aktionäre von Wirecard
Meyer Burger: Wie glaubwürdig sind die Zukunftspläne?
Börsenwoche im Schnelldurchlauf: Verstörende Nachrichten
Diese zwei internationalen Logistikkonzerne verspüren Aufwind

 

+++

14:00

Die deutsche Corona-App ist mittlerweile fast zehn Millionen Mal heruntergeladen worden. Es seien 9,6 Millionen Downloads registriert worden, sagt eine Regierungssprecherin. Die App wurde Anfang der Woche freigeschaltet und soll helfen, Infektionsketten schneller nachverfolgen zu können.

+++

12:35

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 17 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Insgesamt gab es bisher 31'217 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitagmittag mitteilte.

Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Am Donnerstag waren ebenfalls 17 neue Fälle gemeldet worden, am Mittwoch 37 und am Dienstag 15. Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner entfielen 364 Fälle.

Bisher starben in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein gemäss BAG 1680 Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet worden waren. Das Bundesamt bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis Freitagmorgen übermittelt hatten.

Nach einer wöchentlichen Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA aufgrund der Daten auf den Internetseiten der Kantone starben in Zusammenhang mit Covid-19 bis Freitag 1956 Personen. Vor Wochenfrist hatte die Zahl bei 1937 gelegen.

Das BAG erklärt den Unterschied zwischen den Zahlen damit, dass es nur laborbestätigte Covid-19-Todesfälle publiziert. Zudem dürfte ein weiterer Unterschied darin bestehen, dass das Amt vor dem 16. April keine Todesfälle erfasste, für die keine Laborbestätigung bestand und die sich ausserhalb von Spitälern ereigneten.

Die Zahl der durchgeführten Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger von Covid-19, belaufen sich bisher insgesamt auf 493'843. Bei acht Prozent dieser Tests fiel das Resultat positiv aus.

+++

11:15

Der frühere Leiter Abteilung übertragbare Krankheiten beim BAG, Daniel Koch (65) – auch als Mr. Corona bekannt – , steht bereits seit Februrar unter Polizeischutz. Das sagte er gegenüber dem Onlineportal nau.ch. "Ich weiss nicht, warum genau. Die konkreten Gründe für diese Massnahme des Fedpols sind mir nicht bekannt", sagt er.

Offenbar galt der "stark exponierte" Koch als besonders gefährdet. "Während der Corona-Krise ist die Sicherheitslage für das Bundesamt für Gesundheit und deren Vertreter ausserordentlich. Im Falle des stark exponierten Daniel Koch gilt das ganz speziell", begründet Fedpol-Sprecherin Karin Schmitter den Entscheid.

Allerdings würden die Polizisten den 65-Jährigen nicht auf Schritt und Tritt folgen, sondern "alle paar Stunden" bei ihm vorbeischauen, erklärt Koch. "Ich bin allen sehr dankbar dafür." 

+++

09:30

China veröffentlicht genetische Sequenzierungsdaten für das Coronavirus, das für den jüngsten Ausbruch in Peking verantwortlich ist. Nach ersten Forschungsergebnissen handle es sich um einen Virus-Stamm aus Europa, schreibt die chinesische Seuchenschutzbehörde.

Er unterscheide sich allerdings von den Viren, die aktuell in Europa kursierten. Möglicherweise sei das Virus mit Tiefkühlprodukten nach China importiert worden oder es habe sich in dunklen, feuchten und nicht desinfizierten Ecken wie auf dem Xinfadi-Markt verborgen.

+++

05:45

In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infizierten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts binnen eines Tages um 770 auf 188.534 gestiegen. 16 weitere Menschen seien gestorben, insgesamt liege die Zahl der Corona-Toten damit bei 8872.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen unverändert bei 0,86 und damit unter der kritischen Marke von 1,0. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

+++

+++

03:10

Mexiko meldet einen Rekordanstieg bei den Neuinfektionen. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 5662 auf nunmehr 165.455. 667 weitere Menschen starben, insgesamt zählte Mexiko bislang 19.747 Tote. Die Regierung geht allerdings selbst von einer hohen Dunkelziffer aus.

+++

02:05

Chinas Nationale Gesundheitsbehörde meldet 32 neue Corona-Fälle per Ende Donnerstag. 25 davon seien in der Hauptstadt Peking registriert worden. Das ist ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vortag, als 28 neue Fälle bestätigt wurden, davon 21 in Peking. Die Lokalbehörden ergreifen in der Hauptstadt bereits wieder verstärkte Massnahmen zur Eindämmung des Virus. 

+++

00:30

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom erlässt eine allgemeine Maskenpflicht für "die meisten Orte ausserhalb des Hauses". Mit Ausnahmen wie Restaurants gilt dies auch in geschlossenen Räumen. Es würden einfach zu wenige Leute Masken tragen, erklärt Newsom weiter. Dies gefährde die Fortschritte im Kampf gegen die Pandemie.

"Die Wissenschaft hat gezeigt, dass Gesichtsbedeckungen und Masken funktionieren." Kalifornien ist mit 40 Millionen Einwohnern - etwa halb so viele wie Deutschland - der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat. Nach Reuters-Zählung sind dort mehr als 163.000 Infektionen und 5281 Tote durch das Virus aufgetreten.

(cash/Reuters/AWP/SDA/Bloomberg)