Nach dem Einzug in die Russell-Indizes am Freitag folgt ⁠zum 7. Juli die Aufnahme in den technologielastigen Nasdaq 100. Der Schritt dürfte ‌eine Welle passiver Investments auslösen, da Indexfonds ‌gezwungen sind, die Papiere ​in ihre Portfolios aufzunehmen. Allein für den Nasdaq 100 rechnet die Bank JPMorgan mit passiven Zuflüssen von 4,3 Milliarden Dollar. «Es gibt offensichtlich eine grosse Nachfrage, deshalb haben sie die Aufnahme in ‌den Index beschleunigt», sagte Morningstar-Analyst Michael Field. Der Analyst hält die Aktie des zwei Billionen Dollar schweren Konzerns, der damit fast ​so viel wert ist wie Amazon, jedoch für ​überbewertet.

Um Mega-Börsengänge wie den von ​SpaceX Mitte Juni anzulocken, hatten Indexanbieter wie Nasdaq und FTSE Russell zuletzt ihre ‌Aufnahmekriterien gelockert und etwa Vorgaben zur Profitabilität gestrichen. SpaceX hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von 4,9 Milliarden Dollar verbucht. Der ​Einzug ​in den marktbreiten S&P-500-Index bleibt ⁠dem Konzern daher vorerst verwehrt. Der Indexanbieter ​S&P Global weigert ⁠sich, seine strengen Regeln aufzuweichen, die einen Gewinn vorschreiben. S&P will ‌mindestens zwölf Monate abwarten, bevor eine Aufnahme überhaupt geprüft wird. Die SpaceX-Aktie notiert nach einem volatilen Start ‌derweil weiterhin deutlich über ihrem Ausgabepreis von 135 ​Dollar.

(Reuters)