Der Swiss Market Index (SMI) schloss am Freitag mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent bei 14’399,8 Punkten. Nach einem freundlichen Tagesstart hielt sich der Leitindex über weite Strecken in der Gewinnzone und erreichte das Tageshoch bei 14'457 sowie das Tagestief bei 14'382 Zählern. Belastend und bremsend auf den Gesamtmarkt wirkten jedoch die Signale aus den USA: Fed-Chef Kevin Warsh liess anlässlich des Notenbanker-Treffens in Jackson Hole durchblicken, dass bei verfehlter Inflationseindämmung weitere Zinserhöhungen drohen, was die Zinssorgen an den Märkten wieder aufleben liess.

Eine Mehrheit von 15 der 20 SMI-Indexmitglieder verzeichnete zum Handelsschluss Kursgewinne. Die Spitze der Gewinnerliste führten Richemont (+1,8 Prozent), UBS (+1,7 Prozent) und Givaudan (+1,5 Prozent) an, die von einer anhaltend guten Grundstimmung in ihren Sektoren profitierten. Auf der Verliererseite zeigten sich Roche (-1,5 Prozent), Alcon (-1,0 Prozent) und Lonza (-0,8 Prozent) am schwächsten.

Unter den Schwergewichten zeichnete sich ein uneinheitliches Bild ab: Während Nestlé (+0,1 Prozent) nach den Vortagesverlusten nur eine minimale Erholung verzeichnete und Novartis (-0,7 Prozent) nachgab, drückten vor allem die deutlichen Abschläge der Roche-Partizipationsscheine (-1,5 Prozent) auf die Performance des Gesamtindexes. Die Finanzwerte zeigten sich hingegen stark, allen voran die UBS (+1,7 Prozent), Swiss Re (+0,9 Prozent) und Zurich Insurance (+0,5 Prozent).

In den hinteren Reihen des Marktes sorgten diverse Unternehmenszahlen für deutliche Kursausschläge. Zu den grössten Gewinnern gehörten Cie Financière Tradition (+6,8 Prozent), Vetropack (+5,3 Prozent) und Ems-Chemie (+2,9 Prozent), die nach detaillierten Halbjahrsergebnissen zulegten. Auch Accelleron (+3,2 Prozent) profitierten von positiven Analystenkommentaren im Nachgang der Vortageszahlen. Unter starkem Verkaufsdruck standen hingegen Flughafen Zürich (-7,7 Prozent) nach verfehlten Profitabilitätserwartungen sowie Idorsia (-7,2 Prozent), Stadler Rail (-3,6 Prozent) und Jungfraubahn (-1,0 Prozent).

(cash/AWP)