Die Behauptung des Irans, die wichtige Strasse von Hormus geschlossen zu haben, liess ‌die ⁠Ölpreise in die Höhe schnellen und schürte weltweit Inflationsrisiken. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich in ⁠der Spitze um 3,3 Prozent auf 78,50 Dollar. US-Leichtöl legte um 3,4 Prozent auf 73,83 Dollar zu.

Die Futures auf ‌den S&P 500 und den Nasdaq gaben um 0,3 beziehungsweise 0,5 ‌Prozent nach. Der japanische Nikkei-Index fiel um ein ​Prozent. Der breiter gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans gab um 0,2 Prozent nach. Der Dollar legte zusammen mit den Anleiherenditen zu, da die Anleger eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve einpreisten. Die Entwicklung kommt einen Tag vor der ersten Anhörung des neuen Fed-Vorsitzenden ‌Kevin Warsh vor dem Kongress.

Die Anleger blicken nun auf die beginnende Berichtssaison. «Technologiewerte schneiden in unseren Modellen weiterhin sehr gut ab, unterstützt durch herausragendes Gewinnwachstum, eine hohe Dynamik und attraktive Bewertungen», schrieben die Analysten der Citi ​in einer Mitteilung. «Auch wenn die KI-Volatilität im kommenden Quartal erhöht bleiben ​könnte, halten wir an unserer Übergewichtung von globalen IT-Werten und den ​USA fest.» Sie fügten hinzu: «Wir kombinieren diese Wachstumspositionen mit einer Übergewichtung in zyklischen Regionen/Sektoren, einschliesslich Japan, Finanzwerten und Rohstoffen.»

Am Devisenmarkt legte ‌der Dollar zum Yen um 0,1 Prozent auf 161,96 Yen zu. Zuvor hatte die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama ins Spiel gebracht, den staatlichen Pensionsfonds GPIF zu ermutigen, einen Teil seiner Gelder zurückzuholen. «Der GPIF verteilt ​seine ​Anlagen derzeit zu gleichen Teilen auf In- und ⁠Ausland. Eine Rückkehr zur vorpandemischen Norm von annähernd 60/40 würde ​mit einem grossen Yen-Kaufstrom einhergehen», ⁠sagte Taylor Nugent, ein leitender Volkswirt bei der NAB. «Es ist jedoch anzumerken, dass die Allokationen zwar ‌theoretisch jederzeit überprüft werden können, sie sich aber in der Regel nur langsam ändern und der Investitionsplan für das Geschäftsjahr 26 bereits in Kraft ist.»

Der Anstieg der ‌Anleiherenditen setzte das zinslose Gold unter Druck, das um 1,1 Prozent auf ​4076 Dollar je Unze nachgab. Südkoreas überhitzter Markt gab um 0,4 Prozent nach. Nach Börsenschluss wurde bekannt, dass Apple OpenAI und zwei ehemalige Mitarbeiter wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen verklagt hat. 

(Reuters)