Was für eine Überraschung: Nachdem die Aktien von Logitech in der Vorwoche am Ende des SMI-Tableaus zu finden waren, dürften sie diese Woche in der Pole-Position schliessen. Seit Montag legten sie um 7,5 Prozent auf 83,14 Franken zu - während der Gesamtindex (SMI) 1,5 Prozent verlor.

Anlegerinnen und Anleger nutzten damit die Woche zum Einstieg bei Logitech. Zuvor waren die Titel des Computerzubehör-Herstellers seit Anfang Juni um rund 24 Prozent eingebrochen - nach einem ebenso steilen Höhenflug. Grund des anfänglichen Kursanstiegs war ein Überschwappen der KI-Euphorie auf Tech-Zulieferer wie Logitech. Erst eine enttäuschende Prognose des US-Konzerns Broadcom kippte die Stimmung und löste Gewinnmitnahmen aus.

Risikofreudige Investierende haben nach dieser Bewertungskorrektur nun einen ersten Zeh ins Wasser getaucht - das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist von knapp 20x auf 17,6x in wenigen Wochen gefallen. Wohlgemerkt liegt sie jetzt unter dem langjährigen Durchschnitt von 19,3x.

Die mittelfristigen Aussichten für Logitech bleiben solide. Experten erwarten für die kommenden drei Jahre ein Umsatzwachstum von 4, 5 und 6 Prozent. Die operative Marge dürfte dieses Jahr leicht auf 18,3 Prozent sinken und sich dort einpendeln. Nach einem Gewinnrückgang im laufenden Jahr prognostizieren Analysten für 2028 und 2029 ein EPS-Wachstum (Gewinn pro Aktie) von 9 respektive 12 Prozent. Auch die Dividende soll um 5 respektive 11 Prozent steigen.

Doch die Expertenprognosen geben kein eindeutiges Bild ab: Von 12 Analystinnen und Analysten rät nur die Hälfte zum Kauf, je drei vergeben ein Halten oder Verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel wird gut 9 Prozent höher bei 90,70 Franken gesehen. Die Schätzungen gehen jedoch weit auseinander: von 70 bis 115 Franken.

Auch Swiss Life (+2,6 Prozent), UBS (+1,7 Prozent) und Lonza (+1,5 Prozent) schnitten diese Woche gut ab. UBS und Lonza zählten bereits in der Vorwoche zu den stärksten Werten im Blue-Chip-Index. Zu den schwächeren Werten gehörten die baunahen Titel Sika, Amrize, Holcim und Geberit mit Verlusten zwischen 5 und 7,7 Prozent.

Luca_Niederkofler
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