Die Rheinmetall-Aktien brechen am Mittwochmorgen um bis zu 16 Prozent ein, weil ein Grossauftrag der Bundeswehr für neue Fregatten laut Medienberichten zugunsten des Schiffsbauers TKMS umgeleitet wird.
Analyst David Perry von JPMorgan sieht darin einen grösseren Rückschlag für den Rüstungskonzern, dessen Titel in den vergangenen Jahren ein gewisses Gewicht im Dax aufgebaut haben. Nach mehr als einem Jahr wurden sie wieder unter 1000 Euro gehandelt. Vom Rekordhoch im vergangenen Oktober hat sich der Kurs jetzt halbiert.
Perry bezifferte den eigentlich für Rheinmetall vorgesehenen Auftragswert für Fregatten des Typs F126 auf 12 Milliarden Euro. Er befürchtet, dass das diesjährige Ziel für die Auftragseingänge verfehlt werden könnte.
Die Nachrichten setzten auch die deutschen Rüstungswerte Hensoldt und Renk unter Druck. Die TKMS-Titel dagegen zogen im MDax mächtig um zehn Prozent an. Der «Spiegel» berichtete, stattdessen wolle Verteidigungsminister Boris Pistorius kleinere Fregatten des Typs MEKO-A-200 von dem Schiffbauer beschaffen. Rheinmetall wollte sich dazu nicht äussern.
(AWP/cash)
