Die Opel-Mutter Stellantis plant Insidern zufolge zusammen mit dem chinesischen Partner Leapmotor einen Elektro-SUV für ihre deutsche Tochter. Das Fahrzeug solle auf der Technologie der Chinesen basieren und im Stellantis-Werk im spanischen Saragossa produziert werden, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Vereinbarung könnte noch in diesem Monat zustande kommen.
Mit dem Schritt wolle Stellantis Kosten und Zeit bei der Entwicklung neuer Elektromodelle einsparen, sich gegen die Konkurrenz von BYD und anderen chinesischen Marken in Europa wappnen und zudem die Auslastung seiner europäischen Werke verbessern. Das neue Modell solle die Elektro-Architektur «B-Plattform» von Leapmotor nutzen, auf deren Basis ab diesem Jahr Leapmotors Kompakt-SUV B10 in Spanien gebaut wird. Die Fertigung solle 2028 mit einer Jahresproduktion von 50.000 Fahrzeugen beginnen, sagten zwei der Insider.
Stellantis und Leapmotor besiegelten 2023 ihre Partnerschaft. Der chinesische Autobauer gehört zu den erfolgreichsten Startups und wächst rasant - im vergangenen Jahr verdoppelte Leapmotor den Absatz auf fast 600.000 Autos. Das Joint Venture mit Stellantis soll Leapmotor die Expansion im Ausland ermöglichen.
Den Plänen zufolge soll Leapmotor Schlüsseltechnologien und -komponenten liefern, während Opel das Aussendesign gestaltet. Ein wesentlicher Teil der Entwicklung des Fahrzeugs mit dem Codenamen O3U solle in China stattfinden. Einem der Insider zufolge prüft Stellantis zudem, die Leapmotor-Technologie für die nächste Generation des Opel Mokka zu nutzen. Das Modell könnte künftig ebenfalls in Spanien produziert werden, derzeit rollt er im Stellantis-Werk Poissy bei Paris vom Band. Auch gebe es erste Gespräche über die mögliche Entwicklung eines Alfa-Romeo-Modells auf derselben Plattform in Saragossa, um die Kapazität des Werks zu optimieren. Die beiden Autobauer äusserten sich nicht zu den konkreten Plänen.

