Der Dax ist im Feiertagshandel an Christi Himmelfahrt mit Gewinnen gestartet. Der deutsche Leitindex rückte am Donnerstag um ‌bis ⁠zu 1,1 Prozent auf 24'403 Zähler vor. Im Fokus stand ⁠das zweitägige Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in ‌Peking. «Die Börsen hoffen, dass China der erfolgreiche Vermittler ‌zwischen den USA und dem Iran ​sein wird», sagte Thomas Altman von QC Partners. Zudem setzten Anleger auf verbesserte Wirtschaftsbeziehungen und eine Ausweitung des Handels zwischen den beiden Supermächten, erklärte der Experte.

Die Friedensbemühungen zwischen den USA und dem Iran ‌sind zuletzt ins Stocken geraten. Anleger fürchten, dass die seit Anfang April geltende Waffenruhe in Gefahr ist. Der Iran hatte einen US-Vorschlag zur Beilegung ​des Krieges abgelehnt. Die Regierung in Teheran dringt ​unter anderem auf ein Ende der Kämpfe ​an allen Fronten – einschliesslich des Libanons, wo der US-Verbündete Israel gegen die vom ‌Iran unterstützte Hisbollah-Miliz vorgeht. Zudem pocht der Iran auf die Souveränität über die Strasse von Hormus, verlangt Reparationen für Kriegsschäden und ein Ende der ​US-Seeblockade.

Zu ​den grössten Gewinnern im ⁠Dax zählten in den ersten Minuten die Aktien ​von Rheinmetall, die ⁠nach ihren jüngsten Verlusten Boden gut machten und knapp vier Prozent zulegten. ‌Auf der Verliererseite standen unter anderem BMW mit einem Abschlag von 2,6 Prozent. Die Aktien des Autobauers wurden mit ‌Dividendenabschlag gehandelt. Im MDax erholten sich die Papiere ​der Thyssenkrupp-Tochter TKMS von ihren Vortagesverlusten und rückten um 3,3 Prozent vor.

(Reuters)