Der Umsatz sank um 2,5 Prozent auf 514,2 Franken, wie Interroll am Donnerstag mitteilte. Dabei machten dem Unternehmen das insgesamt schwierige globale Umfeld sowie der starke Franken zu schaffen. In Lokalwährungen legte der Umsatz um 1,4 Prozent zu. Im zweiten Halbjahr habe die Umsatzdynamik zugenommen, allerdings mangels grosser Projekte bei Kunden etwas weniger stark als üblich. Zudem sei der Auftragsbestand zu Jahresanfang gering gewesen
Der Auftragseingang lag mit 545,3 Millionen Franken um 5,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. In Lokalwährungen war er gar um 9,2 Prozent höher.
Interroll machte auch Angaben zur Profitabilität. Demnach dürfte die EBIT-Marge nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau ausfallen. Einen konkreten Ausblick für das laufende Jahr 2026 gibt Interroll derweil aber nicht.
Damit wurden die Erwartungen der Analysten verfehlt. Sie hatten gemäss AWP-Konsens einen Umsatz von 531 Millionen und einen Auftragseingang von 568 Millionen Franken erwartet.
E-Commerce mit Zeichen einer Erholung - Industrie schwach
Die E-Commerce-bezogenen Endmärkte zeigten Zeichen einer Erholung, heisst es weiter. Dabei hätten führende Akteure ihre Investitionen in die Logistikautomatisierung wieder aufgenommen. Diese Entwicklung sei zu einem wichtigen Wachstumsmotor in Nord- und Südamerika und zu einem robusten Wachstum in den Vereinigten Staaten bei Förderband- und Hochgeschwindigkeitssortieranwendungen geworden.
Der Bereich Airport habe sich dank der starken Projektumsetzung und der anhaltenden Nachfrage nach Flughafeninfrastrukturlösungen weiterhin gut entwickelt. Im Bereich Batterien habe Interroll von einem der weltweit grössten Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien Aufträge erhalten und damit einen wichtigen Meilenstein erreicht.
Dagegen blieben die Endmärkte Industriefertigung und Automobilindustrie schwach, was auf das nach wie vor schwierige makroökonomische Umfeld und die anhaltende Investitionszurückhaltung zurückzuführen sei, heisst es erklärend.
Neuer CFO gesucht
Zudem muss der Lagerlogistikspezialist einen neuen Finanzchef suchen. Der bisherige CFO Heinz Hössli verlässt das Unternehmen und wird per 1. Juli Finanzchef beim Bauausstatter Forbo. Die Suche nach einem Nachfolger sei eingeleitet, so das Unternehmen.
Der Geschäftsbericht sowie die vollständigen und endgültigen Gewinnzahlen werden am 12. März veröffentlicht.

